Ukraine Krieg – aktueller Stand und Perspektive

nereus @, Montag, 27.06.2022, 17:42 vor 49 Tagen 7163 Views

Da sich die Stimmen mehren, daß der Kriegsverlauf eine Wendung bekommen hätte und Russland einer Niederlage entgegen strebt, hier mal eine Bewertung von einem der etwas Ahnung haben dürfte.

Jacques Baud, Ex-Oberst des Generalstabs, Ex-Mitglied des strategischen Nachrichtendienstes der Schweiz

Das ist ziemlich lang und ich beschränke mich auf wesentliche Details – das ist aber auch schon lang. [[zwinker]]
Wer es genau wissen möchte, nutze bitte den unten stehenden Verweis.

Wenn man bedenkt, dass die ukrainischen Streitkräfte zu diesem Zeitpunkt 200.000-250.000 Mann stark waren, stellt man fest, dass die Russen mit einer insgesamt drei- bis viermal kleineren Streitmacht angriffen.
Im Donbass kann das Kräfteverhältnis auf 1 (Koalition) zu 2 (ukrainische Streitkräfte) geschätzt werden.
..
In Phase 1 begann die russische Koalition ihre entscheidende Operation im Donbass, während im Raum Kiew und Saporoschje Formierungsoperationen durchgeführt wurden. Mit der Einkesselung der letzten Einheit der Neonazis in Azovstal am 28. März galt dieses Ziel als erreicht und wurde laut Financial Times von der Liste der russischen Ziele gestrichen.
Dies ermöglichte es der russischen Führung, zu Phase 2 überzugehen:
Sie konnte Kräfte aus Mariupol abziehen und ihre Anstrengungen auf das Ziel der Entmilitarisierung im Donbass konzentrieren.
Da die russische Führung nun in der Lage war, in ihrem entscheidenden Operationsgebiet eine Überlegenheit zu erzielen, beschloss sie, Truppen aus dem Kiewer Sektor abzuziehen, um ihr Dispositiv im Süden des Landes zu verstärken. Russland nutzte die Gelegenheit, um diese operative Bewegung als Geste des guten Willens im Rahmen der Verhandlungen in Istanbul zu verkaufen.

Quelle: https://overton-magazin.de/krass-konkret/stand-der-militaerischen-lage-in-der-ukraine-a...

Wurden die Russen nicht vor Kiew vertrieben? Das sagte zumindest die Tagesschau.

Nach Angaben des Pentagons haben die Russen in diesem Gebiet nur etwa 20.000 bis 25.000 Mann stationiert.
Zum Vergleich: Für die Eroberung der wesentlich kleineren Stadt Mariupol hatten sie schätzungsweise 40.000 Mann eingesetzt.

Klarer Fall von Fehlplanung im Kreml.
Wahrscheinlich hatte die Putzfrau wieder den Rechenrahmen „Stschoty“ versemmelt und die Bleistifte und Notizblöcke waren wegen der Sanktionen nicht verfügbar.

[image]

Es ist wahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit, mit der die Koalition vorrückt, die Erwartungen einiger Russen enttäuscht hat.
Das westliche Narrativ des Blitzkriegs ist wahrscheinlich absichtlich irreführend, um diese Erwartungen zu wecken und die Unfähigkeit der Russen zu beschwören.
..
So entspricht die Verlangsamung nicht einem Rückgang der operativen Fähigkeiten, sondern der veränderten Art der Kämpfe, die vorhergesagt worden war.
Nichtsdestotrotz hat der Krieg seine Unwägbarkeiten und die ukrainischen Truppen kämpfen tapfer trotz der Unfähigkeit ihrer Führung, sie zu unterstützen.

Können die Ukrainer gegen die „langsamen“ Russen etwas ausrichten?

Ein der Demokratischen Partei nahestehendes US-Medium schätzt diese Verluste auf 65% der Truppenstärke.
Zum Vergleich:
Ein Verband wird nach Verlusten von 15-25% als kampfunfähig eingestuft.
Da die Teroboronetsi ohne wirkliche Vorbereitung in die Kampfgebiete geschickt werden, werden sie nach ihrer Ankunft nach und nach dezimiert. Diese Situation führte zu Frauendemonstrationen im gesamten nördlichen Teil des Landes, auch in Kiew, über die unsere Medien natürlich nicht berichten.

Eine Tragödie, die der verschissene Westen ganz sicher im Plan hatte.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass das erklärte Ziel Russlands nicht die Übernahme von Territorium ist, sondern die Vernichtung der militärischen Bedrohung des Donbass. Der Westen war hier ein schlechter Ratgeber.
..
Anstatt eine robuste Streitmacht im Norden und Westen des Landes aufzubauen, schickt die Ukraine ihre Truppen in ohnehin aussichtslosen Situationen in die Vernichtung.
Auf taktischer Ebene machen die ukrainischen Militärs den Russen das Leben schwer, aber auf operativer Ebene machen es ihnen die ukrainischen Generalstäbe leicht ..
..
Es gibt immer mehr Berichte und Videos von ukrainischen Truppen, die sich aufgrund der fehlenden logistischen Unterstützung weigern, den Kampf fortzusetzen, wie Oberst Markus Reisner von der Militärakademie Wien in seinem Vortrag über die Situation in den Kesseln des Donbass erwähnt.
Die Zerbrechlichkeit des ukrainischen Verteidigungswillens wird natürlich nicht in unseren Mainstream-Medien widergespiegelt, die anscheinend bedauern, dass diese Ukrainer nicht bis zum Tod kämpfen.

Der Mann in der Tarnkleidung lebt offenbar nicht ungefährlich.

Wie ein ukrainischer Soziologe in Jacobin, einem den US-Demokraten nahestehenden Medium, erinnerte, scheint Selenskij nicht völlig frei in seinen Entscheidungen zu sein. Gefangen zwischen dem Diskurs der westlichen Apparatschiks und Medien .. dem Militär, das sich mehr Handlungsspielraum für einen Gegenschlag gegen die russische Koalition wünscht, und seiner eigenen Bereitschaft, mit Russland zu verhandeln, befindet sich Selenskij in einer zumindest unbequemen Situation.
..
Diese Situation führt zu Spannungen, die – so einige Analysten – zu einem Schlag gegen Zelensky führen könnten.
Es gibt derzeit keine konkreten Anhaltspunkte, die diese Annahme bestätigen, aber es scheint, dass die Behörden darüber besorgt sind.

Und jetzt zur Perspektive.

Der seit März 2022 begonnene Trend setzt sich fort:
Russland erreicht nach und nach alle seine Ziele.
..
Selenskijs Initiativen zur Aufnahme eines Dialogs mit Russland wurden von der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten systematisch sabotiert.
Am 25. Februar 2022 deutete Selenskij an, dass er bereit sei, mit Russland zu verhandeln.
Zwei Tage später kommt die Europäische Union mit einem Waffenpaket im Wert von 450 Millionen €, um die Ukraine zum Kampf zu bewegen.

Im März das gleiche Szenario: Am 21. machte Selenskij ein Angebot, das Russland entgegenkommt, zwei Tage später kommt die EU mit einem zweiten Paket von 500 Millionen € für Waffen.
Das Vereinigte Königreich und die USA üben daraufhin Druck auf Selenskij aus, sein Angebot zurückzuziehen, und blockieren so die Verhandlungen in Istanbul.

Es wären längst ein paar „Kinschals“ fällig, aber ich werde nicht schreiben, wo sie genau einschlagen müßten. [[wut]]
Diese satanische Brut stammt wahrhaftig aus der Hölle!
Sie hat provoziert bis es krachen mußte und jetzt verlängert sie das Leiden „bis zum letzten Ukrainer“.

Laut Bloomberg könnte Russland im Jahr 2022 einen Handelsüberschuss von rund 285 Milliarden US-Dollar erzielen.
Dieser Überschuss ist jedoch nicht auf eine erhöhte Kohlenwasserstoffproduktion zurückzuführen, sondern hauptsächlich auf den durch die EU-Sanktionen verursachten Preisanstieg.

Fachleute eben.

Wir bewegen uns auf eine Situation zu, in der die Ukraine und der Westen Zugeständnisse machen müssen, deren Bedeutung sie noch nicht ermessen haben.
Die Vorstellung, dass der Status der Krim, des Donbass oder gar des Südens der Ukraine noch verhandelbar sein könnte, ist eine Illusion.
Das war die Botschaft von Henry Kissinger auf dem World Economic Forum in Davos im Mai.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Ukraine den größten Teil des Südens unter ihrer Souveränität hätte halten können, wenn man Selenskij von Beginn der Offensive an hätte mit Russland verhandeln lassen, wie er es beabsichtigte.
Heute bringt die Kombination aus der westlichen Hartnäckigkeit, den Konflikt zu verlängern, und der ukrainischen Weigerung, einen Verhandlungsprozess einzuleiten, Russland in eine starke Position.
Die Unfähigkeit des Westens, seinen Gegner rational zu beurteilen, scheint die Ukraine in eine Katastrophe zu führen.

