Ich bin sprachlos: Wieder ein imposanter Artikel eines rumänischen Autors über Russland

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 07:55 vor 67 Tagen 6941 Views

Nun muss man die rumänische Mentalität kennen. Viele erinnern sich noch an den deutsch-russischen Nichtangriffspakt 1940, als man den Rumänen die Nordbukowina und Bessarabien weggenommen und den Russen überlassen hatte. Auch die vorübergehende Besetzung Rumäniens durch russisches Militär im Jahre 1944 sowie die damit einher gehenden unschönen Ereignisse blieben im Gedächtnis.

So ist es zu erklären, dass bei vielen die NATO-Propaganda auf fruchtbaren Boden und auf ein offenes Ohr fällt. Die Gegenstimmen, die Verständnis für das Vorgehen Putins in der Ukraine haben, waren in der absoluten Unterzahl. Seit einigen Wochen aber ändert sich das, die Kritiker Selenzkys werden immer mehr.

Nu hat jemand einen Artikel vom März 2020 veröffentlicht, und gerade im rum. facebook, wo man sowas nicht erwartet hätte. Also zu einer Zeit geschrieben, wo keine Rede von einem Krieg in der Ukraine war. Aber dieser Artikel erklärt die Haltung des Westens, und insbesonders das Bestreben der USA, Putin auf den Mond zu schießen.

Der Artikel beginnt mit einem Foto, das genauso bezeichnend ist. Bei einer ähnlichen Veranstaltung im Westen wäre sicher ein Soldat neben dem Präsidenten anwesend, der einen Regenschirm über ihn hält, selbst aber im Regen steht.

https://ibb.co/pXhPPPD

Der Artikel (in grüner Farbe habe ich erklärende Anmerkungen angefügt):

"Wie könnten sie ihn nicht hassen!

Von Cristian Pătrașcu - 16. März 2020

1991 hatte Russland alles, alle Voraussetzungen, alles war bereit für den Ansturm des westlichen wilden Kapitalismus. Diese Zeiten sind so nah und doch so fern... Russland musste die große Beute sein!... Mit all seinen Reichtümern, mit den Diamanten unter dem sibirischen Eis, die ausgebeutet werden mussten, mit dem Gas, das in Joint Ventures geteilt und im Westen verbraucht werden musste, mit den ölreichen Perimetern, die an sie verpachtet werden mussten, mit den weiten fruchtbaren Böden, die von ihnen intensiv ausgebeutet werden mussten, mit all den alten Fabriken und Anlagen, die rentabel gemacht werden mussten. Und nur der Westen konnte all dies tun!... Sie hatten alles und alles wurde ihnen genommen. Wegen... oder deswegen. Wie könnten sie ihn nicht hassen?!

Sie hatten sogar ihren Abenteurer, ihren perfekten Säufer, wie Basescu(ehemaliger rumänischer Präsident und aktuell EU-Abgeordneter), den unverantwortlichen Säufer, mit seiner Familie und seinem Gefolge, der bereit war, alles aufzugeben und zu verkaufen, um die ungezügelten Vorteile der Macht zu genießen. Sie verfügten auch über die Parteien, die Opposition und die Macht, die bereit waren, den Staat in zwei Hälften zu zerreißen und ihn zugunsten derjenigen bloßzustellen, die sie besser finanzierten, und zwar auf beiden Seiten, um sich an der Ausübung der nominellen Führung des Staates zu laben. Sie verfügten auch über eine Zivilgesellschaft, die bereit war, die reale Gesellschaft mit neuen Konzepten und Paradigmen über die uneingeschränkte Ausübung begrenzter Freiheiten und die vorher festgelegte Vielfalt zu stören.

Der IWF war da und "bot seine Hilfe an", Hilfe nach Hilfe, auf die Bedingungen nach anderen Bedingungen folgten, vor anderen Bedingungen, wobei er "profitabel machen", sprich "zerstören", und "effizient machen", sprich "für fast nichts verkaufen" würde. Clinton war dort und versprach ihnen, wie auch den Rumänen: „Stay the course, stay the course, the future is yours!”"Bleibt auf Kurs, bleibt auf Kurs, die Zukunft gehört euch".

Alles lief so gut, wie es nur laufen konnte!

...Aber dann erschien er und der KGB kam hinter die Bühne zurück. Der KGB schaltete sich ein. Mit ihren "unorthodoxen" Methoden. Sie kannten das Spiel, sie wussten, was auf sie zukam. Und das konnten sie nicht zulassen. Sie sagten "Niet! So funktioniert das nicht mit Russland!" Sie erpressten und eliminierten Jelzin. "Hässlich, sehr hässlich", antwortete der Westen, der nicht wusste, was er sonst tun sollte. Sie haben die Zügel in die Hand genommen. Sie entfernten die Oligarchen, die, wie zur gleichen Zeit in Rumänien, versuchten, sich der Macht anzunähern, und sagten, dass politische Macht, die für den Staat und das Volk arbeitet, wirtschaftliche Macht schafft und nicht andersherum.

Putin kam und sagte, Russland sei kein Opfer, sondern eine Großmacht. Es ist nicht käuflich, aber es kann ehrlich assoziiert werden. Er hat vorausgesehen, was passieren würde. Die KGB-ler kannten die Westler zu gut, sie glaubten nicht an ihre "Freundschaft". Und sie sagten "Niet! Dies ist nicht Rumänien, nicht Albanien, nicht Chile, nicht Argentinien, nicht Thailand, nicht Angola und nicht Elfenbeinküste. Sie werden hier nicht dasselbe Vergnügen haben!".

Und der KGB hat die Russen schnell mit der entsprechenden "Mentalität" ausgestattet. Zur gleichen Zeit war in Rumänien derselbe Ausdruck in aller Munde: die "Mentalität", die "geändert" werden müsse. Sie mussten sich mit Selbstkritik beschäftigen und sich für den Kommunismus entschuldigen, während sie erneut ausgeplündert wurden, mehr als während der Nazi-Invasion. Putin sagte ihnen, dass sie stolz auf ihre Arbeit sein sollten und dass sie den Großen Vaterländischen Krieg gewonnen hätten. Putin kam und sagte ihnen, dass sie sich mit der Geschichte versöhnen sollten, um die Rote Armee und die Opfer ihrer Großväter zu ehren. Er organisierte wieder große Paraden...

Er hat alles ruiniert. Großer Stil! Ein grandioser Plan, der die Wall Street, die Londoner City und die New Yorker Börse glücklich gemacht hätte ... Wie könnten sie ihn nicht verachten!

Die Russen, die russischen Vasallen, mit ihren abgehärteten Waffen, sollten auf den Baustellen von London, Paris, München arbeiten, als Träger in den Häfen fungieren, ihre niederen Arbeiten verrichten, wie die Rumänen, Ukrainer, Polen, Slowaken, während ihr Land ein riesiger Absatzmarkt für westliche Fertigprodukte und ein Exportmarkt für billige Arbeitskräfte gewesen wäre. Stattdessen sind die meisten von ihnen zu Hause geblieben, und einige geben Millionen in ihren Urlaubsorten aus ... Wie können sie das nicht hassen!!!

Die russischen Mädchen mussten sich in Amsterdam und Hamburg prostituieren, um als lebendes Fleisch für NATO-Soldaten im Kosovo, in Polen oder Rumänien zu dienen, ebenso wie Rumänen, Ukrainerinnen und Albanerinnen. Um ihren alten Männern den Hintern abzuwischen. Stattdessen blieben sie zu Hause und sind Ehefrauen und Mütter, die zu einer der höchsten Geburtenraten in Europa beitragen, während ihr Westen ausstirbt ... Wie können sie das nicht verachten?!

