Projekt Panther - Wirecard wollte die Deutsche Bank kaufen.

nereus @, Donnerstag, 17.09.2020, 09:09 vor 33 Tagen 2567 Views

Das hat was.
Die Ganoven-Bank sollte von noch größeren Ganoven geschluckt werden.
Und McKinsey hing mit drin.

Die Financial Times zeichnet die letzten Monate von Wirecard nach – und dabei ein verheerendes Bild der Vorstände, aber auch der überprüfenden Institutionen.
So soll unter dem Codenamen „Project Panther“ sogar angedacht worden sein, die Deutsche Bank zu übernehmen.

In einer 40-seitigen Präsentation im vergangenen November hätten die Berater darauf bestanden, dass die neue Bank (aus dem Zusammenschluss der Deutschen Bank und Wirecard) „wie eine Fintech-Bank in der Größenordnung einer globalen Bank denken und handeln“ würde.
Der Name sollte „Wirebank“ lauten. Bis 2025 könne sie sechs Milliarden Euro an zusätzlichem Gewinn erwirtschaften, behauptete McKinsey.
Das Beratungsunternehmen hatte Markus Braun beauftragt, die Übernahme vorzubereiten.

Der McKinsey-Bericht versprach laut der FT eine Verdoppelung der gemeinsamen Börsenbewertung auf knapp 50 Milliarden Euro.
Neben dem Imagegewinn hätte der Deal aber auch einen anderen Hintergrund gehabt: Er bot die Aussicht auf einen Ausstieg aus dem massiven Betrug, den Wirecard betrieben hatte. Rund 1,9 Milliarden Euro Bargeld fehlten auf den Konten des Unternehmen und große Teile der Geschäfte in Asien waren in Wirklichkeit Schwindel, wie wir mittlerweile wissen.
Durch die Einbettung des Wirecard-Geschäfts in die riesige Bilanz der Deutschen Bank hätte es theoretisch möglich sein können, das fehlende Bargeld, die falschen Bilanzen, irgendwie zu verstecken und alles später mit der Fusion zu erklären.

Quelle: https://www.trendingtopics.at/so-ging-der-wirecard-betrug-ueber-die-buehne/

Doch dazu mußte Wirecard überprüft werden.
Welche Rolle spielte bei dieser "grandiosen" Idee eigentlich McKinsey?
Was sagt das überhaupt über solche Firmen? [[hae]]

Erst einmal benötigte Wirecard für den Deal einen „Gesundheitsschein“ (clean bill of health); die Prüfung sollte KPMG durchführen. Erstes Problem: Diese Bestätigung erhielt Wirecard nie.
..
Im November 2019 sollen dann 40 Personen von KPMG begonnen haben, die Daten und Unterlagen von Wirecard zu prüfen.
Innerhalb weniger Tage dürfte den Wirtschaftsprüfern klar geworden sein, dass die Kernbereiche der Wirecard-Zahlungsabwicklung „in Europa kein Geld verdienten“ – eine Tatsache, die Wirecard gegenüber Investoren laut FT nie offen gelegt hatte.
Der gesamte Gewinn dürfte durch die von Jan Marsalek beaufsichtigten Operationen erwirtschaftet worden sein: Das Asien-Geschäft von Wirecard, wo die Verarbeitung von Transaktionen an dritte Geschäftspartner ausgelagert wurde – was dem Unternehmen schließlich auch zum Verhängnis wurde.

Einfach irre, was „da oben“ so abgeht und fast immer mit staatlichem Segen.
Doch wenn KPMG schon nach wenigen Tagen klar, das da etwas faul sei, stellt sich nochmals die Frage nach der Rolle von McKinsey.
Kein Mensch kann glauben, daß die nicht auch im Bilde waren.

mfG
nereus

Was war denn der Beratungsauftrag an McKinsey?

Joe68 @, Donnerstag, 17.09.2020, 10:00 vor 33 Tagen @ nereus 1458 Views

So wie ich das Beratungsgeschäft kenne, wird das ein strategisches Projekt und ziemlich theoretisch und abgehoben gewesen sein.