So geht es dahin.

mfG
nereus

Leserzuschrift: Artikel - Die vier Reiter der Apokalypse (Ende des bestehenden geopol. Systems und Weltordnung)

Ikonoklast @, Federal Bananarepublic Of Germoney, Montag, 27.06.2022, 18:07 vor 49 Tagen @ nereus 5886 Views

Die vier Reiter der Apokalypse - Meinung

Wir stehen kurz vor dem Ende des alten geopolitischen Systems und der Weltordnung, die sich seit dem Mittelalter immer wiederholen.

Das mächtige alt-testamentarische Bild der vier Reiter der Apokalypse ist immer wieder ins Gespräch gebracht worden, wenn die Menschheit mit Gefahr und Krieg konfrontiert war. Hesekiel und Zacharias sind oft so interpretiert worden, dass die vier Reiter Pest, Krieg, Hungersnot und schließlich den Tod beschreiben.

Als ich in der vergangenen Woche am Morgen des 120. Tages des Krieges des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine aufwachte, wurde mir klar, dass wir dem Tod nahe sind: Der Tod des alten geopolitischen Systems und der Weltordnung, die sich seit dem Mittelalter immer wiederholen.

Trotz vieler Ereignisse sind Europa und Russland als Mächte aufgestiegen und dann immer wieder zusammengebrochen. Es scheint, dass dieser Zyklus von Pest, Krieg und Hungersnot das Ende der westlichen Hegemonie und die Geburt einer neuen Weltordnung sein wird, einer neuen Weltordnung, die wahrscheinlich das Gleichgewicht der Kräfte nach Asien und Afrika zurückbringen wird, die lange vor der industriellen Revolution die Zentren des globalen Wohlstands und der Macht waren.

Putins Rätsel

CNN und andere Nachrichtensender haben Putins Endspiel in der Ukraine kürzlich als die Wiederherstellung der imperialen, nationalistischen Identität Russlands zusammengefasst. Der Krieg in der Ukraine scheint jedoch ein Schritt in Putins Plan zur globalen Vorherrschaft zu sein. Westliche Geheimdienste haben oft erklärt, dass Putin unheilbar krank ist und nichts mehr zu verlieren hat.

Der Krieg in der Ukraine kann zwar als verzweifelter Versuch eines sterbenden Mannes erklärt werden, sein Erbe zu sichern, aber die tatsächlichen Handlungen werden dieser Verzweiflung nicht wirklich gerecht. Trotz des Verlustes von Männern, Waffen und Generälen und trotz der extremen Sanktionen, die gegen ihn verhängt wurden und weiter werden, kämpft Putin weiter.

Man muss sich die Frage stellen, was wäre, wenn die Ukraine nicht das Endspiel wäre, sondern eher ein langfristiges Spiel zur Schwächung des Westens? Wenn wir biblische Vorhersagen analysieren, sollten wir auch viele Was-wäre-wenn-Fragen untersuchen.

Normalerweise ist die "Was-wäre-wenn"-Analyse ein gefährlicher Sport, der einen auf schlüpfrige Pfade führt, die oft keiner grundlegenden Logik folgen. Es ist jedoch einfacher, Tarotkarten oder Teeblätter zu lesen, als die Absichten eines Mannes wie Wladimir Putin zu erkennen. Dieser Mann ist ein altgedienter Spion, ehemaliger Leiter einer der entschlossensten und einfallsreichsten Spionageagenturen der Welt, der nicht nur Russland seit den Tagen unter Jelzin wieder zu einer Macht gemacht hat, sondern auch während der Sowjetära im Einsatz war.

Vor der russischen Invasion in der Ukraine hatte Putins Russland die Lücken in Konflikten auf der ganzen Welt gefüllt und war fast zu einem globalen Schiedsrichter in wichtigen geopolitischen Schauplätzen geworden, in denen die USA die Kontrolle verloren hatten und haben.

Afghanistan, Syrien, Iran, Mali, Tschad und Libyen: Putins Russland wurde bei jeder wichtigen Entscheidung als Stimme gehört. Russland war auch zum großen Bruder geworden und versuchte, in Südasien, zwischen Indien-Pakistan und China, den Friedensstifter zu spielen. Wenige Wochen vor dem Einmarsch in der Ukraine hatte Russland bei einem bizarren Putschversuch in Kasachstan eingegriffen und die kasachische Regierung bei der Befriedung eines Aufstands unterstützt.

Was ist also in den letzten Wochen und Monaten geschehen, dass Putin plötzlich all das in den letzten 20 Jahren aufgebaute Kapital riskiert, um in die Ukraine einzumarschieren? Ist es Nationalstolz oder ist es eine längerfristige Strategie gegen den Westen?

Drachenbär: Das Bündnis China/Russland

Das Drachenbär-Bündnis zwischen dem chinesischen Drachen und dem russischen Bären war nicht immer eine Liebesaffäre. Historisch gesehen hat Russland immer Indien gegenüber China unterstützt und zwischen diesen Nachbarn, die eine 4.250 km lange Landgrenze haben, herrschte eine starke Feindseligkeit.

Henry Kissingers Strategie, China zu stärken, zielte eigentlich darauf ab, Russland zu schwächen, und jetzt, nach 50 Jahren, scheint es, als hätte dies ein Ungeheuer geschaffen: einen Drachenbären, den die USA möglicherweise nicht stark genug sind, um ihn zu kontrollieren.

Seitdem der chinesische Präsident Xi Jinping an der Macht ist, haben der chinesische Machthaber und der russische Autokrat eine starke Bindung entwickelt. Sowohl China als auch Russland haben sich über die Dominanz der USA in globalen Angelegenheiten geärgert und während der Regierungszeit des früheren Präsidenten Donald Trump feierte Russland die Tatsache, dass China die Hauptlast des Zorns dieses launischen Präsidenten trug. Trumps Rückzug von der internationalen Bühne ließ die globale Macht Russlands und Chinas ungebremst wachsen.

Dann kam der erste Reiter, die Seuche. Die rasche Ausbreitung von COVID-19 zu einer globalen Pandemie kann eindeutig auf Chinas Nachlässigkeit, mangelnde Transparenz und Vertuschungswillen zurückgeführt werden. Sie brachte auch die Kontrolle Chinas über internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ans Licht, die ebenso wie die chinesische Regierung an der Vertuschung und Ausbreitung schuld sind.

Die westlichen Demokratien litten wirtschaftlich und sozial weit mehr als China, eine von einer einzigen Partei kontrollierte Diktatur. Während die westlichen Märkte durch die öffentliche Wahrnehmung dezimiert wurden, nutzte China diese Zeit, um die Kontrolle über Hongkong zu übernehmen, das Ein-Land-zwei-Systeme-Versprechen abzuschaffen und die Macht der Milliardäre zu zerstören, die begonnen hatten, Xi Jinpings Autorität infrage zu stellen.

Während der Westen sich mit Impfungen beschäftigt und versucht, ein Gleichgewicht zwischen der Demokratie und den Freiheiten seiner Bürger und der Notwendigkeit, das Leben seiner Bürger zu schützen, zu finden, hält China an seinem Plan fest, der auf Abriegelung und vollständige politische und soziale Kontrolle der chinesischen Gesellschaft abzielt.

Welchen Schaden COVID in China angerichtet hat, werden wir nie erfahren. Wie viele Verfechter der Freiheit verschwanden, wie viele Menschen wirklich starben und was wirklich geschah, wird wohl noch für Generationen ein Geheimnis bleiben.

Am 4. Februar trafen sich zwei Männer unter dem Dach der Olympischen Winterspiele in Peking. Putin und Xi kündigten eine grenzenlose Freundschaft zwischen ihren beiden Ländern an. Gerade als Europa die Pandemie einigermaßen in den Griff bekommen hatte und die Inflation in die Höhe schoss, schlugen russische Raketen in Kiew ein.

Während Mario Draghi und seine Kollegen in Europa erklärt hatten, "was immer nötig ist", um die europäische Wirtschaft zu retten, scheint es, als hätte Putin erklärt, "was immer nötig ist", um sie zu ruinieren. Die Ölpreise erreichten einen historischen Höchststand und die Inflation wurde noch steiler. Die Börsen weltweit, die sich gerade erst auf das Niveau vor der Pandemie erholt hatten, stürzen wieder ab. Der zweite Reiter, der Krieg, hat seine Spuren hinterlassen.

Hungersnot und Tod

Im Oktober 2021, als sich die Staats- und Regierungschefs in Rom trafen, wurde die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten auf dem G20-Gipfel häufig als Schlüssel zur Bekämpfung der chinesischen Aggression diskutiert. Die meisten Staatsoberhäupter waren besorgt über Elektronik und Chips, die Chinas Domäne sind.