Russland sollte entvölkert, bankrott, geteilt, unter der ständigen Bedrohung der Abspaltung von Minderheiten, unter dem Reich des politischen und ideologischen Chaos, unter der immer nur vorübergehenden Herrschaft einiger Opportunisten und dann wieder anderer sein. Und in der Zwischenzeit streiten die Russen darüber, welcher Weg der richtige ist ... der Weg der Katastrophe: Liberalismus oder Sozialdemokratie. Putin kam ohne Ideologie, mit der Partei "Einiges Russland" ... Wie könnten sie ihn nicht hassen!!!

Sie hätten "extra" die Westler anrufen müssen, um ihre Probleme zu lösen: Was ist besser, alles zu zerstören und dann mit "strategischen Investoren" wieder aufzubauen oder einfach alles zu zerstören und um Hilfe zu bitten? Der Westen würde helfen, er ist in dieser Hinsicht sehr wohltätig: wenn er weiß, dass er alles wegnehmen kann. Sie haben es in Hunderten von Jahren des Kolonialismus bewiesen! Sie mussten von ihnen neu lernen, wie man fast alles macht und vor allem, wie man fast alles denkt.

...Aber Putin und der KGB kamen und ruinierten alles ...Wie könnten sie ihn nicht hassen!!! Sie haben Milliarden und Abermilliarden verloren, die sie aus einem Russland herausgesaugt hätten, das auf der Suche nach Ruhe und Frieden und dem Weg dazu war und sich treiben ließ. Genau wie wir heute....Wie können sie ihn nicht verachten?

(Betrachtung aus rumänischer Sicht)...Aber warum hassen wir es?! Aus historischen Gründen? Aber wir haben uns so gut mit der Geschichte abgefunden als wir den Verrat des Westens vergaßen, der uns so zynisch wie Churchill den Kommunisten überließ. Warum sollten wir diskriminieren?! Hat uns der Westen nicht gelehrt, nicht zu diskriminieren? Wir haben das so gut angenommen, dass wir vergessen, dass das Paradies, das durch die berühmte "Ankunft der Amerikaner" versprochen wurde, immer noch mehr als 30 Jahre überfällig ist, während sogar das Land unter unseren Füßen nicht mehr das unsere ist und die Politiker die gehorsamen Sklaven des Westens sind. Warum sollten wir nicht auch den Russen verzeihen! Wir leben in der Gegenwart, und wir sollten die Geschichte nicht vergessen und verstehen, aber wir sollten die Gegenwart verstehen, um zu verstehen, was mit uns geschieht ... und mit den Russen!"

Echt toller Artikel, der mal zusammenfassend und verständlich erklärt, was damals in den 90ern tatsächlich abgelaufen ist "Wie könnten sie ihn nicht hassen!"

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 31.07.2022, 10:14 vor 67 Tagen @ helmut-1 3440 Views

Churchill hat doch einmal sinngemäß erklärt, dass WK II deswegen geführt wurde, weil Deutschland und die deutsche Wirtschaft aus dem internationalen Kapitalverkehr und den damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten herausgenommen wurde. Die Gewinne der Wirtschaft blieben in Deutschland!

*Ich finde es nicht, hat einer das passende Zitat parat?

Genau das hat Putin mit Russland gemacht: "Wie könnten sie ihn nicht hassen"!

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Guter Artikel - interessante Sichtweise! Ob Putin das als Staatsmann oder als Mafia Chef erreicht hat ..... in der Sache ändert das nichts, niemand sonst hat es getan (oT)

NST ⌂ @, Südthailand, Sonntag, 31.07.2022, 12:06 vor 67 Tagen @ helmut-1 2364 Views

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Putin "kam" nicht; der KGB "kam" nicht -

Weiner, Montag, 01.08.2022, 19:10 vor 66 Tagen @ NST 1387 Views

- das ist lediglich die Sicht und extrem vereinfachte Ausdrucksweise eines äußeren Betrachters - der den von Helmut zitierten Artikel geschrieben hat und die genaue Mechanik der geschichtlichen Prozesse nicht kennt. Solche vereinfachenden Formulierungen lassen dann die Mythen vom großen Führer und Staatsmann entstehen: er kam, sah und siegte ...

Putin war nach der Entlassung aus dem KGB (Dresden etc.) ein arbeitsloser Apparatschik. Aufgrund persönlicher Verbindungen wurde er bei der Petersburger Stadtverwaltung aufgenommen. Dort geriet er schnell in den Kampf mit der regionalen Russenmafia und hat nur die Möglichkeit gesehen (um zu überleben), mit ihr einen Pakt zu schließen und selbst deren Methoden zu verwenden (es ging um die Ölterminals etc. im Hafen). Er hat dabei Dinge gemacht bzw. machen müssen, die ihn noch heute hinter Gitter bringen könnten (wenn man es alles formal juristisch ansieht).

Als dann sein Petersburger Projekt gescheitert war (sein Chef hat die Wahlen verloren), hat er die Kontakte nach Moskau wieder erneuert. Dort hat man sein Wirken in Petersburg genau analysiert und erkannt, dass das jemand ist, der sowohl überlegt wie hart zugreifen kann. Und so kam eine neue Vereinbarung zustande mit alten Sowjeteliten (KGB, Militär, Strippenzieher hinter den "Parteien") - um das Chaos, das Jelzin und die US-Heuschrecken angerichtet hatten, wieder in Ordnung zu bringen.

Ich möchte nicht wissen, wie viel Leute da umgebracht und unter Druck gesetzt wurden. Noch heute arbeiten einige Faktensammler an den Geschichten mit den gesprengten Hochhäusern, ob die nicht wie 9/11 von Geheimdiensten inszeniert waren, um den Tschetschenienkrieg beginnen zu können (und damit Vorbild wurden für das spätere US/Mossad/Saudi-9/11 in New York). Erst nach 2004 etwa, ist Putin voll und ganz in die Rolle des Staatsmannes geschlüpft - er kann aber bis heute den mafiösen Einschlag und natürlich die KGB-Herkunft nicht abstreiten - und lässt seine Umgebung weiterhin nach deren Techniken arbeiten. Und wenn die unter sich sind, dann nutzen sie den gleichen Wortschatz wie Nixon mit seinen Kumpels ...

Die Motoren aller Staaaten der letzten 6000 Jahre waren MÄNNERBANDEN. Jede Bande hat ihre eigene Farbe und Charakteristik. Manchmals sind es zentralistische Parteistrukturen (KPChina), manchmal sind es Mafia-Strukturen (SS, SA), manchmal sind es Ordensstrukturen (Mittelalter), manchmal korrupte pseudodemokratische spießbürgerliche Akademiker (Herr Dr. Plagiat), manchmal sind es Militärs (Ägypten, Nordafrika etc.), manchmal sind es Männer mit kranken Seelen wie etwa große Teile der katholischen Priesterschaft - aber es waren und bleiben gewalttätige Männerbanden. Und wie gesagt: das sind nur die Motoren. Die Lenkeinrichtungen (Steuer und Zahnstangen ...) sind wieder ein anderes Thema. Und wieder ein anderes sind diejenigen, die auf den Fahrersitzen sitzen ...

Wunderbar geschrieben. Speziell dieser eine Artikel. Ergänzung: Heute werden von diesen "Männerbanden" diverse Frauen als Frontfiguren eingesetzt.... Siehe u.a.