Die Berater sind gut im methodischen Denken, aber sie haben, mangels eigener Arbeitserfahrung, idR keinerlei praktisches Wissen was wirklich abgeht. Sie übernehmen lediglich bereits vorhandene Schematas, z.B. einen ähnlich gelagerten Merge zweier Unternehmen und leiten daraus einen Fahrplan ab. Zusätzlich werden dann , basierend auf Annahmen, zukünftige Entwicklungen projeziert.

Das gute an den Beratern ist lediglich ihre schmerzbefreite Ignoranz des täglichen Betriebs, sie planen etwas auf einer fast grünen Wiese und zeigen ein Modell wie es laufen könnte wenn die Parameter vorgegeben sind. Ich halten es dafür für unwahrscheinlich dass strategische Projektberater etwas mitbekommen können wenn die formal weit besser aufgestellten Bilanzprüfer der EY es nicht sehen konnten und den bereitgestellten Unterlagen geglaubt haben.

Es hätte anders laufen können wenn McKinsey / EY tiefes operatives Branchenknowhow gehabt hätten, dann wäre es wohl aufgefallen dass die Kosten in Europa zu hoch und die Zahlen aus Asien zu unplausibel sind.

Andererseits schadet, auf dem Level, zu viel Fachwissen der Karriere, denn es werden nicht nur die schön gemalten Chancen, sondern auch die echten Bedenken gesehen.

Natürlich waren die im Bilde

Linder, Donnerstag, 17.09.2020, 10:05 vor 33 Tagen @ nereus 1568 Views

So wie es alle Hochrangigen sämtlicher Finanzinstitute und ähnlichen Einrichtungen sind.
Nicht über jede Transaktion oder jedes Finanzprodukt, aber sie wissen um die grundsätzliche Funktion des Systems.
Als es seinerzeit um die Übernahme um VW durch Porsche ging, was ja schließlich auch passierte, nur unter umgekehrten Vorzeichen, verhielt es sich doch ähnlich. Wie sollte eine, wenngleich gut laufende, jedoch viel kleinere Firma es fertig bringen eine viel größere zu schlucken?
So etwas geht in einer gesunden Wirtschaft nicht, sondern nur in einem vom Grundprinzip her falschen Finanzsystem. Genau deswegen haben große Automobilhersteller auch allesamt ihre eigenen Banken gegründet, weil sie ansonsten nicht mehr größer hätten werden können oder die Verantwortlichen früher oder später wegen Betrugs, Bilanzfälschung, etc. in den Knast gewandert wären.

Mir stellt sich in dem Kontext ganz andere Fragen: Was hatte Wirecard wirklich vor? Ging es wirklich "nur" um Bilanzbetrug oder kam die Firma irgendwem in die Quere? Kinsey vielleicht? Wollte man der Firma, oder irgendeinem anderen (ausländischen) Institut das Wasser abgraben?

--
Niemand hat die Absicht eine Maske zu tragen!

Es wusste JEDER was da abläuft

Sylvia @, Donnerstag, 17.09.2020, 10:40 vor 33 Tagen @ Linder 1747 Views

Ein guter Bekannter von mir kennt jemanden, nennen wir ihn mal M. Braun [[zwinker]], bei Wirecard persönlich. Der erzählte mir neulich, dass jedem, der M. kennt, jeder, der sich in "diesen Kreisen" bewegt, 100-prozentig klar war, dass das alles Betrug ist. Und zwar von Anfang an (als Wirecard noch Bezahldienst für Onlinekasinos und Pornoseiten war).

M. hatte, nachdem die Kacke richtig hochgekocht ist, versucht sich nach Wien abzusetzen. Seine alten Kumpels wollten aber auf keinen Fall mit ihm in Verbindung gebracht werden und haben ihn, nun ja, nennen wir es mal "überredet", wieder nach Deutschland zu gehen. Wäre er in Wien geblieben und hätte sich einen guten Anwalt genommen wäre er jetzt wohl immer noch in Freiheit (und nicht in U-Haft in Deutschland).