Nur die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das Welternährungsprogramm (WFP), welche die Warnungen vor Dürren und Hungersnöten in Afghanistan, im Jemen und am Horn von Afrika oft ignorieren, waren alarmiert. Wir stehen kurz vor dem dritten Reiter, der Hungersnot. Die Welt und Europa stehen vor dem wahrscheinlich härtesten Sommer, den sie seit Generationen erlebt haben.

Russland hat gegen Nazi-Deutschland mit einer Politik der verbrannten Erde gewonnen. Es scheint, dass Putins Strategie, Europa zu zähmen, ähnlich ist. Merkwürdigerweise kaufen die Chinesen seit 2021 Getreide und legen Lebensmittelvorräte an. Einem Bericht von Al Jazeera vom Februar 2022 zufolge produzieren Russland und die Ukraine zusammen über 25% des weltweiten Weizens. Der größte Teil der letztjährigen Weizenproduktion befindet sich entweder unter russischer Kontrolle oder kann von der Ukraine nicht mehr exportiert werden. Auch China hortet Mais, Soja und andere kalorienreiche Pflanzen, während die Versorgungswege nach Europa begrenzt sind.

Eine weitere besorgniserregende Tatsache ist, dass der Hunger in Europa aufgrund der finanziellen Belastbarkeit der EU zwar relativ geringe Auswirkungen haben mag, aber die Gefahr groß ist, dass der Hunger in Afrika zu einer verstärkten Massenmigration auf dem Seeweg nach Europa führen wird. Unabhängig davon, ob Nahrungsmittel in Afrika verfügbar sind oder nicht, werden die steigenden Kosten in diesem ohnehin schon sehr heißen Sommer zu wirtschaftlichen oder natürlichen Hungersnöten führen und die Afrikaner zwingen, in noch nie dagewesener Zahl nach Europa zu kommen.

China und Russland kontrollieren die afrikanische Politik in ausreichendem Maße, um dies zu begünstigen. Der Präsident der Afrikanischen Union, Macky Sall aus Senegal, appellierte nach seinem Treffen mit Putin Anfang April an den Westen, die Sanktionen aufzuheben, um die Ausfuhr von Weizen und Düngemitteln zu erleichtern.

Je nachdem, wie dieser Sommer verlaufen wird, müssen die Sanktionen gegen Russland möglicherweise abgeschwächt werden, um den Druck auf die Öl- und Gaspreise zu verringern, die Inflation zu senken und zu verhindern, dass die Regierungen Südeuropas durch die unkontrollierte Migration aus Afrika aufgrund von Hunger kollabieren.

Putin könnte zusammen mit seinem Freund Xi durch einen relativ kleinen Krieg in der Ukraine die Weltherrschaft erlangen.

Der Tod und eine neue Weltordnung

Die Ukraine scheint aber nur das erste Kapitel des Todes der alten Weltordnung zu sein. Russland scheint zuversichtlich zu sein, den Westen in die Knie zu zwingen, indem es das Öl in einem heißen Sommer verteuert, in dem Hitzewellen es unmöglich machen werden, die Klimaanlagen auszuschalten. Und wenn das noch nicht reicht, wird es Afrika dazu bringen, in seinem Namen zu handeln, indem es Hunger verursacht. Denn wenn die Demokratien nicht in der Lage sind, die Inflation einzudämmen und die Grenzsicherheit durchzusetzen, werden die Regierungen in Südeuropa zusammenbrechen.

Russland mangelt es nicht an politischen Verbündeten, die es in europäischen Ländern aufgebaut hat und die auf der Grundlage von illegaler Migration, unkontrolliertem Preisanstieg, Sicherheit und Arbeitslosigkeit an die Macht zurückkehren könnten.

"Und siehe, und ich sah ein fahles Pferd, und der darauf saß, des Name hieß Tod, und die Hölle folgte ihm nach." Wir mögen zwar auf den Tod vorbereitet sein, aber was wir jetzt verstehen müssen, ist, wie wir mit der Hölle umgehen, die ihm folgt."

Link: https://www.jpost.com/opinion/article-710365

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Leserzuschrift. Interview - NARRATIVE #97 by Robert Cibis | Ralph T. Niemeyer

Ikonoklast @, Federal Bananarepublic Of Germoney, Montag, 27.06.2022, 18:19 vor 49 Tagen @ Ikonoklast 4716 Views

Aufgrund der Länge konnte ich mir das gesamte Interview noch nicht ansehen, beim durchklicken kamen aber viele interessante Themen auf: Ukraine, WÄhrungen, Geopolitk etc.

Aus den Kommentaren:

Für mich persönlich war dieses das wichtigste Gespräch, dass ich in diesen 2 1/2 Jahren gehört habe. Der Gesamtzusammenhang macht erst den Blick frei und lässt die ganzen Nebelkerzen verpuffen... Danke an Oval und Herr Niemeyer.

Möchte Euch die 2 Stunden und 43 Minuten nicht vorenthalten, bis ich mir das am kommenden WE ansehe:

https://piped.kavin.rocks/watch?v=hRy1hkKqTtg

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Der sonderbare Herr Niemeyer.

nereus @, Dienstag, 28.06.2022, 08:02 vor 48 Tagen @ Ikonoklast 3385 Views

Immer wenn der auftaucht, liegt etwas in der Luft. [[freude]]
Dass er Ehemann (der rote Ralph) von Sarah Wagenknecht war, ist da nur noch am Rande interessant.

Ralph T. Niemeyer hatte Günther Schabowski im Herbst 1989 die brisante Frage gestellt, ab wann die neuen Reiseregeln ins westliche Ausland gelten sollten.
Etwas irritiert gab der SED-Spitzenmann eine Antwort, die dann der Startschuss zum Sturm auf die Mauer gewesen war.

Nicht mal der Wikipedia ist dies ein Eintrag wert.
Andere wissen schon davon, z.B. hier: https://www.welt.de/print/welt_kompakt/article133917918/Wer-stellte-die-entscheidende-F...

Ob das damals inszeniert war oder echt, darüber wurde leise und laut nachgedacht – die Folgen waren allerdings unbestreitbar.
Auch an Helmut Kohl war er schon einmal „dicht“ dran.

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Quelle: http://eu-chronicle.eu/2021/07/only-peace-shall-come-from-german-soil/

Und an diesem Mann auch.

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Er sorgte immer wieder einmal für Meldungen, wie z.B. hier:

1996 wurde Niemeyer vom Landgericht Köln wegen des Betrugs in 46 Fällen verurteilt, er war als Finanzberater tätig. Die Verurteilung zog ein Berufsverbot mit sich. Niemeyer bestritt, überhaupt als Finanzberater tätig gewesen zu sein und sagte er wäre im High-Trading-Business als Undercoverjournalist unterwegs gewesen.
Der Verurteilung wollte er vermutlich durch eine Flucht in die Türkei entkommen, wurde dort aber am Flughafen in Antalya festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

Quelle: https://www.wochenblatt-news.de/ex-mann-von-sarah-wagenknecht-meldet-corona-demonstrati...

Geschadet hat es ihm aber nicht, denn der Kontakt bis ganz nach oben blieb erhalten, siehe u.a. hier:

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Beim Corona-Wahn trat er wieder ins Rampenlicht und organisierte Demos gegen den Irrsinn.
Nun ist er schon wieder da und wird auf allen alternativen Plattformen herum gereicht, was bitte nicht als Kritik verstanden werden soll.

Entweder hat der Mann einen guten Instinkt oder allerbeste Kontakte.
Gioele M. hat ihn (noch) nicht erwähnt, aber es gibt ja soo viele und sie warten vermutlich auf ihren Einsatzbefehl [[zigarre]]

mfG
nereus

3 Namen sind im Spiel – Ehrmann, Brinkmann, Niemeyer

nereus @, Dienstag, 28.06.2022, 11:13 vor 48 Tagen @ Manuel H. 2492 Views

Schabowski wußte es angeblich selbst nicht, wer genau gefragt hatte, da diese Frage im allgemeinen Gemurmel mehrfach gestellt wurde.
Doch er kannte Niemeyer und hat deswegen auch auf ihn reagiert.
Brinkmann kannte er nicht und den Italiener wahrscheinlich auch nicht.

Fest steht allerdings, dass Riccardo Ehrman zwar das Thema auf die Reiseregelung brachte, danach aber, seiner eigenen Darstellung zum Trotz, mit dem Geschehen nicht mehr viel zu tun hatte.

Quelle: https://www.welt.de/print/welt_kompakt/article133917918/Wer-stellte-die-entscheidende-F...

Auch unter Journalisten gibt es offenbar Hahnenkämpfe.