Olivia @, Dienstag, 02.08.2022, 10:51 vor 65 Tagen @ Weiner 1089 Views

Pelosi und H. Clinton. Wobei H. Clinton über Macht verfügt haben soll. Pelosi war wohl eher Geldbeschafferin. Auch unsere "Frauen" in der Politik wurden in der Regel von männlichen Machtzirkeln eingesetzt und dann als "Powerfrauen" bejubelt. Bisweilen gibt es Fotos, die das sehr deutlich zeigen. So auch einige Fotos von Merkl und den personifizierten Powerstrukturen, die sie ins Amt brachten und dort lange hielten.

Aber hier die wunderbare Zusammenfassung:

"...Die Motoren aller Staaaten der letzten 6000 Jahre waren MÄNNERBANDEN. Jede Bande hat ihre eigene Farbe und Charakteristik. Manchmals sind es zentralistische Parteistrukturen (KPChina), manchmal sind es Mafia-Strukturen (SS, SA), manchmal sind es Ordensstrukturen (Mittelalter), manchmal korrupte pseudodemokratische spießbürgerliche Akademiker (Herr Dr. Plagiat), manchmal sind es Militärs (Ägypten, Nordafrika etc.), manchmal sind es Männer mit kranken Seelen wie etwa große Teile der katholischen Priesterschaft - aber es waren und bleiben gewalttätige Männerbanden. Und wie gesagt: das sind nur die Motoren. Die Lenkeinrichtungen (Steuer und Zahnstangen ...) sind wieder ein anderes Thema. Und wieder ein anderes sind diejenigen, die auf den Fahrersitzen sitzen ..."


Die mächtigen Frauen - auch im Westen - agieren hinter den Kulissen, so wie die mächtigen Männer auch. Sie sind unsichtbar. In letzter Zeit wird es jedoch immer unerträglicher, wer als ausführendes Organ präsentiert wird. Offenbar wurde alles auf einen Höhepunkt gestylt.

--
For entertainment purposes only.

Ja und Nein

helmut-1 @, Siebenbürgen, Dienstag, 02.08.2022, 22:58 vor 64 Tagen @ Weiner 966 Views

Bei so manchem stimme ich voll zu. Aber das ändert nichts an der prinzipiellen Marschrichtung.

Ich werde da noch was anfügen, - das ist in englisch. Kannst es ja selbst über deepl. übersetzen. Aber es lohnt sich, das zu lesen.

https://darik.news/en/the-united-states-is-facing-the-eu-and-russia-in-ukraine-over-the...

Ums klar zu sagen: Ich bete Putin nicht an. Aber ich bin davon überzeugt, dass er zu diesem Schritt von den Amis provoziert wurde, weil die eben ganz andere Interessen haben. Die Ukraine musste dafür ganz einfach herhalten.

Dazu passt noch der Artikel:

https://www.bbc.com/news/world-europe-26079957

Übrigens, beide Artikel sind aus dem Jahre 2014, nur so am Rande. Und jetzt würde es mich interessieren, was Du dazu sagst.

Wenn man danach den Artikel liest, den ich schon früher geschrieben habe, dann kann jeder verstehen, was in der Ukraine gerade abläuft

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 12:35 vor 67 Tagen @ helmut-1 3009 Views

Es dreht sich darum:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?mode=entry&id=614554

In der Reihenfolge müsste man diesen Artikel von Pătrașcu lesen, und anschließend den anderen, der gemixt ist und bei dem die maßgeblichen Gedanken von Paul Christie vorherrschen.

Sofern man einen Menschen vor sich hat, der die NATO-Gedanken aufgenommen hat, aber trotzdem noch für ein paar Cent Verstand im Kopf hat, könnte das, wenn er das liest, bewirken, dass er die Welt mit anderen Augen sieht.

Sofern er nicht total von der Propaganda verblödet wurde.

Russtrat: Russland formuliert die Zukunft des globalen Finanzsystems

Ikonoklast @, Federal Bananarepublic Of Germoney, Sonntag, 31.07.2022, 13:43 vor 67 Tagen @ helmut-1 3385 Views

Russland formuliert die Zukunft des globalen Finanzsystems
Die russische Führung ist sich der tektonischen Veränderungen in der Weltordnung bewusst und definiert bereits deren neue Konturen

MOSKAU, 8. Juli 2022, RUSSTRAT-Institut.
Am 8. Januar 2022 wurde in den RUSSTRAT-Materialien mit dem Titel "Globale Trends und Herausforderungen für Russland im Jahr 2022" darauf hingewiesen, dass die Forderungen Russlands nach Sicherheitsgarantien für die Vereinigten Staaten und die NATO den Zusammenbruch der alten Weltordnung anzeigen. Am 23. Januar 2022 wurde in dem Artikel "Russland überschreitet den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt" festgestellt, dass Russland neue Spielregeln für die Welt aufstellt.

Diese Schlussfolgerung wurde am 24. Februar 2022 durch den Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine bestätigt. Eine Änderung der Weltordnung kann jedoch nicht ohne eine Änderung des Finanzsystems erfolgen, und der Zeitpunkt ist gekommen, an dem Russland seine neuen Konturen formuliert.

Am 16. Juni machte Aleksey Miller, Vorsitzender des Gazprom-Vorstandes, während seiner Rede auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum eine Reihe wichtiger Aussagen, die von den westlichen Medien nicht zufällig ignoriert und von den einheimischen Medien meiner Meinung nach nicht gebührend beachtet wurden.

"Wir sind Zeugen des Zusammenbruchs zweier Systeme, zum einen des Systems der Rohstoffmärkte, des Ressourcensystems, und zum anderen - nennen wir es das nominale System - des Systems der Zentralbanken, des Reservesystems", sagte Miller.

Miller erklärte weiter, dass die Zentralbanken der Welt den Nennwert des Geldes durch Zinssätze und Wechselkurse regulieren. Mit diesen nominalen Instrumenten steuern und kontrollieren sie die Nachfrage. Sie kontrollieren jedoch nicht das Angebot auf den Rohstoffmärkten, das Angebot an Rohstoffen und den Umfang dieses Angebots.

"Wir sehen, dass die Dominanz des Dollars schwindet, dass Abrechnungen in nationalen Währungen auftauchen und dass sich letztlich das Paradigma ändert. Und wenn wir uns an das klassische 'Geld-Ware-Geld-Preis'-Schema erinnern - das ist das Bretton-Woods-Paradigma -, dann tritt jetzt eine ganz andere Formel an die erste Stelle - 'Ware-Geld-Ware': Erst haben wir Gas verkauft, dann haben wir es gefördert, unser Produkt - unsere Regeln. Wir spielen keine Spiele, für die wir nicht die Regeln erfunden haben. Jemand sagt: 'Gesetz - Atlantik', und ein anderer sagt: 'Gesetz - Taiga'", so Miller.

Hier sollte klargestellt werden, dass sich die Welt in einem "perfekten Sturm" befindet, eine Krise nicht nur im Finanzsektor zu beobachten ist, im Zusammenhang mit der beschleunigten Inflation des Dollars, es gibt eine Energiekrise, eine Nahrungsmittelkrise, eine Krise der Führung in der Welt als solche.

Unter diesen Umständen werden das System von Bretton Woods, das die Rolle des Dollars als wichtigste Reservewährung festigte, und die nachfolgende Jamaika-Konferenz, die die Abkopplung des Dollars vom Gold festlegte, der aktuellen Situation nicht mehr gerecht.

Der reale Wert des Geldes und insbesondere des Dollars, der nicht durch Sachwerte gedeckt ist, wird ausgehöhlt, und die akzeptierte Bewertung der Gold- und Devisenreserven der Staaten war immer sehr bedingt. Wie viel Gold sich tatsächlich im amerikanischen Fort Knox befindet, ist nicht sicher bekannt. Seit 1971 beruht der Wert des Dollars auf einem allgemeinen Konsens, der durch die Macht der amerikanischen Flugzeugträger unterstützt wird.