Was du glaubst ist das, was du glauben sollst

also @, Donnerstag, 17.09.2020, 10:28 vor 33 Tagen @ nereus 1597 Views

bearbeitet von also, Donnerstag, 17.09.2020, 10:37

Das hat was.
Die Ganoven-Bank sollte von noch größeren Ganoven geschluckt werden.
Und McKinsey hing mit drin.

Von "schlucken" oder kaufen kann keine Rede sein. Niemand "hing mit drin".
Gedacht war eine Fusion. Sewing sagte aber im Mai oder Juni 2019 "Das können wir auch".
Damit war die Angelegenheit erledigt.

Der Name sollte „Wirebank“ lauten.

Blödsinn!

Rund 1,9 Milliarden Euro Bargeld fehlten auf den Konten des Unternehmen und große Teile der
Geschäfte in Asien waren in Wirklichkeit Schwindel, wie wir mittlerweile wissen.

Das ist alles falsch.
Asien: Wirecard mit Alipay und Tencent + Visa, Mastercard und American Express.
Mehr geht nicht!

Einfach irre, was „da oben“ so abgeht und fast immer mit staatlichem Segen.
Doch wenn KPMG schon nach wenigen Tagen klar, das da etwas faul sei, stellt sich
nochmals die Frage nach der Rolle von McKinsey.
Kein Mensch kann glauben, daß die nicht auch im Bilde waren.

Irre ist vielmehr, was die Medien den Lesern servieren und diese bereit sind zu glauben.
Parallel zu diesem Geschehen passiert dasselbe mit fast allen Firmen aus diesem Genre.
Siehe dazu Bytedance, WeChat, Tencent, Smartisan, Grenke, ....

also

Was sollen die Falschmeldungen bezwecken?

nereus @, Donnerstag, 17.09.2020, 11:05 vor 33 Tagen @ also 1449 Views

Hallo also!

Du schreibst: Von "schlucken" oder kaufen kann keine Rede sein. Niemand "hing mit drin". Gedacht war eine Fusion. Sewing sagte aber im Mai oder Juni 2019 "Das können wir auch". Damit war die Angelegenheit erledigt.

Und warum sendete dann n-tv Ende August die Schlagzeile: Wieso wollte Wirecard die Deutsche Bank schlucken?
..
Wenige Monate, bevor Wirecard implodierte, hatte die Konzernführung eine Idee:
Der Zahlungsdienstleister wollte die Deutsche Bank kaufen.

Quelle: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wieso-wollte-Wirecard-die-Deutsche-Bank-schlucken-articl...

Will man das jetzt alles Wirecard an den Hals hängen, um die DeuBa aus den Schlagzeilen zu nehmen?
Auch der neue Name Wirebank ist offenbar erlogen.

Blödsinn!

Ich habe nur aus dem Artikel zitiert.
Woher weißt Du eigentlich, daß es anders war? [[hae]]

Das ist alles falsch. Asien: Wirecard mit Alipay und Tencent + Visa, Mastercard und American Express. Mehr geht nicht!

Das mag ja alles sein, aber dann erkläre den „Gläubigen“ doch einmal, was es mit den Falschmeldungen von Financial Times, n-tv, Capital und den anderen so auf sich hat.

Irre ist vielmehr, was die Medien den Lesern servieren und diese bereit sind zu glauben.

In gespannter Wartung auf Deine besser erklärende Antwortet hoffend.

mfG
nereus

Wenn ich Dich recht verstehe,

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 17.09.2020, 12:50 vor 33 Tagen @ also 1044 Views

dann hältst Du das ganze Spektakel um Wirecard für inszeniert, für eine Schlacht im Wirtschaftskrieg um Zahlungsdienstleistungsmonopole?

Hast Du Belege dafür, oder hältst Du es nur für plausibel?