Fakt bleibt:
Niemeyer ist eine schillernde Figur, die immer dann erscheint, wenn "etwas" bewegt wird.

mfG
nereus

Kann es sein, dass "dein" Giole M. in den USA unter dem Namen Leo Lyon Zagami publiziert? Oder ist das ein Bruder im Geiste?

Olivia @, Dienstag, 28.06.2022, 12:37 vor 48 Tagen @ nereus 2014 Views

Bin kürzlich darüber gestolpert, habe daraufhin ein Buch heruntergeladen, es aber noch nicht gelesen. Zagami hat eine ganze Buchserie zu dem Thema geschrieben.

https://www.amazon.de/Confessions-Illuminati-Occult-Populist-Reject/dp/B09SFPG227/ref=t...

Ist Dir da irgend etwas bekannt. Melde mich wieder, wenn ich etwas gelesen habe. In dem Buch sind viele Fotos und Berichte. Bin gespannt.

--
For entertainment purposes only.

Das sind verschiedene Personen.

nereus @, Dienstag, 28.06.2022, 15:10 vor 48 Tagen @ Olivia 1898 Views

Hallo Olivia!

Das ist Leo Zagami, ein Vielschreiber über Illuminaten, Puppenspieler usw..

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Quelle: https://grandprieuremelitenseknightsofmalta.files.wordpress.com/2014/04/leo-lyon-zagam.jpg

Oder hier bei Alex Jones.

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Quelle: https://gab.com/RealLeoZagami

Inwiefern er authentisch ist, kann ich nicht sagen.
Manchmal werden die Dinge auch symbolisch überhöht und überstrapaziert, um als Metapher überhaupt gesagt werden zu können.
Daher haben sich alternde Spione oftmals über von ihnen verfaßte Thriller nachträglich mitgeteilt. [[zwinker]]

Gioele Magaldi halte ich für deutlich seriöser und der hat auch nur 2 Bücher veröffentlicht,
2010 eines über Alchemie, als hermeneutisches Problem (textliche/symbolische Interpretation) und 2014, das hier von mir oftmals zitierte Werk über die Ur-Logen, den eigentlichen Weltenlenkern.

Und so schaut dieser Mann aus. Hier etwas jünger ..

[image]

Quelle: https://www.facebook.com/photo/?fbid=383813580412573&set=a.383813560412575

.. bzw. so etwas aktueller.

[image]

Quelle: http://www.libertaepersona.org/wordpress/wp-content/uploads/2020/10/Gioele-Magaldi-mass...

Brüder im Geiste könnten sie jedoch sein, aber ob sie in der selben Liga spielen, weiß ich nicht.

Bei Herrn Niemeyer gehe ich jedoch davon aus, daß er ebenfalls „brüderlich“ unterwegs ist und hier vermutlich progressiv.
Seine Texte verströmen das gewisse Etwas, sind lesenswert und beleuchten Dinge auf unkonventionelle Art, wie z.B. in meinem Link zuvor, wo er u.a. über die europäischen Korridore referiert.

Diese Leute hinterlassen ein ganz spezifische Duftmarke, die weniger politisch/ideologisch darstellbar ist, sondern ehr über ihre Aussagen, ihre Schlagzeilen und nicht zu verachtenden Kontakte.
Sie sind nicht so oft präsent, besitzen jedoch ein gewisses Durchhaltevermögen.

mfG
nereus

Danke. Ich werde mir das mal durchlesen. Das italienische Buch ist mir derzeit leider zu mühsam. Ich kann kein Italienisch und dann ist es eine arbeitsintensive Aufgabe, so etwas zu lesen.

Olivia @, Dienstag, 28.06.2022, 15:20 vor 48 Tagen @ nereus 1652 Views

Daher einen Dank an Dich, dass du dir diese Arbeit machst.

--
For entertainment purposes only.

Das ist wohl einem amerikanischen Bibelkreis "entfahren" :-)) Aber gut, warum nicht mal einseitig aus Westsicht... owT

heller, Dienstag, 28.06.2022, 12:10 vor 48 Tagen @ Ikonoklast 1895 Views

Der Krieg wäre vorbei....

mabraton @, Montag, 27.06.2022, 19:21 vor 49 Tagen @ nereus 5431 Views

Hallo nereus & alle,

würde die Analyse von Jacques Baud oder einem Mann seines Kalibers in den Medien Erwähnung finden, müssten in der EU-Köpfe rollen wie am Fließband.
Man wird ja noch träumen dürfen...

Die Analyse ist das Beste an Ausgewogenheit und Detailtiefe, dass man finden kann.

Ich schaue mal ob im Darknet eine Javelin zu bekommen ist. Wenn wir zusammenlegen reicht das für einen Gruß ins Kanzleramt. [[freude]]

Beste Grüße
mabraton

VORSICHT! "Bedrohung", vgl. Schicksal Mirko

Gernot ⌂ @, Dienstag, 28.06.2022, 15:22 vor 48 Tagen @ mabraton 2657 Views

Was wohl die meisten hier, meiner eingeschlossen, als Scherz auffassen, kann ganz schnell zu Besuch morgens um 6 führen, der mitten durch die Tür kommt, wird sie nicht eilfertigst sofort geöffnet.
Mittlerweile werden Äußerungen sogar zum Nachteil Beschuldigter ausgelegt, wenn sie dieser Auslegung ausdrücklich widersprechen und eine andere darlegen. Dann wird nach Indizien dafür gesucht, man könnte es doch wie von der StA behauptet gemeint haben, und die eigene Einlassung wäre lediglich eine zulässige Schutzbehauptung. Dazu werden ggf. auch irgendwelche Beiträge irgendwo im Netz von vor zig Jahren herangezogen.

Auch unter Rücksichtnahme auf das Forum sollte man mit solchen "Scherzen" vorsichtig sein.

--
Ab jetzt wird durchregiert. Wir kennen keine rote Linie mehr. Verbote bedeuten auch mehr Freiheit. Krieg bedeutet Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Hass bedeutet Liebe. Gebt ihnen keinen Millimeter preis.

Als Täter würde ich eher die Medien ansehen, die sind die Treiber ins Elend.

Lenz-Hannover @, Montag, 18.07.2022, 16:28 vor 28 Tagen @ mabraton 487 Views

Noch ne Analyse: Russland scheint über ein enormes Waffen- und Munitionsarsenal zu verfügen

Zooschauer @, Dienstag, 28.06.2022, 00:29 vor 49 Tagen @ nereus 4871 Views

Die Analyse stammt vom britischen Militär, dem "Royal United Services Institut" (RUSI). RTdeutsch hat die Analyse zusammengefasst. Liest sich spannend. Ich lese RT immer über den Tor-Browser.

https://rtde.live/meinung/142066-jahresproduktion-von-us-munition-reicht/

von Rainer Rupp

Einer der größten Fehler der US/NATO-Politiker und ihrer beratenden "Experten" ist, dass sie die russische Wirtschaft, ihre Tiefe und ihre außerordentliche Widerstandskraft total unterschätzt haben und sich auch jetzt noch nicht von ihren dümmlichen Vorurteilen lösen, dass Russland "eine Tankstelle mit Atomraketen" ist. Da erzählen Kommentatoren, dass die russische Wirtschaft nicht größer ist als die von Texas oder Belgien, da gibt es Fragen, ob Russland außer Gas und Öl noch was anderes produziert, das exportiert werden kann.

Diese Leute fragen jedoch nie, wie groß das russische Weltraumprogramm ist, wie viele Atom-U-Boote das Land herstellt, wie viele neue U-Bahn-Stationen, Flughäfen oder Brücken in Russland jährlich gebaut und eröffnet werden, wie viele Arten von Flugzeugen und Lastwagen in Russland herstellt werden ober wie viel Nahrung anbaut und exportiert wird. Stattdessen werden dümmliche Vergleichen mit Indikatoren gemacht, die die Stärke der realen Wirtschaft Russlands nicht messen, sondern verzerren, die vor allem heiße Luft zählen, die sich in den über jegliche Vorstellungskraft hinaus aufgeblähten westlichen Finanz- und Bankensystem als fiktiver Reichtum angesammelt hat.

Würden sie die reale Produktion der russischen Wirtschaft als Vergleichsbasis heranziehen, anstatt ständig mit dem lächerlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Dollar-Rubel-Basis zu hantieren, dann hätten interessierte Politiker auch längst erkannt, dass Russlands Wirtschaft fast autark ist. Aber so viel Intellekt kann man von US/NATO-Kriegstreibern nicht erwarten, zumal das ihren Glauben an die eigene Propaganda zerstören würde. Und so sind sie weiterhin zuversichtlich, dass die angeblich schwache Wirtschaft der russischen "Tankstelle mit Atomwaffen" unter den Westsanktionen bald zusammenbrechen wird. Und wenn jetzt noch nicht, dann müssen noch ein paar weitere verrückte Sanktionen draufgelegt werden, die – wie jetzt ersichtlich – vor allem die Wirtschaften der EU zerstören und Russland stärken.