Um die Situation zu erklären, gab Miller ein weiteres Beispiel: "Sie können den Zustand Ihres Energiesystems oder Ihres Wirtschaftssystems nicht beschreiben, ohne die Regeln eines bestimmten Rohstoffmarktes zu kennen oder das Volumen des Angebots auf diesem Markt zu kennen. Und in dieser Situation zeigt sich, dass die Institutionen des Bretton-Woods-Systems, die globalen internationalen Institutionen, ihre Bedeutung verlieren. Sie funktionieren nicht und sterben still und leise ab."

"Das Bretton-Woods-System der Nominalwertregulierung sorgt im Gegensatz zur möglichen Kontrolle des Rohstoffangebots für einen starken Inflationsimpuls" - diese Worte von Miller spiegeln sich nun deutlich in den steigenden Öl- und Gasnotierungen wider.

Nach Ansicht des Gazprom-Chefs wird unter diesen Bedingungen die Nachfrage nach Rohstoffen die Nachfrage nach Devisenreserven ersetzen, was an sich schon eine sehr ernste tektonische Verschiebung darstellt. "Die Umrisse der neuen Art von sozioökonomischer Struktur werden natürlich weitgehend von der Russischen Föderation bestimmt, daran besteht kein Zweifel", schloss Miller.

All diese Äußerungen des Gazprom-Chefs hätten wie im Westen ignoriert werden können, aber die von Miller gezogene Schlussfolgerung spiegelte sich in der Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin am nächsten Tag wider. In seiner Rede betonte er, dass sich wirklich revolutionäre, tektonische Veränderungen in der Geopolitik, der Weltwirtschaft, im technologischen Bereich und im gesamten System der internationalen Beziehungen vollziehen.

"Es scheint jedoch, dass die herrschenden Eliten einiger westlicher Staaten sich nur Illusionen hingeben. Sie wollen die offensichtlichen Dinge nicht wahrnehmen, sondern klammern sich beharrlich an die Schatten der Vergangenheit. Sie glauben zum Beispiel, dass die Dominanz des Westens in der globalen Politik und Wirtschaft ein unveränderlicher, ewiger Wert ist. Nichts ist ewig", sagte Putin.

In Bezug auf das enorme Tempo des "Gelddruckens" durch die westlichen Länder und die zunehmende Inflation, die die Gold- und Devisenreserven aufzehrt, sagte Putin:

"Experten zufolge wird in den kommenden Jahren (dies ist eine objektive Analyse) der Prozess der Umwandlung der globalen Reserven - sie haben einfach keinen Platz für solche Defizite - von Währungen, die ihren Wert verlieren - in reale Ressourcen, andere Länder, natürlich, werden dies tun - wie Lebensmittel, Energie, andere Rohstoffe - eingeleitet werden. Es ist offensichtlich, dass dieser Prozess die weltweite Dollar-Inflation weiter anheizen wird."

Alles ist genau so, wie Miller es zusammengefasst hat - die Nachfrage nach Rohstoffen wird die Nachfrage nach Devisenreserven ersetzen, und das Bretton-Woods-System gibt im Gegensatz zu der möglichen Kontrolle über das Angebot an Rohstoffen einen starken inflationären Impuls. Diese Logik der Entwicklung des Prozesses wird also von der politischen Führung des Landes geteilt. Viele Menschen mögen sagen, dass Worte eine Sache sind, aber wirkliche Taten eine andere. Das bedeutet jedoch, dass sie nicht bemerken, was bereits geschieht.

Die Regierung hat eine Entscheidung getroffen, und Gazprom verkauft jetzt Gas für Rubel. Ja, das ist größtenteils eine Folge der irrigen "grünen Agenda" des Westens und seiner schlecht durchdachten Sanktionspolitik. Ja, alle Transaktionen finden unter russischer Gerichtsbarkeit statt, aber allein die Tatsache, dass der Rubel bereits formell durch russisches Gas gedeckt ist, hebt ihn aus dem Paradigma von Bretton Woods heraus.

Angesichts einer drastischen Dollar-Inflation werden sich viele Länder fragen, worauf ihre Währung beruht und wie sie der drohenden Hyperinflation standhalten kann.

So hat Russland bereits das gesamte Bretton-Woods-Finanzsystem in Frage gestellt, und das Programm "Gas gegen Rubel" hat es ermöglicht, den Wert der heimischen Währung zu erhalten und ihn sogar gegenüber dem Dollar zu erhöhen, auch wenn dabei ein Rückgang der Importe in unser Land eine wichtige Rolle gespielt hat.

Wenn wir jedoch einen Schritt zurücktreten und zum alten Paradigma zurückkehren, wird die russische Wirtschaft zusammenbrechen. Vielleicht nicht sofort, aber die "Herren, die die Regeln schreiben", werden früher oder später definitiv Änderungen zu ihren Gunsten vornehmen, und die von Joe Biden angekündigten 200 Rubel pro Dollar könnten Realität werden.

Hoffen wir, dass diejenigen, die zu den alten Bedingungen zurückkehren wollen, die Worte des Präsidenten gehört haben: "Und es ist ein Irrtum zu glauben, dass man die Zeit der schnellen Veränderungen aussitzen, abwarten kann, dass angeblich alles wieder normal wird, dass alles wieder so wird wie vorher. Das wird nicht passieren."

Die Bedeutung all dieser Aussagen kann kaum überschätzt werden, denn Russland ist das erste Land, das ein Konzept für die Zukunft des globalen Finanzsystems formuliert hat, in dem die Rolle aller bekannten Finanzinstitute auf die Ebene eines bloßen Übertragungsglieds abgesenkt werden soll.

Wir wissen noch nicht, wie das neue Finanzsystem in der Realität aussehen wird, welchen Platz Swaps, Tauschhandel und Regionalwährungen dort einnehmen werden. Der russische Präsident hat bereits angekündigt, dass die Frage der Schaffung einer internationalen Reservewährung auf der Grundlage eines Währungskorbs der BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) derzeit geprüft wird, und vorgeschlagen, dass sich andere BRICS-Länder an das Finanznachrichtenübermittlungssystem der russischen Zentralbank als Alternative zu SWIFT anschließen.

Russland bewirbt sich also nicht allein um eine Änderung des globalen Finanzsystems, sondern "interessierte Parteien" in Form der BRICS und anderer Länder, die nicht mit einer riesigen Schuldenlast belastet sind, können ebenfalls zu diesem Prozess beitragen.

Natürlich wird der Zusammenbruch der Weltreservewährung nicht von heute auf morgen erfolgen, denn zu viele Vermögenswerte sind in Dollar denominiert und niemand will ihren Wert dramatisch verlieren. Angesichts des drohenden Zusammenbruchs des Welthandels aufgrund von Sanktionen und protektionistischen Elementen wird sich die Frage der Regionalwährungen jedoch verschärfen.

Die Tatsache, dass Russland all diese Fragen bereits anspricht, stimmt uns zuversichtlich, dass unser Land die Konturen der neuen Weltordnung wirklich bestimmen wird.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Grüße

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Welcome to an age of "Scorched Earth Erotica"
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Das ist reinster Marxismus. G - W - G`. Der "`" ist der Profit. (wo allerdings das zusätzliche Geld herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten nicht begriffen. Das wurde erst durch den Debit

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 31.07.2022, 16:47 vor 67 Tagen @ Ikonoklast 2223 Views

"Wir sehen, dass die Dominanz des Dollars schwindet, dass Abrechnungen in nationalen Währungen auftauchen und dass sich letztlich das Paradigma ändert. Und wenn wir uns an das klassische 'Geld-Ware-Geld-Preis'-Schema erinnern - das ist das Bretton-Woods-Paradigma -, dann tritt jetzt eine ganz andere Formel an die erste Stelle - 'Ware-Geld-Ware': Erst haben wir Gas verkauft, dann haben wir es gefördert, unser Produkt - unsere Regeln. Wir spielen keine Spiele, für die wir nicht die Regeln erfunden haben. Jemand sagt: 'Gesetz - Atlantik', und ein anderer sagt: 'Gesetz - Taiga'", so Miller.