Viele Grüße,
Naclador

--
Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."

Werter @Naclador

also @, Freitag, 18.09.2020, 15:57 vor 32 Tagen @ Naclador 484 Views

dann hältst Du das ganze Spektakel um Wirecard für inszeniert, für eine Schlacht im Wirtschaftskrieg
um Zahlungsdienstleistungsmonopole?

"Schlacht im Wirtschaftskrieg um Zahlungsdienstleistungsmonopole" möchte ich gerne ändern auf
Schlacht um Kontrolle für die Oberhoheit der Sanktionspolitik.

Hast Du Belege dafür, oder hältst Du es nur für plausibel?

Es gibt Belege. Die Plausibilität hoffe ich mit einer Erklärung einigermaßen darstellen zu können.
Folgendes liegt zeitlich außerhalb meiner NDA! und ist meine stark gekürzte Wahrnehmung.

Jänner 2010 wechselte ich aus einem verwandten Aufgabenbereich in das Projekt EU-TFTP bzw. TFTS.
Der Druck war enorm, es galt ein EU-eigenes TFTP zu erstellen, kompatibel zu US-Vorgaben.
Unser Problem: Aus den USA kamen keine Vorgaben. Trotzdem wurde im Juni 2010 die Vereinbarung
zwischen EU und USA unterzeichnet.

AGREEMENT
between the European Union and the United States of America on the processing and transfer of
Financial Messaging Data from the European Union to the United States for the purposes of the
Terrorist Finance Tracking Program (TFTP)

Wie schon erwähnt, der Druck war groß. Schon beim Flugdaten Abkommen (PNR) drohten die USA
mit einem Landeverboten für europäische Fluglinien, diesmal war der Druck um keinen Deut geringer.
Was nun? Unterschrieben obwohl TFTP-Projekt nicht abgeschlossen? Doch das klärte sich bald.
Anfang August 2010 veröffentlichte das US-Department of Treasury eine Art FAQ:
https://home.treasury.gov/system/files/246/Terrorist-Finance-Tracking-Program-Questions...
The answer for question 13. hat uns abgesägt, weil Unterstützung aus den USA gab es keine.
Am Ende wurde das US-System installiert. Was das bedeutet, das zeigte sich schon 2014.
Die Polizeien in den EU-Mitgliedstaaten müssen Finanz-Transaktions-Daten von EU-Bürgern in den USA abfragen.
Wir saßen ja damals in der Mitte zwischen EU-Kommission und US-Treasury. Ansprechpartner in Richtung EU
war Büro Cecilia Malmström, Richtung US-Treasury und FIU Mr.James Freis.

Freilich lernt man in dem Umfeld Leute kennen, die Informationsflüsse bleiben aufrecht, auch die Verwunderung.
Anfang Juni diese Jahres gab es ein Angebot, das Wirecard nicht ablehnen konnten.
Ein US-Amerikaner mußte in den Vorstand, egal wofür. Am 18. wurde er vorgestellt, James Freis.
Was den Prüfern EY und KPMG über Monate nicht gelang, das gelang ihm über Nacht. Der CEO mußte
am 19. sein Amt niederlegen. Am 20. war Freis der Chef. Einige unbedeutende Probleme ergaben sich noch.
Eine Notariatskanzlei meldete sich und behauptete, das wenigstens ein Konto existiert.
Die Fälschung von den Unterschriften der Vorstände zweier Banken galt bisher nur als möglich und
die Banken wollten die Milliarde noch gar nicht fällig stellen. Egal, Freis meldete am 24. die Insolvenz von Wirecard an.
Er mußte es tun, so heißt es. Ich meine, hier haben einige ihren Job getan.
Immerhin, was Wirecard aufgebaut hatte, das ist mit TFTP nicht vereinbar.

also

P.S.
Einen herzlichen Gruß an die Rückgradamputierten in Diessenhofen!

Spannend!