Die renommierte Denkfabrik der US-Luftwaffe "RAND" hat auf der Basis dieses Irrglaubens sogar eine ganze Strategie zur Ruinierung Russlands herausgearbeitet. In einem umfangreichen Bericht von 2019 hält RAND fest, dass "Russlands größte Verwundbarkeit" in seiner angeblich eindimensionalen Wirtschaft liegt, die vergleichsweise klein, total von Energieexporten in den Westen abhängig und deshalb durch Sanktionen leicht zu zerstören ist.

Trotz der aktuellen Hochkonjunktur von Fake-News-Kriegspropaganda über die Ukraine und Russland gibt es von Zeit zu Zeit immer wieder mal einen kleinen Glückfall, bei dem das interessierte Publikum in einem auf militärische Analysen spezialisierten Medium einen Schimmer der in Kriegszeiten sehr scheuen Wahrheit erhaschen kann. Im vorliegenden Fall geht es um einen Bericht, der jetzt auf der Webseite der altehrwürdigen Denkfabrik des britischen Militärs "Royal United Services Institute" (RUSI) veröffentlicht wurde und in dem es um die strategischen Tiefe der westlichen und russischen Rüstungsindustrien geht. Der Titel des Beitrags des RUSI-Autors Alex Vershinin lautet "The Return Of Industrial Warfare" (Die Rückkehr der industriellen Kriegsführung), und damit liefert der Autor nicht mehr und nicht weniger als den Schlüssel zum Verständnis des aktuellen und zukünftigen Verlaufs des Krieges in der Ukraine und darüber hinaus.

In seinem Beitrag unterstreicht Vershinin, dass der Krieg in der Ukraine bewiesen hat, dass das Zeitalter der industriellen Kriegsführung längst nicht vorbei ist, weil der massive Verbrauch von schweren Waffen aller Art, Fahrzeugen und Munition eine große industrielle Basis für die Nachschubversorgung erfordert. Vershinin legt dabei Wert darauf, die bekannte russische Militärformel in Erinnerung zu rufen: "Quantität hat immer noch eine eigene Qualität", wenn es darum geht, Hunderttausende von kämpfenden Soldaten im Feld zu versorgen. In diesem Zusammenhang erwähnt er einige interessante Zahlen über das personelle Kräfteverhältnis im Ukraine-Krieg. Demnach hat die Ukraine seit Beginn des Krieges 250.000 Soldaten im Einsatz, zu denen weitere 450.000 kürzlich mobilisierte, aber kaum ausgebildete Soldaten hinzukommen. Denen stehen laut Vershinin 200.000 russische und verbündete Truppen der Donbass-Volksrepubliken gegenüber.

Hier sollte man als Leser erst einmal innehalten. Wenn diese Zahlen stimmen, und ich sehe keinen Grund, den RUSI-Zahlen zu misstrauen, zumal sie den britischen Schützling Ukraine in ein schlechtes Licht stellen, dann zeigt das, dass die Ukraine trotz ihrer massiven zahlenmäßigen Überlegenheit über die russischen und alliierten Streitkräfte der Volksrepubliken dabei ist, die Schlacht im Donbass zu verlieren bzw. bereits verloren haben.

Traditionelle Militärwissenschaft geht jedoch davon aus, dass der Angreifer gegen einen Verteidiger in gut befestigten Anlagen eine Überlegenheit von 3:1 aufbringen muss, um Aussicht auf Erfolg zu haben. Im Donbass ist das Verhältnis jedoch umgekehrt, denn die Russen sind zahlenmäßig unterlegen. Sie kämpfen mit einem Expeditionskorps, das aus Berufstruppen besteht, die aus seiner stehenden Friedenszeit-Armee stammen.

Russland hat nicht für den Krieg mobilisiert, im Unterschied zur Ukraine und das Ergebnis ist, dass für den weiteren Verlauf des Kriegs etwa 650.000 ukrainische Soldaten 200.000 russischen und alliierten Truppen gegenüberstehen, wobei die Ukraine trotz der Unterstützung des Westens verliert. Der Grund dafür liegt in der "industriellen Kriegsführung", welche die Russen perfekt beherrschen, während die industrielle Basis der Ukraine bereits zerstört ist, und die USA und die anderen NATO-Länder ihre traditionellen Produktionskapazitäten und Vorratshaltung von Munition und Ersatzteilen verloren haben, weil sie diese alte, teure Methode gegen die billigere "just in time" Methode eingetauscht haben.

Und dann erklärt der Autor Vershinin, warum die Versorgung dieser Armeen mit Hunderttausenden von Soldaten und Tausenden von Geschützen und Panzern usw., mit Waffen, Munition, Ersatzteilen, Sprit, Schmierstoffen Lebensmittel, Medikamenten usw. eine monumentale Aufgabe ist. Für die Ukraine sei der Nachschub an Munition besonders schwierig geworden, weil die Russen mit ihren Fähigkeiten, mit hochpräzisen Raketenangriffen in der Tiefe der ukrainischen Räume nicht nur die dortige Militärindustrie vernichtet haben, sondern auch Vorratslager an Munition, logistische Kotenpunkte und Transportnetze.

Zwar hat auch die russische Armee unter einigen ukrainischen, grenzüberschreitenden Angriffen und Sabotageakten gelitten, aber das waren Nadelstiche, die in keinem Verhältnis zu den monumentalen Verlusten der Ukraine stehen.

Die Rate des Verbrauchs an Munition und Ausrüstungsgütern der ukrainischen Armee kann jedoch nur von einer großen industriellen Basis aufrechterhalten werden. Da die eigene Basis zerstört ist, wendet sich die Ukraine hilfesuchend an den Westen, aber im Westen existieren solche industriellen Kapazitäten für einen groß angelegten Krieg mit Hunderttausenden Soldaten schon lange nicht mehr, denn in den letzten 30 Jahren hat man sich im US/NATO-Westen nur noch auf Konflikte mit geringer Intensität gegen drittklassige Militärmächte vorbereitet, in der die US-Luftwaffe und nicht die Bodentruppe die Hauptlast trug. Die Realität in der Ukraine, so Vershinin, stelle daher eine konkrete Warnung an die westlichen Länder mit ihren verkleinerten militärisch-industriellen Kapazitäten dar. Gegenwärtig verfüge der Westen möglicherweise nicht einmal mehr über die industrielle Kapazität, einen großen Landkrieg zu führen.

Dann wendet sich Vershinin dem aktuellen Munitionsverbrauch bei den Kämpfen in der Ukraine zu. Allerdings veröffentlichen weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte genauen Munitionsverbrauchsdaten. Aber über einen Umweg, z. B. unter Verwendung der offiziell bekannt gegebenen Feuerauftragsdaten (fire mission data), die vom russischen Verteidigungsministerium während seiner täglichen Presseeinweisung bekannt gegeben werden, kann der russischen Munitionsverbrauchs unter unterschiedlichen Annahmen geschätzt, bzw. auf eine Bandbreite eingegrenzt werden.

Vershinin geht sehr detailliert darauf ein, wie viel Munition eine russische Batterie mit ihren sechs Geschützen in einer Feuermission verbraucht. Dabei diskutiert er verschiedenen Feuereinsätze mit unterschiedlichen Verbrauchsraten. Seinen Schätzungen zufolge kommt Vershinin für alle Feuereinsätze auf 7.176 Granaten pro Tag, wobei er betont, dass diese Schätzung auf der niedrigen Seite liegt, zumal der Munitionsverbrauch der Artillerie der Streitkräfte der beiden Donbass-Republiken Donezk und Lugansk vom russischen Verteidigungsministerium nicht mitgezählt wird.

Die vom Autor herausgearbeiteten Zahlen für die russischen Streitkräfte sind nicht perfekt, aber sie geben eine Vorstellung von der logistischen Herausforderung. Dem stellt Vershinin anschließend die US-Produktionszahlen unterschiedlicher Artilleriemunition gegenüber. Dabei vermerkt er, dass die Vereinigten Staaten ihre Vorräte an Artilleriemunition in den letzten Jahren verringert hätten. Im Jahr 2020 sei der Kauf von Artilleriemunition um 36 Prozent auf 425 Millionen US-Dollar gesunken. Der Plan für das Jahr 2022 war, die Beschaffung von 155-Millimeter-Artilleriegeschosse auf 174 Millionen US-Dollar bzw. auf 75.357 "dumme" Granaten vom Typ M795 für die reguläre Artillerie zu reduzieren. Hinzu kommen 1.400 Granaten vom Typ XM1113 für die hochgelobten M777-Howitzers, die bereits in die Ukraine geliefert wurden, und 1.046 Granaten vom Typ XM1113 sowie 426 Excalibur-präzisionsgesteuerte, "intelligente" Granaten.