Das ist klassischer Marxismus. G - W - G`. Geld - Ware - Geld`. Am Ende erlöst der kapitalistische Ausbeuter mehr Geld, als er eingesetzt hat. Wo jedoch das zusätzliche Geld herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten nie begriffen. Nach marxistischer Doktrin entsteht der " ` " dadurch, dass die Arbeit des Arbeiters unter ihrem Wert bezahlt werde, dass die Arbeiter durch die gesellschaftliche Art der Produktion (es arbeitet nicht jeder Arbeiter für sich alleine, sondeern gesellschaftlich in einer Fabrik organisiert)weniger Geld als Lohn erhielte, als die Produkte, die sie erzeugt hätten, wert wären; also durch Ausbeutung.

Eine Geldsumme kann sich von der andren Geldsumme überhaupt nur durch ihre Größe unterscheiden. Der Prozeß G-W-G schuldet seinen Inhalt daher keinem qualitativen Unterschied seiner Extreme, denn sie sind beide Geld, sondern nur ihrer quantitativen Verschiedenheit. Schließlich wird der Zirkulation mehr Geld entzogen, als anfangs hineingeworfen ward. Die zu 100 Pfd.St. gekaufte Baumwolle wird z.B. wieder verkauft zu 100 + 10 Pfd.St. oder 110 Pfd.St. Die vollständige Form dieses Prozesses ist daher G-W-G', wo G' = G + delta G, d.h. gleich der ursprünglich vorschossenen Geldsumme plus einem Inkrement. Dieses Inkrement oder den Überschuß über den ursprünglichen Wert nenne ich - Mehrwert (surplus value). Der ursprünglich vorgeschoßne Wert erhält sich daher nicht nur in der Zirkulation, sondern in ihr verändert er seine Wertgröße, setzt einen Mehrwert zu oder verwertet sich. Und diese Bewegung verwandelt ihn in Kapital.
Es ist zwar auch möglich, daß in W-G-W die beiden Extreme W, W, z.B. Korn und Kleider, quantitativ verschiedne Wertgrößen sind.

https://webs.ucm.es/info/bas/de/marx-eng/kapital1/cap4.htm

Wo allerdings das zusätzliche Geld, also der Mehrertrag, den der Kapitalismus verlangt, herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten jemals begriffen. Diese Frage wurde erst durch den Debitismus geklärt.*)

*) Mit dem Nebeneffekt, kommt es zu einer Stockung der Produktion, aus welchen Gründen auch immer, dann schwindet rapide der Wert des Geldes und der Schulden und der Wert des Kapitals. Das werden wir demächst sehen.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Da fallen mir zwei Varianten dazu ein, wie man das GWG durchbrechen kann

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 17:30 vor 67 Tagen @ Mephistopheles 2064 Views

bearbeitet von helmut-1, Sonntag, 31.07.2022, 17:51

Ich sag es gleich zu Beginn, ich begebe mich auf dünnes Eis, weil ich über ein Thema rede, das sicher nicht meine Spielwiese ist.

Du schreibst:
.....dadurch, dass die Arbeit des Arbeiters unter ihrem Wert bezahlt werde, dass die Arbeiter durch die gesellschaftliche Art der Produktion weniger Geld als Lohn erhielte, als die Produkte, die sie erzeugt hätten, wert wären; also durch Ausbeutung.

Folgender Fall:

Ich hab ein Auto, das äußerlich auf Vordermann gebracht werden muss. Mein Nachbar ist Karosseriespengler und hat eine Spritzkabine. Aber er hat auch eine Einfahrt, deren Betonbelag sich schon in Wohlgefallen auflöst.

Ich einige mich mit dem Nachbar darauf, dass ich seinen Hof pflastere und er mein Auto unter die Fittiche nimmt. Geld läuft da keines zwischen den beiden Personen.

Wobei es da noch unterschiedliche Varianten gibt, - entweder bezahlt jeder die notwendigen Materialien für seine Arbeit selbst, oder der Leistungsempfänger bezahlt sie (immer dann der Fall, wenn die Materialien im Gegengewicht der Kosten zu ungleich sind).

Ist hier in Rumänien gebräuchlich, auf diese Art und Weise habe ich mir im Winter auch schon mal ein Schwein vom Bauern gekauft.

Der andere Fall:

Es gibt Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In handwerklichen Berufen, wo man sich das technisch erlauben kann, gehen immer mehr Arbeitgeber dazu über, ihr eigener Arbeitnehmer zu werden. Das hängt mit der zunehmend mangelhaften Berufskenntnis, der mangelnden Arbeitseinstellung der Beschäftigten (jeder glaubt, ein Betrieb ist eine soziale Einrichtung, wo irgendwo ein Faß steht, aus dem man immer Geld herausholen kann und das niemals leer wird), den immer höher werdenden Abgabenbelastungen und den zunehmenden Reklamationen der Kunden zusammen.

Das heißt, der Selbständige (ich erläutere das Wort "Selbständig":= Selbst und ständig zu arbeiten) beschäftigt niemanden mehr, sondern nimmt nur mehr Aufträge an, die er alleine ausführen kann. Er berechnet aber seinen Kunden immer noch die alten Preise wie vorher, als er noch Leute angestellt hatte.
Der Effekt: Die Gewinnmarche erhöht sich deutlich und die Nervenbelastung reduziert sich. Die Zahl dieser Selbständigen ist am Steigen, - zumindest hier in Rumänien.

Interessante Geschichten aus der Geschichte

Mephistopheles @, Datschiburg, Sonntag, 31.07.2022, 18:20 vor 67 Tagen @ helmut-1 1966 Views

Ich hab ein Auto, das äußerlich auf Vordermann gebracht werden muss. Mein Nachbar ist Karosseriespengler und hat eine Spritzkabine. Aber er hat auch eine Einfahrt, deren Betonbelag sich schon in Wohlgefallen auflöst.

Ich einige mich mit dem Nachbar darauf, dass ich seinen Hof pflastere und er mein Auto unter die Fittiche nimmt. Geld läuft da keines zwischen den beiden Personen.

Bis euch das Finanzamt dahinterkommt. [[zigarre]]

Das erinnert mich an die Zeit vor der Währungsreform. Hatte ein Bäuerle einen Traktor zu reparieren in der KFZ-Werkstatt, aber das Geld war nichts wert. Bezahlt wurde also mit einer halben Sau.

Wobei es da noch unterschiedliche Varianten gibt, - entweder bezahlt jeder die notwendigen Materialien für seine Arbeit selbst, oder der Leistungsempfänger bezahlt sie (immer dann der Fall, wenn die Materialien im Gegengewicht der Kosten zu ungleich sind).

Ist hier in Rumänien gebräuchlich, auf diese Art und Weise habe ich mir im Winter auch schon mal ein Schwein vom Bauern gekauft.