Naclador @, Göttingen, Dienstag, 22.09.2020, 08:28 vor 29 Tagen @ also 169 Views

Das klingt ja dann eher nach einer Exekution. Aber ist was dran an den Vorwürfen gegen Wirecard, oder läuft unsere Staatsanwaltschaft jetzt auch schon auf direkten US-Befehl?

Gruß,
Naclador

--
Hanlon's Razor: "Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity."
Naclador's Corrolary: "Recognize when stupidity is not an adequate explanation."

Es wäre endlich an der Zeit, auch Susanne Steidl zu verhaften. Aber der Skandal, wenn eine der gefeierten weiblichen DAX Vorstände verhaftet würde (mT)

DT @, Donnerstag, 17.09.2020, 11:08 vor 33 Tagen @ nereus 1801 Views

bearbeitet von DT, Donnerstag, 17.09.2020, 11:23

den will die gegendermainstreamte Staatsanwaltschaft nicht auslösen.

https://www.ft.com/content/6a660a5f-4e8c-41d5-b129-ad5bf9782256

Ebenfalls eine Schlüsselfigur: Christopher Bauer, Chef des Manila-basierten "Unternehmens" PayEasy, das 2018 ein Fünftel des "Profits" von Wirecard erwirtschaftet hat. Und er war vorher der Asienchef von Wirecard. Er stammt aus Einhausen (bei Lorsch in Hessen), Hauptstrasse 26. Einfach dort mal warten und das Telefon überwachen.

https://www.rtl.de/cms/bericht-ehemaliger-wirecard-topmanager-christopher-bauer-in-mani...

Er hat sich wohl tot gestellt und das ganze gut geframed. Todeszertifikate kosten in Manila nur 80 USD:

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/wirecard-christopher-bauer-von-partnerfirma-...

Eine der Schlüsselfiguren im Wirtschaftskrimi um den insolventen Dax-Konzern Wirecard ist auf den Philippinen für tot erklärt worden. Das berichten "Financial Times" und "Handelsblatt". Der deutsche Geschäftsmann Christopher Bauer (44) war einer der wichtigsten Kontaktleute des flüchtigen Ex-Vorstands Jan Marsalek (40), der im Juni eine Reise über die Philippinen vorgetäuscht hatte.

Zuvor wurden dort 1,9 Milliarden Euro auf einem Treuhänderkonto, die Wirecard in seiner Bilanz verbuchen wollte, für inexistent befunden - das entscheidende Detail, das zum Platzen des Jahresabschlusses und damit zum Kollaps des Zahlungsabwicklers führte. Gegen Bauer leiteten die philippinischen Behörden im Juni Ermittlungen ein.

Sonderstellung für "Hochrisikokunden"

Der deutsche Manager hatte 2007 auf den Philippinen die erste asiatische Niederlassung von Wirecard gegründet. Später arbeitete er offiziell nicht mehr für den Konzern, aber in umso wichtigerer Position für Wirecards Aufstieg zum Dax-Riesen. Gemeinsam mit seiner Frau führte er zwei Partnerfirmen, die als so genannte Third Party Acquirers für einen Großteil des von Wirecard verbuchten Geschäfts sorgten.

Eine davon namens PayEasy Solutions stellte im jüngsten testierten Jahresabschluss von 2018 rund 15 Prozent des Wirecard-Umsatzes und mehr als ein Fünftel des Betriebsgewinns. An derselben Adresse in Manila betrieb Bauer auch ein Reisebusunternehmen. Den merkwürdigen Strukturen war die "Financial Times" in einem Bericht von 2019 nachgegangen.

[image]

[image]

Hatte ich am 15.8.20 schon einmal hier erläutert:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=537258

Hier ist sein Bild in groß:

[image]

Der müßte auf den Steckbrief neben Jan Marsalek:

[image]

Für nur 10 USD gibts eine Photoshop-Vorlage für Wirecard-Auszüge zu kaufen. (mLuT)

DT @, Donnerstag, 17.09.2020, 12:23 vor 33 Tagen @ DT 1442 Views

https://www.tgmark.net/de/kiosk/wirecard-payoneer-bank-statement-template

Für 10 USD können also Jan Marsalek und Christopher Bauer ihre Transaktionen nach Belieben vortäuschen. So einfach kommt man heutzutage in den DAX.