Fasst man alles zusammen, so kommt Vershinin zu dem für alle US/NATO-Experten erschreckenden Ergebnis, dass die jährliche US-Produktion von Artilleriemunition bestenfalls zehn Tage bis zwei Wochen für den hochintensiven Kampf in der Ukraine ausreichen würde.
Der Status der Ukraine als EU-Beitrittskandidat ist ein PR-Gag – die Türken werden es bestätigen
Meinung

Die USA sind laut Vershinin nicht das einzige Land, das vor dieser Herausforderung steht. In einer kürzlichen Kriegssimulation, an dem US-, britische und französische Streitkräfte beteiligt waren, hatten die britischen Streitkräfte bereits nach acht Tagen die nationalen Vorräte an kritischer Munition aufgebraucht. Das erinnert übrigens an den vollkommen unprovozierten anglo-französischen Angriffskrieg gegen Libyen im Jahr 2011, wobei die beiden Aggressoren bereits nach wenigen Tagen ihre Präzisionsmunition zur Zerstörung der libyschen Luftverteidigung ohne durchschlagenden Erfolg aufgebraucht und sie sich hilfesuchend für Nachschub an die USA gewandt hatten, die dann auf Drängen von US-Außenministerin Hillary Clinton selbst zur Kriegspartei wurden.

Weiter führt Vershinin aus, dass die US-Versorgungs- und -Nachschublage bei Schulter gefeuerten Panzer – und Luftabwehraketen wie Javelins und Stingers nicht viel besser ist als bei der Artilleriemunition. So hätten die USA 7.000 Javelin-Raketen in die Ukraine verschifft – etwa ein Drittel ihres Lagerbestands –, und weitere Lieferungen sollen folgen. Aber Lockheed Martin, der Hersteller von Javelins, produziert nur etwa 2.100 Raketen pro Jahr, wobei bei entsprechenden Maßnahmen diese Zahl in einigen Jahren auf 4.000 steigen könnte. Die Ukraine behauptet, allerdings jeden Tag 500 Javelin-Raketen zu verbrauchen. Diese Zahl stimmt sicherlich nicht, aber selbst, wenn die Ukraine nur 50 Javelins pro Tag verschießen würde, dann würde sie die ganze US-Jahresproduktion in sieben Wochen Krieg verpulvern.

Vor allem scheint Vershinin von den Verbrauchsraten von Marschflugkörpern und ballistischen taktischen Raketen durch die der russischen Streitkräfte beeindruckt. Laut seiner Zählung haben die Russen bereits zwischen 1.100 und 2.100 Raketen abgefeuert. Die USA kaufen derzeit jährlich 110 Raketen des Typs PRISM, 500 JASSM- und 60 Tomahawk-Marschflugkörper. Das bedeutet laut dem Autor, dass Russland in drei Monaten des Kampfes das Vierfache der jährlichen US-Raketenproduktion eingesetzt hat.

Die russische Produktionsrate könne allerdings nur geschätzt werden. Russland begann 2015 mit der Produktion dieser Raketentyps in begrenzten Anfangsauflagen, und selbst im Jahr 2016 wurden die Produktionsläufe auf 47 Raketen geschätzt. Das bedeutet, dass die russische Raketenproduktion erst seit fünf bis sechs Jahren in vollem Ausmaß läuft.

Wie hoch der anfängliche Vorrat an russischen Raketen im Februar 2022 war, ist unbekannt, aber angesichts des bisherigen Verbrauchs und der Notwendigkeit, für den Falle eines Krieges mit der NATO erhebliche Vorräte zurückzuhalten, sieht es nicht danach aus, als seien die Russen besonders besorgt und sparsam mit dem Raketeneinsatz. Tatsächlich scheinen sie genug zu haben, um Marschflugkörper sogar auf operativer Ebene gegen taktische Ziele einzusetzen. Die Annahme, dass Russland 4.000 Marschflugkörper und ballistische Raketen im Inventar hat, ist laut Vershinin daher "nicht unvernünftig". Und diese Produktion werde wahrscheinlich trotz westlicher Sanktionen steigen. Im April dieses Jahres hatte z. B. die russische Firma ODK Saturn, die die Raketenmotoren für das Kalibr-Modell herstellt, weitere 500 weitere Fachkräfte gesucht.

Die Schlussfolgerung aus all dem ist, dass in einem längeren großen, konventionellen Krieg zwischen zwei gleichstarken Gegnern derjenige der Gewinner sein wird, der über die stärkste industrielle Basis im eigenen Land verfügt und nicht auf "Just in time"-Zulieferungen aus fremden, womöglich sogar unfreundlichen Ländern warten muss. Das eigene Land muss entweder über die Produktionskapazität verfügen, um riesige Mengen an Munition herzustellen oder aber über andere Fertigungsindustrien verfügen, die schnell auf Munitionsproduktion umgestellt werden können. Glücklicherweise scheinen die imperialistischen Ausbeuterstaaten und Kriegstreiber des Westens diese Fähigkeiten nicht mehr zu haben.

Die NATO steht nackig da. Kein Wunder, dass die Führung allmählich panisch wird.

Naclador @, Göttingen, Dienstag, 28.06.2022, 09:22 vor 48 Tagen @ Zooschauer 3798 Views

Offenbar hat die NATO nicht annähernd die Kapazitäten, um es konventionell mit Russland aufnehmen zu können. Bleibt als letzte Hoffnung die nukleare Abschreckung, die aber in beide Richtungen wirkt.

Scott Ritter erwähnte kürzlich, dass die Ukraine einen Bedarf von 500 Panzern angemeldet habe: So viele Panzer hätten Großbritannien, Frankreich und Deutschland zusammen nicht. Das ist übertrieben, laut Statista hat Frankreich 406 Kampfpanzer, Deutschland 266 und GB 227, aber ÜBRIG haben sie diese Panzer sicher nicht.

Zum Vergleich: Die Türkei verfügt über mehr als 3000 Kampfpanzer! Aber ob der Erdogan sich auf einen Krieg gegen Russland einlassen würde?

Sicherlich haben etliche Staaten noch Panzer in Reserve irgendwo eingemottet, aber wie schnell die gefechtsbereit wären ist sehr fraglich.

Vielleicht sollten wir endlich einsehen, dass das mit dem "Lebensraum im Osten" nichts wird, und die NATO endlich auflösen? Bevor Putin die gesamte EU entnazifiziert?

Gruß,
Naclador

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Hat man die Wirtschaft den Motten zum Fraß vorgeworfen?

gwg ⌂ @, Metropole OWLs, Dienstag, 28.06.2022, 21:03 vor 48 Tagen @ Naclador 1870 Views

Offenbar hat die NATO nicht annähernd die Kapazitäten, um es konventionell mit Russland aufnehmen zu können.

The U.S.'s major strength factor and weapon is its economy.
If you cripple it, you cripple the military.

Fleet Admiral Chester William Nimitz
As quoted in "According to Plan" in TIME magazine (13 March 1950)

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Der Streusand-Effekt reduziert nicht die Rutschgefahr!

Der Fehler der NATO - Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

Griba @, Dunkeldeutschland, Dienstag, 28.06.2022, 18:55 vor 48 Tagen @ Zooschauer 2090 Views

bearbeitet von Griba, Dienstag, 28.06.2022, 18:58

Einer der größten Fehler der US/NATO-Politiker und ihrer beratenden "Experten" ist, dass sie die russische Wirtschaft, ihre Tiefe und ihre außerordentliche Widerstandskraft total unterschätzt haben und sich auch jetzt noch nicht von ihren dümmlichen Vorurteilen lösen, dass Russland "eine Tankstelle mit Atomraketen" ist. Da erzählen Kommentatoren, dass die russische Wirtschaft nicht größer ist als die von Texas oder Belgien, da gibt es Fragen, ob Russland außer Gas und Öl noch was anderes produziert, das exportiert werden kann.
Den Fehler hat schon einmal jemand gemacht:

--
Beste Grüße

GRIBA

RT-Artikel zu russischen Kriegsproduktionskapazitäten

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Dienstag, 28.06.2022, 20:06 vor 48 Tagen @ Zooschauer 2061 Views

Hallo Zooschauer,

vielen Dank für den kopierten Artikel, den hatte ich noch nicht gefunden.

Vor diesem Hintergrund drängt sich für die aktuelle russische Schneckendynamik bei der ukrainischen Geiselbefreiungsaktion eine weitere folgenreiche Erklärung auf.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Sie jagen den letzten europäischen Indianerhäuptling ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 28.06.2022, 10:57 vor 48 Tagen @ nereus 3820 Views

bearbeitet von Beo2, Dienstag, 28.06.2022, 11:56

.. den Häuptling des größten europäischen Stammes; der es gewagt hatte, ihnen in einem letzten Entscheidungskampf die Stirn zu bieten :

[image]

Und sie verachten ihn (als "primitiven Barbaren"), lästern und spotten über ihn :
+ https://vk.com/video-134310637_456254844
+ https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-muessen-unsere-bauchmuskeln-zeigen-johnson-trud...