Der andere Fall:

Es gibt Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In handwerklichen Berufen, wo man sich das technisch erlauben kann, gehen immer mehr Arbeitgeber dazu über, ihr eigener Arbeitnehmer zu werden. Das hängt mit der zunehmend mangelhaften Berufskenntnis, der mangelnden Arbeitseinstellung der Beschäftigten (jeder glaubt, ein Betrieb ist eine soziale Einrichtung, wo irgendwo ein Faß steht, aus dem man immer Geld herausholen kann und das niemals leer wird), den immer höher werdenden Abgabenbelastungen und den zunehmenden Reklamationen der Kunden zusammen.

Das war in den 60er-Jahren der Fall, wo sich Handwerker selbständig machten und sich plötzlich ein Haus mit 1.000qm Grund leisten konnten, woran mit dem Arbeitslohn niemals zu denken war und wovon man sich höchstens eine 2ZKB-Wohnung von 60qm leisten konnte und die Steuerbelastung betrug ~10% vom Verdienst.

Das heißt, der Selbständige (ich erläutere das Wort "Selbständig":= Selbst und ständig zu arbeiten) beschäftigt niemanden mehr, sondern nimmt nur mehr Aufträge an, die er alleine ausführen kann. Er berechnet aber seinen Kunden immer noch die alten Preise wie vorher, als er noch Leute angestellt hatte.
Der Effekt: Die Gewinnmarche erhöht sich deutlich und die Nervenbelastung reduziert sich. Die Zahl dieser Selbständigen ist am Steigen, - zumindest hier in Rumänien.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

O.k., hier in RO ist das sowieso egal, da fragt kein Schwein danach

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 18:44 vor 67 Tagen @ Mephistopheles 1786 Views

Bis euch das Finanzamt dahinterkommt.

Aber hier geht es um Dienstleistung gegen Dienstleistung. Ich hab keine Ahnung, aber würde das in D nicht unter den Begriff "Nachbarschaftshilfe" fallen?

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass da das Finanzamt was zu melden hat. Ich könnte ja noch zwei andere Begriffe gebrauchen. Zum einen könnte ich das als Hobby hinstellen, dem ich in meiner Freizeit nachgehe, und zum anderen könnte ich das noch als Ausstellungstück (Werbeträger) bezeichnen, und die damit verbundenen Ausgaben einkommensmindernd ansetzen.

Möglicherweise wollte Miller auf die Deckung von Krediten hinaus.

nereus @, Sonntag, 31.07.2022, 17:38 vor 67 Tagen @ Mephistopheles 2061 Views

Hallo Meph!

Du schreibst: Das ist klassischer Marxismus. G - W - G`. Geld - Ware - Geld`.
Am Ende erlöst der kapitalistische Ausbeuter mehr Geld, als er eingesetzt hat. Wo jedoch das zusätzliche Geld herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten nie begriffen.

Ja, aber es stellt sich die Frage, ob Miller so verstanden werden wollte.
Er sagte ja:

Erst haben wir Gas verkauft, dann haben wir es gefördert, unser Produkt - unsere Regeln.

Erst wurde verkauft und dann wurde gefördert.
Wie die Käufer zum Geld kommen, interessiert an dieser Stelle nicht, auch wenn das für diesen nicht unerheblich ist.

Miller verglich das alte System mit dem neuen.
Bretton Woods = Geld-Ware-Geld-Preis
BRICS Version = Ware-Geld-Ware

Diese Schemen bilden nur bedingt die Verhältnisse ab.

Bretton Woods verlangte Zahlungen in US-Dollar, die bei Systemgründung noch in Gold gewandelt werden konnten.
Daraus folgte, daß halsbrecherische Kreditlinien des Währungshüters bestraft werden konnten durch Goldabfluß als Kreditbremse.
D.h. wenn die Amis alles Gold hätten ausliefern müssen, wäre die Veranstaltung zu Ende gewesen und der Dollar wäre in die Grube gefahren.

Diese Einlöse-Garantie wurde durch die Amis im August 1971 aufgehoben, als der Dollar bereits 25 Jahre den internationalen Geschäftsverkehr dominierte.
Ein Regelbruch sondergleichen, doch Macht bricht in der Regel die Regeln. [[zwinker]]

Deine Marx-Geschichte hat bei dieser Betrachtung wenig bis nichts zu suchen, denn darum ging es Miller nicht.

Miller meinte – zumindest verstehe ich ihn so – daß die USA einfach Geld in die Welt nach Belieben schicken können, weil der Rest des Planeten den US-Dollar benötigt, um überhaupt Rechnungen zahlen können.
Es geht also um die Währungshoheit und nicht um schuldgedecktes Geld an sich.

Jetzt wollen die BRICS-Staaten wieder eine Deckung einführen, die auf Rohstoffen und Edelmetallen basiert, also in etwa das, was vor August 1971 galt, aber sich damals ausschließlich auf Gold bezog.
Ob das funktioniert, werden wir sehen.

Im Artikel lesen wir auch: Der reale Wert des Geldes und insbesondere des Dollars, der nicht durch Sachwerte gedeckt ist, wird ausgehöhlt, und die akzeptierte Bewertung der Gold- und Devisenreserven der Staaten war immer sehr bedingt. Wieviel Gold sich tatsächlich im amerikanischen Fort Knox befindet, ist nicht sicher bekannt. Seit 1971 beruht der Wert des Dollars auf einem allgemeinen Konsens, der durch die Macht der amerikanischen Flugzeugträger unterstützt wird.

Wenn Du schon mit neuen Krediten (fehlendem Geld) argumentierst, dann solltest Du auf die fehlende Deckung des Greenbacks verweisen, die nur durch das militärische Argument in Schach gehalten wird, was eigentlich mit Ökonomie nicht mehr viel zu tun hat.

mfG
nereus

Russland hauptsächlich an langfristigen Lieferverträgen interessiert

Ikonoklast @, Federal Bananarepublic Of Germoney, Sonntag, 31.07.2022, 18:55 vor 67 Tagen @ nereus 2078 Views

Putin hat auf irgendeinem seiner Treffen mal sinngemäß gesagt:

Russland ist hauptsächlich an langfristigen (Gas-)Lieferverträgen interessiert, dann für die Exploration und Erschließung von Gasfeldern muss massiv Knete in die Hand genommen werden (Vorfinanzierung). Deshalb liegt es nicht im Interesse Russlands kurzlaufende Lieferverträge abzuschließen, eher 4 Jahre Plus X...

Hier was beim Anti-Spiegel, leider finde ich die übersetzte Rede nicht mehr:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/die-schizophrenie-der-eu-in-sachen-erdgas-und-green-deal/

Weitere damals eingeführte Reformen betrafen den Handel mit Gas. Da die europäischen Gasreserven schwinden und keine neuen Gasfelder in Europa mehr erschlossen werden, hat die EU-Kommission die Rahmenbedingungen geschaffen, um von langfristigen Lieferverträgen zum kurzfristigen Börsenhandel von Gas überzugehen. Langfristige Verträge sind für die Gasförderer wichtig, weil sie auf dieser Basis die hohen Kosten der Erschließung besser kalkulieren können.

____

Miller verglich das alte System mit dem neuen.
Bretton Woods = Geld-Ware-Geld-Preis
BRICS Version = Ware-Geld-Ware

Es muss dann eher heißen:

BRICS Version = Ware (ein Teil) - Geld - Langfristiger Vertrag - Kredit für russ. Unternehmen zur Exploration/Erschließung - (mehr) Ware - Geld (ausegmachter Preis lt. Vertrag)

oder so ähnlich. Aber da muss einer unserer Geldtheorie- oder Vorfinanzierungsspezialisten ran...

--
Grüße

---
Welcome to an age of "Scorched Earth Erotica"
[image]

Zur Erinnerung: Karl Marx war ganz nah dran!