.. und fühlen sich sehr siegessicher, mit ihren modernen "Repetiergewehren":

[image]

Fast alle anderen europäischen Indianervölker haben längst ihre Waffen und ihre Schwänze gestreckt, ihr Brudervolk verraten .. und ihre Freiheit sowie ihr Land und Wohlstand an die Erorberer abgegeben. Dank ihren korrupten und machtbesoffenen Häuptlingen.

Und eines noch : Wir haben es hier AUCH mit einem ganz PERSÖNLICH'em Krieg narzistischer Psychopathen zu tun - auf Kosten und zum Schaden ihrer eigenen Völker - mit einem Krieg ums Geld, Macht, Kontrolle, und Landbesitz (Rohstoffe).

Die Geschichte wiederholt sich ...
Gruß, Beo2

Ich stelle mir die Frage, was der Uschi da rumzukrauchen hat

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 11:47 vor 48 Tagen @ Beo2 3229 Views

Meines Wissens nach ist G7 so definiert:

Die G7 ist ein informeller Zusammenschluss der zu ihrem Gründungszeitpunkt bedeutendsten Industrienationen der westlichen Welt in Form regelmäßiger Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Das Forum dient dem Zweck, Fragen der Weltwirtschaft zu erörtern.

Seit wann ist die EU eine Industrienation? Was hat die Alte da zu suchen?

Mit dem neuen Sanktionspaket gegen Russland und dem unsäglichen Verhalten Litauens kann ich mich nicht mehr der Annahme verwehren, dass die Räuberbande inkl. Flinten-Ulrich von Creepy-Joe neue Befehle erhalten hat. Und die sind für uns alle nicht gut...

Der Sommer wird heiß, der Herbst wird richtig heiß. Ich halte den Ausbruch des WK III, so wie man sich halt Krieg auch vorstellt, für beschlossene Sache.

Übrigens:

Egon W. Kreutzer hat dazu heute einen Tageskommentar veröffentlicht, dem man ohne Wenn und Aber beipflichten kann.

Auszug
[...] dann stellt sich die Frage ob die Provokation in Kaliningrad nicht primär zum Ziel hat, den großen Krieg – aber mit „richtigen Soldaten“ und dem eingespielten Zusammenwirken aller NATO-Kräfte unter einheitlicher strategischer Führung – noch in Gang zu bringen, bevor Selenskis Truppen die Arsenale des Westens so weit geplündert und in Schrott verwandelt haben, dass erst ein jahrelanges Nach- und Hochrüsten erforderlich wäre, um erneut aussichtsreich gegen Russland antreten zu können.

Nicht gut, gar nicht gut das Ganze.

Aber hey, die US Banken zahlen hohe Dividenden, weil sie den Stresstest so hervorragend bestanden haben. Dass der Konsumentenklimaindex, die Geschäftserwartungen, die Kosten der Vorprodukte, die Preise und nach wie vor der Materialmangel völlig aus dem Ruder laufen, der größte Immobilienentwickler Chinas in der Insolvenz steckt, das Lithium auf der Erde gerade mal für 25 Mio. Elektroautos reicht - das alles soll uns nicht interessieren.

Ich komme aus dem Staunen und Kopfschütteln nicht mehr raus.[[wut]]

--
Glück Auf!
der_Chris
Der Inhalt dieses Schreibens gibt NICHT die Meinung des Verfassers wieder, sondern ist ein Konstrukt bloßer Hirngespinste.
Eine gegenteilige Handlung als die öffentlich Befohlene, bewahrt Sie i.d.R. vor großem Schaden.

Genießt den Sommer, der Winter kann fürchterlich kalt werde

Joe68 @, Dienstag, 28.06.2022, 12:10 vor 48 Tagen @ der_Chris 2 3175 Views

Vorräte aufstocken, (ich hatte ja einen 90 Minuten Stromausfall im Ort), Wasser/Abwasser nicht vergessen ( musste mir, ungeplant, bereits in zwei Alpenhütten das Wasser vom Bach holen da die Leitungen beschädigt waren), wer weiß was da noch auf uns zukommt.

(es wäre ein leichtes russisches, günstiges, Öl/Gas liefern zu lassen, aber unsere verantwortlichen Politiker haben höhere Ziele, das wird sehr teuer für uns)

Kannst du das verlinken? Ich verlinke dir dafür auch was: Russland zahlungsunfähig zum 1. Mal seit 1918

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 28.06.2022, 14:49 vor 48 Tagen @ der_Chris 2 2302 Views

Übrigens:

Egon W. Kreutzer hat dazu heute einen Tageskommentar veröffentlicht, dem man ohne Wenn und Aber beipflichten kann.

Auszug
[...] dann stellt sich die Frage ob die Provokation in Kaliningrad nicht primär zum Ziel hat, den großen Krieg – aber mit „richtigen Soldaten“ und dem eingespielten Zusammenwirken aller NATO-Kräfte unter einheitlicher strategischer Führung – noch in Gang zu bringen, bevor Selenskis Truppen die Arsenale des Westens so weit geplündert und in Schrott verwandelt haben, dass erst ein jahrelanges Nach- und Hochrüsten erforderlich wäre, um erneut aussichtsreich gegen Russland antreten zu können.

Nicht gut, gar nicht gut das Ganze.

Russland ist zum ersten mal seit 1918 zahlungsunfähig. Was bedeutet das?

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

erlogene Zahlungsunfähigkeitserklärung durch den West

Manuel H. @, Dienstag, 28.06.2022, 15:03 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 2258 Views

Zitat zu den Folgen

Diese könnten für Russland durchaus problematisch sein. Die durch die Sanktionen eingeleitete Isolierung Moskaus gegenüber dem globalen Finanzmarkt wird durch einen Zahlungsausfall verschärft. Zugleich erodiert das Vertrauen in den Staat weiter.

Im Artikel wird auch angedeutet, dass der Westen die erlogene Zahlungsunfähigkeitserklärung für weitere Raubzüge russischen Volksvermögens nutzen wird. Nun gehe es den Vermögen russischer Firmen an den Kragen, die einfach noch zusätzlich beschlagnahmt und verwertet werden.

Alle nichtwestlichen Anleger werden diese Gesetzeslosigkeit und dreisten Raubzüge des Westens sicherlich aufmerksam beobachten und niemals mehr dem westlichen Bankensystem Gelder anvertrauen. Der Vertrauensschaden dürfte den Downfall der westlichen Währungen und das Abkoppeln aller Länder vom Westen stark beschleunigen, da das Vertrauen nun langfristig ruiniert sein dürfte.

Import von Ananas aus Malaysia nach Deutschland nur noch gegen Vorkasse in sicheren Währungen wie Ringgit, Yuan und Rubel?

Ich sehe an den Finanzmärkten nichts von Vertrauensverlust

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 15:30 vor 48 Tagen @ Manuel H. 2276 Views

Schau dir die Indizes an.

Würde die Gesamtgemengelage nicht ausreichen, fluchtartig alle sich bietenden Finanzräume unverzüglich zu verlassen?

Keine auffälligen Bewegungen bei Anleihen, Devisen, Gold (EM´s generell), jedoch bei Aktien. Da geht´s seit gestern mit dem Fahrstuhl aufwärts.

Wenn man die etwas kritischeren Analysten liest, kommt man gottseidank zu dem Schluss, mit seiner völligen Ratlosigkeit nicht allein dazustehen.

Ich kann mir auf die Entwicklung an den Finanzmärkten keinen Reim mehr machen.

Da wird Gold aus RUS sanktioniert, Rohstoffe verknappt, Zinsen erhöht und wirtschaftlich setzt massive Talfahrt ein. Fundamental passt da was vorne bis hinten nicht zusammen.

Vertrauensverlust sieht m.E. anders aus.

--
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Wenn an der Börse Zweifel kommen,

Dionysos @, Dienstag, 28.06.2022, 16:08 vor 48 Tagen @ der_Chris 2 2539 Views

… wird der Markt bald drehen. Es sind nur noch ein paar Punkte, dann beginnt die nächste Runde.
Anschnallen!

Gruß
Dionysos

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--
Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

Da bin ich bei dir

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 16:19 vor 48 Tagen @ Dionysos 2336 Views

Anschnallen trifft´s gut. Hausfrauenhausse...

Hatten wir schon mal, wer will noch mal, wer hat noch nicht. Lange geht sowas nie gut.

Aber deppert ist´s scho.

Ich hab da auch noch einen:
[image]

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hast du eine put Empfehlung? kwT

Joe68 @, Dienstag, 28.06.2022, 16:38 vor 48 Tagen @ der_Chris 2 1724 Views

kwT

WKN SD4ZVS (mkT)

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 16:46 vor 48 Tagen @ Joe68 2314 Views

Handle fast ausschließlich Scheine von Société General. Die sind liquide und beim Emittenten immer loszukriegen. Hatte in früheren Zeiten schon mal Probleme mit den Verkaufsorder (Teilausführung, Kurse nicht sauber gestellt), bei SG nie ein Problem.

Kerndaten:
Basispreis
13.100,00 Pkt.
Aufgeld
7,19 %
Break Even
12.330,50 Pkt.
Delta
-0,433
Omega
7,481
Impl. Volatilität
23,90 %
Bewertungstag
16.12.2022

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Danke, bin jetzt dabei kwT

Joe68 @, Dienstag, 28.06.2022, 17:38 vor 48 Tagen @ der_Chris 2 1607 Views

kwT

Gerade verkauft, 13.670 Unterstützung, warte in Lauerstellung (owT)

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Donnerstag, 30.06.2022, 09:18 vor 46 Tagen @ Joe68 1045 Views

[[top]]

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Bin bei 8€ rein und letzte Woche bei 12€ raus, halber Öltank bisher verdient kwT

Joe68 @, Montag, 18.07.2022, 19:42 vor 28 Tagen @ der_Chris 2 423 Views

kwt

Bin mit einem Teilbetrag wieder rein bei 7.54€ kwT

Joe68 @, Dienstag, 19.07.2022, 18:07 vor 27 Tagen @ der_Chris 2 362 Views

kwT

Klar (nL)

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 15:23 vor 48 Tagen @ Mephistopheles 2228 Views

Kaliningrad und der Korridor
[[applaus]]

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Das ist eine Parabel ...

Gernot ⌂ @, Dienstag, 28.06.2022, 15:02 vor 48 Tagen @ Beo2 2544 Views

... der ich weitere Verbreitung und Veröffentlichung wünsche. Vielleicht kann man sie noch so überarbeiten, dass nicht auf Anhieb klar wird, wer gemeint ist. Der Groschen, der spät fällt, fällt seltsamerweise oft tiefer.

Nur beim Narzismus bin ich mir nicht sicher. Ist der nicht mit einer gewissen Eitelkeit verbunden?
Dann wären sie nicht so hässlich, würden sich nicht so schlecht mit diesen modischen, zu engen, zu schmalen Anzügen mit zu tief sitzenden Hosen kleiden und nicht mit den verrutschten Kragen der Parkbanknächtiger.
Die Ursache dafür kann aber auch in Geschmacksverirrung begründet sein, worauf zumindest Landschaftsgestaltung und Welteinheitsarchitektur unter ihrer Regie deuten.

--
Ab jetzt wird durchregiert. Wir kennen keine rote Linie mehr. Verbote bedeuten auch mehr Freiheit. Krieg bedeutet Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Hass bedeutet Liebe. Gebt ihnen keinen Millimeter preis.

Der Groschen, der tief gefallen ist ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 28.06.2022, 15:40 vor 48 Tagen @ Gernot 2488 Views

Das ist eine Parabel ... der ich weitere Verbreitung und Veröffentlichung wünsche. Vielleicht kann man sie noch so überarbeiten, dass nicht auf Anhieb klar wird, wer gemeint ist.
Der Groschen, der spät fällt, fällt seltsamerweise oft tiefer.

Bei mir fiel er heute morgen, im Dämmerzustand während des Aufwachens.

Gruß, Beo2

Komisch, dass hier die Indianer als eigentliche Reitervölker gelten. Das hat nur Karl May verbockt! Die eigentlichen Reitervölker sind die Indogermanen!

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 28.06.2022, 18:03 vor 48 Tagen @ Beo2 2037 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Dienstag, 28.06.2022, 18:07

.. den Häuptling des größten europäischen Stammes; der es gewagt hatte, ihnen in einem letzten Entscheidungskampf die Stirn zu bieten :

[image]

Und sie verachten ihn (als "primitiven Barbaren"), lästern und spotten über ihn :
+ https://vk.com/video-134310637_456254844
+ https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-muessen-unsere-bauchmuskeln-zeigen-johnson-trud...

...dabei wurden die Pferde im heutigen Russland gezähmt, als die Apachenhäuptlinge noch lange zu Fuß über die Prärien schlichen (Das hat alles der Sachse Karl May mit seinen Winnetou-Romanen verbockt!).

Dabei war die Zähmung des Pferdes eine originäre Erfindung der indogermanischen Arier, die mit dem Pferd ganz Eurasien bis nach Nordindien (mit Ausnahme Chinas) eroberten (die Brahmanen waren u.a. auch durch eine helle Hautfarbe kenntlich), und die ersten Weltreiche schufen und den Streitwagen erfanden.

Das Pferd wurde in der Nähe des Urals gezähmt, weil dort die riesigen Savannen waren, die Pferde als Fluchttiere brauchen. Da half nur Schnelligkeit und ausdauer. In der Odyssee wurde des öfteren beschrieben, dass sich Ithaka nicht für Pferde eignet, weil die Savannen fehlen; dafür aber sehr gut für Schweine und Ziegen (war also ziemlich buschig). Odysseus hat auch in der Ilias niemals mit einem Streitwagen gekämpft, dafür mit dem Pferd des Meeres, dem Schiff.

Im heutigen Russland aus kamen die Indogermanen, die jahrtausendelang (mit Unterbrechungen) die Welt dominierten, hier wird das indogermanische Weltzeitalter auch zu Ende gehen - oder fortbestehen. Im heutigen Russland liegen die Wurzeln Europas.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nimm ne große Kugel und probiere alle Neune. ;) oT

stocksorcerer @, Dienstag, 28.06.2022, 18:36 vor 48 Tagen @ Beo2 1681 Views

...

Game Over? Klar, kein Problem!

der_Chris 2 @, Jenseits von Gut und Böse/NRW, Dienstag, 28.06.2022, 21:36 vor 48 Tagen @ nereus 2769 Views

DEUTSCHE INDUSTRIE: BASF KANN OHNE RUSSISCHEN GAS NICHT FUNKTIONIEREN

Die extrem hohen Gaspreise sind für Deutschlands größtes Chemieunternehmen zur Belastung geworden. Etwa 60 Prozent des von der BASF verbrauchten Gases wird zur Strom- und Dampferzeugung verwendet. Die restlichen Mengen werden als Rohstoff für chemische Produkte wie Ammoniak und Acetyl gebraucht.

Der SPD-Politiker Fritz Vahrenholt sagte nun ganz richtig:

"Der [Martin] Brudermüller von der BASF sagt: Wenn ich kein Gas mehr kriege, dann ist die BASF in Ludwigshafen dicht. Und das bedeutet für die gesamte Chemiekette, das bedeutet keine Glaserzeugung mehr. Das geht weiter bis zu den Brötchenbäckern, die ja auch nicht geschützt sind."

Die Anlagen der BASF in Ludwigshafen wurden seit vielen Jahren mit preiswerter russischer Energie betrieben. Die Anlage hat einen Anteil von rund vier Prozent am gesamten deutschen Gasverbrauch.

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Eine gegenteilige Handlung als die öffentlich Befohlene, bewahrt Sie i.d.R. vor großem Schaden.

Wir haben lediglich ein Wärmeproblem

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Donnerstag, 30.06.2022, 09:44 vor 46 Tagen @ der_Chris 2 1334 Views

bearbeitet von Otto Lidenbrock, Donnerstag, 30.06.2022, 09:58

Gestern Abend bei Maischberger durfte die Grüne Parteivorsitzende, Ricarda Lang, ihr profundes Wissen in Energiefragen zum Besten geben. Sie meinte, dass Deutschland lediglich ein "Wärmeproblem" habe, aber kein "Stromproblem".

Das die von den Grünen so innig herbei gesehnte und gerade zelebrierte "Energiewende", große Mengen an billigem Gas für die Versorgung der dazu essentiell notwendigen Gaskraftwerke benötigt, da aufgrund des großen Anteils an Flatterstrom der sogenannten "Erneuerbaren" extrem viel Regelenergie erzeugt werden muss, scheint sie nicht zu wissen.

Strom haben wir aber ja aufgrund der vielen Windräder reichlich in Deutschland, da müssen wir uns keine Sorgen machen! [[euklid]]

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Auf Ricardas Versprechen mache ich Anfang September zwei E-Heizlüfter an:))

Knappe @, Montag, 18.07.2022, 19:32 vor 28 Tagen @ Otto Lidenbrock 489 Views

zusammen 4000 Watt, dann schaue ich mal, ob ihre Weitsicht stimmt.
Freue mich, wenn Ricarda Recht hatte:-)
Knappe

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