Ostfriese @, Sonntag, 31.07.2022, 18:54 vor 67 Tagen @ Mephistopheles 2217 Views

Hallo Mephistopheles

So

Wo allerdings das zusätzliche Geld, also der Mehrertrag, den der Kapitalismus verlangt, herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten jemals begriffen. Diese Frage wurde erst durch den Debitismus geklärt.*)

ist es.

Karl Marx beantwortete die Frage:

"Wie kann nun die ganze Kapitalistenklasse beständig 600 Pfd. St. aus der Zirkulation herausziehn, wenn sie beständig nur 500 Pfd. St. hineinwirft?",

die er in der Mitte der Seite 332 in 'Das Kapital - Kritik der politischen Ökonomie, Zweiter Band: Der Zirkulationsprozeß des Kapitals'

https://marxwirklichstudieren.files.wordpress.com/2012/11/mew_band24.pdf

stellte, auf Seite 335 unten mit:

"In der Tat, so paradox es auf den ersten Blick scheint, die Kapitalistenklasse selbst wirft das Geld in Zirkulation, das zur Realisierung des in den Waren steckenden Mehrwerts dient. Aber notabene: sie wirft es hinein nicht als vorgeschoßnes Geld, also nicht als Kapital. Sie verausgabt es als Kaufmittel für ihre individuelle Konsumtion. Es ist also nicht von ihr vorgeschossen, obgleich sie der Ausgangspunkt seiner Zirkulation ist."

Carmen Losmann führt in ihrem Dokumentarfilm 'Oeconomia' ohne Hinweis auf Karl Marx aus:

"Jetzt nehmen die Unternehmen eine bestimmte Geldmenge als Kredit auf, sagen wir mal 500 Euro, um es einfacher zu sagen, die sind dann im Umlauf aber das Unternehmen will 600 Euro einnehmen, also 100 Euro Gewinn machen."

Peter Praet – von 2012 bis 2019 Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank – antwortet:

"Wir schaffen Geld. Das geschieht sozusagen elektronisch. Wir schreiben den Konten den Betrag gut. Das werden die Leute wieder nicht verstehen. Ich verbildliche das mal – das ist jetzt ohne Kamera: Ich könnte sagen: Ich drucke Geldscheine. Aber das ist nur ein Bild, so machen wir das nicht, das macht das Banksystem."

Offensichtlich ist von den EZB Ökonomen auch kein Erkenntnisgewinn zu erwarten.

Die richtigen Antworten gelingen erst mit Paul C. Martins Debitismus als Beschreibung, was sich ergibt, sofern Schulden im System existieren, und dessen Kern die Machttheorie ist. Der Nachschuldner, dessen Suche mit Unsicherheit und Ungewissheit verbunden ist, ist zur Realisierung des Mehrwertes von 100 Euro zwingend nötig - er schuldet den Mehrwert. Gelingt es nicht, einen Nachschuldner zu stellen, kommt es unvermeidbar zur Krise. Das ist der kapitalistische Kettenbrief. Paul C. Martin: "Kredit auf Kredit - es funktioniert so lange, bis es nicht mehr funktioniert.

Dottore schreibt in https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=74608

Woher kommt das Geld für die Zinsen? Es ist definitiv nicht vorhanden. Die Zinsen können deshalb nur bezahlt werden, indem in gleicher Höhe neue Schulden gemacht werden. Und später die Zinsen auf diese Schulden auch. Und so immer weiter.

Das ist der Motor der kapitalistischen Wirtschaft! Immer fehlt das Geld, um die Zinsen zu bezahlen, weil alles vorhandene Geld bereits doppelt verbucht ist. Um neues Geld zu schaffen, müssen neue Kredite/Schulden her. Für den Gewinn gilt natürlich dasselbe.

Marx hatte wohl schon in seiner 'Zusammenbruchstheorie' mit der 'fallenden Profitrate' bei zunehmender Akkumulation erkannt, dass - je mehr Kapital eingesetzt wird -, desto geringer (relativ) die Rendite wird.

Er war von den Geldsendungen seines Freundes Engels abhängig. Engels war bis zum Verkauf seines Besitzes selbst kapitalistischer Unternehmer. Danach lebte er von den Zinsen aus britischen 'Consols' - also aus 'arbeitslosem Einkommen'.

Gruß - Ostfriese

Marx

Heinz @, Sonntag, 31.07.2022, 21:04 vor 66 Tagen @ Mephistopheles 1768 Views

Ich weiß nicht woher die meiner Ansicht nach durch nichts gerechtfertigte Verehrung für Marx kommt. Er war ein Betrüger, ein Gaukler, ein Schwindler vor dem Herrn. Dasjenige, das an seinen Aussagen richtig ist, hat er bei anderen Autoren gestohlen und mit bombastischen Worthülsen umgeben. Nichts an seinen Kernaussagen stimmt, weder die Arbeitswerttheorie, noch sein Dialektischer Materialismus.
Grüße Heinz

--
Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?

Zustimmung! Marx ist ein lancierter Scharlatan - und die ihm auf den Leim gehen verschwenden ihre Lebenszeit

solstitium @, Sonntag, 31.07.2022, 22:18 vor 66 Tagen @ Heinz 1727 Views

Besser als Du es sagts, kann man es kaum formulieren.

Letztlich kriegt man aber die Ziele des Konvertiten Marx schnell heraus, wenn man eruiert, von wo er kommend, zum Katholizismus hin konvertierte und was der Sinn das Wesen derer ist, die nicht konvertieren mussten.

Bei den Bolschewiken war das eindeutig zu erkennen, bei den Marxisten haben es viele zu ihren eigenen Lebzeiten NIEMALS herausbekommen.

Marx predigte etwas, was sich Komminusmus nannte aber nichts als ein verkappter Kapitalismus war und ist.

Und wie der Hase heute läuft, merkt doch jeder, dass eben die Nutzniesser, die in der Endphase des Kapitalismus in einen Quasikommunismus hinüberschlüpfen ein und dieselben sind - Warburg Schiff Rockefeller Soros und Co.

Marx war mittelbar deren Lohnschreiber und auch ne arme Sau, zumal drei seiner Kinder Selbsmord begingen.

Faktisch kann man Marx Geschreibsel auf den Punkt der Sunzi Regel nach 1 Minute entlarven.

Wie?
Nun, an wen wendet sich der Kommunismus?
An die Arbeitnehmer - also die Masse der Menschen.
Warum an die Masse?
Weil sich die personell sehr schlanke Obrigkeit freilich vor nichts als der Masse fürchtet.
Also gibt sie ihr ein Brotkrumen, die Kommunistische Ideologie - Alles wird Allen gehören - aber bis dahin gehört freilich Niemandem irgendwas, sondern alles mir, dem Geldgeber.

Aber der taucht beim Marxismus , hoppla, gar nicht auf, den gibts gar nicht!

Sunzi: erkenne Deinen Feind!

Denn wer wird den Arbeitnehmern als Feind vor die Nase gehalten?

Der PHÖSE PHÖSE Arbeitgeber also Derjenige, der ihm mit Lohn und Brot versorgt seine Existenz überhaupt ermöglicht!
Ja und nicht etwa der fremde irgendwelche Leute irgendwo beschäftigende Arbeitgeber, nein sondern der EIGENE Arbeitgeber sei Dein (einziger) Feind - Du Arbeiter.

Hat man was Dümmeres je gehört?

Kaum!
Das aber ist der Kern des Marxismus (Kommunismus)

Eine gänzlich andere Gesellschaftsordnung hingegen erklärt auf den Punkt genau, dass der Feind beider, der sie knapp haltende FINANZIERER ist.

Aha!

Und diese Gesellschaftsform fand, zur Freude aller (arbeitenden) Beteiligten, eine Lösung, gänzlich ohne den Finanzierer wirtschaften zu können.

Und das ist der Kern der Auseinandersetzung seit hundert Jahren.

Mittlerweile ist die Verblödung in einem solch gewaltigem Maß per Reeducation vollzogen, dass von der thumben Masse schier Niemand mehr übrig ist, dem das bekannt ist, und auch Niemand der dahingehend überhaupt nachzudenken eine Recherche zu beginnen!

Denn man muss das Rad an dieser Stelle nicht neu erfinden, es wurde alles schon gesagt und niedergeschrieben!

Aber für Jene, die darüber den Mantel des Schweigens legten, läuft es allerbestens!

Denn es gibt eine Konstante. Die Konstante des pluralen Vergessens der Richtung wo man die Antwort findet!

Und da das ein seit Jahrtausenden funktionierendes System zu sein scheint, ändert sich an dieser Vorgehensweise auch nichts - weil Diejenigen, die es wert sind sich aus dem Schlammassel zu erheben schlicht nicht existieren - es gibt nur noch Lappenverhüllte DauerInjektionsGenexperimentteilnehmende - also Leute die mit sich selbst zu Hause russisch Roulette spielen mangels sonstiger Ideen respektive absoluter anerzogener und damit tatsächlich gegebener Leere zwischen den Ohren.

Ich denke es wird Zeit, sich nach nem neuen Planeten umzusehen, denn auf dem hier, wird das nichts mehr!

Die einen haben trotz bester Vorsätze versagt und die Überlebenden sind es nicht würdig, das geistig evolutionäre Erbe anzutreten.

Im Versagen, ich wiederhole es, steckte der Kardinalsfehler, dass man keine Lösung für ALLE erdacht hat.

Denn hätte es diese Lösung gegeben, hätte sich die ausgeschlossene Gruppe nicht ans Bein gepisst gefühlt und ihre Möglichkeiten schlussendlich (über den heutigen Tag hinaus) nicht durchgezogen - da es aber anders war, zieht sie sie durch - heute freilich mehr auf den rebellierenden geistigen (sich selbst darüber unbewussten) Erben als Hauptfeind ausgerichtet.

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
[image]

"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

Doch, es wurde inzwischen begriffen ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 02.08.2022, 13:52 vor 65 Tagen @ Mephistopheles 1116 Views

bearbeitet von Beo2, Dienstag, 02.08.2022, 14:17

Das ist reinster Marxismus. G - W - G`. Der "`" ist der Profit. (wo allerdings das zusätzliche Geld herkommen soll, hat Marx und keiner seiner Adepten nicht begriffen.

Das ist richtig .. und trifft gleichermaßen auf den ZINS wie auch auf die übrigen monetären Profite (Rendite) aller Art zu.

Das wurde erst durch den Debit >[-ismus geklärt !? - Anm.v. Beo2]

Nein, wurde es nicht.
Die Altdebitisten haben nicht begriffen, dass einer gesunden VW die Neuschuldner prinzipiell niemals ausgehen können oder müssen. Warum nicht : Weil die Altschuldner, die bereits ihren Kredit (samt Zins) getilgt haben, prinzipiell wieder als Neuschuldner zur Verfügung stehen = Prinzip Fahrradkette:

Warum kann man mit einer 1,4 Meter langen Fahrradkette (= Schuldnerkette) Zehntausende Kilometer auf dem Fahrrad (= VW) zurücklegen ? Weil sie GESCHLOSSEN ist.

Außerdem, altersbedingt ausscheidende Altschuldner (Kettenglieder) werden im laufenden Betrieb durch jungen Nachwuchs ersetzt. Die Kette wird also laufend erneuert.

Und weiter: Kredite werden weder "alle gleichzeitig aufgenommen", noch "gleichzeitig getilgt" .. ganz ähnlich, wie es auch bei der Fahrradkette der Fall ist : Sie sind alle gegeneinander etwas zeitversetzt. Dies führt dazu, dass IMMER genügend Geld für die täglichen Zinszahlungen vorhanden ist.
Der ZINS geht dabei via die Betriebsausgaben und den Lebensunterhalt der Zinsnehmer wieder (hoffentlich vollständig) in den Kreislauf zurück.

Mit Gruß, Beo2

PS: Sie hören gerade den Sender Debitismus 2.0

Fahradkette wird nicht durch Einzelglieder erneuert, sondern immer GANZ: ==> quasi der Reset!

Reffke @, Dienstag, 02.08.2022, 14:05 vor 65 Tagen @ Beo2 1042 Views

Sorry, auf die schnelle... OT

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Ich rede aber von der SCHULDNERKETTE. [oT]

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 02.08.2022, 14:06 vor 65 Tagen @ Reffke 972 Views

.

--
Eine jede KULTUR, d.h. ihre Geschichte, Sprache, Sitten & Bräuche, Traditionen, Kunst, Religion, Wirtschaft etc. verschwindet normalerweise nicht plötzlich, sondern Scheibchen für Scheibchen .. insb. als Folge der Gleichgültigkeit ihrer Mitglieder.

Das finde ich mehr als interessant

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 31.07.2022, 17:49 vor 67 Tagen @ Ikonoklast 2413 Views

Nicht nur diese Ausführungen, auch die Rede in Petersburg. Natürlich ist es für mich erklärbar, warum das bei der Berichterstattung im Westen unter den Tisch fällt. Es ist nicht nur etwas, was dem Westen nicht gefällt, sondern das auch in der Lage ist, wenns funktioniert, dem Westen das Wasser abzugraben.

Regierung und die ihr hörigen Medien sind eines, aber Fachleute in der Wissenschaft und auf den Hochschulen, das ist was anderes. Ich habe diesen Text an die Wirtschaftsuniversität in Wien geschickt (vorheriger Name "Hochschule für Welthandel) mit der Bitte, mir darüber links zu nennen oder Unterlagen per Mail zu schicken, wenn sich mit diesem Thema bereits Leute befasst haben. Entweder in einer Studie oder vielleicht in einer Diplomarbeit oder Dissertation.

Bin gespannt, ob ich Antwort kriege. In Österreich hat man keine Berührungsängste mit den Russen. Dadurch, dass mehrere internationale Organisationen ihren Sitz in Wien haben, wo auch die Russen mit drin sind, (z.B. IAEA, OPEC, etc.) gibt es ein Wohnviertel, in dem hauptsächlich Russen leben. Angestellte dieser Organisationen, Botschaftsangehörige, etc. Dazu haben sich in den "besseren" Bezirken zunehmend Russen verschiedeen Nobelvillen gekauft. Vor allem Hietzing (= 13. Bezirk)

https://www.diepresse.com/1379505/hietzing-snobistisch-aber-nur-ein-bisschen

Der Westen hätte Russland als wirtschaftlich zu erschliessendes Neuland dringend gebraucht...

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 05.08.2022, 11:32 vor 62 Tagen @ helmut-1 916 Views

bearbeitet von sensortimecom, Freitag, 05.08.2022, 11:37

.. weil die "kreative Zerstörung" (im Sinne Schumpeters) in den 80er und 90er ins Stocken geraten war. Sprich: der Output an echten NEUHEITEN seitens der Erfinder konnte immer weniger mit den ungeheuren Ansprüchen des internationalen Finanzsystems Schritt halten. Der Debitismus verlangte danach, es wurde aber zu wenig geliefert. Russland hätte dafür in die Bresche springen sollen, hat es aber unterlassen. Es wollte kein "Opferlamm" werden...

Das war der Auslöser für die Katastrophe, der wir uns heutzutage gegenüber sehen.

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