Wann fangen die Headhunter endlich an, Marsalek und Bauer zu jagen? Wieviel Jahre wird Markus Braun tatsächlich hinter Gittern verbringen müssen?

Alles was weniger als 5 ist wäre ein Witz. Und danach lebt er in Saus und Braus von den zusammengerafften Milliarden, ähnlich wie das Deutsche Bank Vorbild Joe.

[image]

Philippinen - Weltmarktführer wenn man seinen eigenen Tod vortäuschen muß (mLuT)

DT @, Donnerstag, 17.09.2020, 19:42 vor 33 Tagen @ DT 974 Views

https://www.telegraph.co.uk/travel/destinations/asia/philippines/articles/philippines-t...

Ever considered faking your own death and starting out from scratch in some foreign land? No, us neither - but it does happen. And there’s a booming trade for it in the Philippines, of all places....

Auch Ken Lay hat sich durch "Tod" dem Enron-Urteil von 45 Jahren entzogen. Jeff Skilling, sein Kumpel, bekam 24 Jahre und wurde nach lächerlichen 14 entlassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kenneth_Lay

https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Skilling

Jaja, die Susanne Steidl, eine der tollen DAX Vorstandsfrauen, und die Uni Innsbruck: "The way we pay in 2030". mLuT

DT @, Donnerstag, 17.09.2020, 23:54 vor 33 Tagen @ DT 895 Views

bearbeitet von DT, Freitag, 18.09.2020, 00:02

Wann schlägt die Staatsanwaltschaft hier endlich zu?

https://www.uibk.ac.at/ibf/news/2019/the-way-we-pay-in-2030.html.de

[image]

Hab mirs gespeichert, weil die Uni Innsbruck ganz a la "1984" die Vergangenheit wird verschwinden lassen wollen und ihren Rektor nicht neben der Wirecard-Vorständin zeigen möchte.

"The way we pay in 2030" mit Mag. Susanne Steidl
23.03.2019

Mit einer spannenden Veranstaltung ging die Fakultät für Betriebswirtschaft am 21. März an den Start: Mag. Susanne Steidl von der Wirecard AG war mit ihrem Vortrag zum Thema "The way we pay in 2030" zu Gast in Innsbruck.

Zur Begrüßung betonte Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, dass die Aula selten so voll gewesen sei und hob hervor, dass die Veranstaltung der Höhepunkt einer ganzen Reihe von hockarätigen Vorträgen sei. Mit Mag. Susanne Steidl begrüße man eine sehr erfolgreiche Absolventin der Universität Innsbruck. Steidl sei als Mitglied im Vorstand eine von 27 Frauen in den 134 DAX Unternehmen. Wirecard habe, laut Märk, elektronisches Bezahlen in den letzten 20 Jahren revolutioniert. Auch die Universität Innsbruck gehe Schritte in Richtung des Thmeas "Digitalisierung" und habe mit dem Digital Science Center eine Einheit von der die Studierenden profitieren könnten, gegründet.

Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft, Prof. Matthias Bank, betonte dass er sich auf einen spannenden Vortag aus dem Vortstand eines Unternehmens, das eine hervorragende Performance hingelegt habe, freue. Die Fakultät versuche immer wieder, den Kontakt zwischen Universität und Praxis herzustellen. Der Dekan richtete das Wort auch direkt an die Studierenden: Die Theorie sei notwendig um sie in der Praxis anzuwenden und die Universität Innsbruck sei hier genau der richtige Ausgangspunkt.

Nachfolgend nahm Professor Lawrenz (Institut für Banken und Finanzen) eine thematische Einordung des Vortrags vor und hielt fest, dass die Wirecard AG ein Symbol für die Digitalisierung und Teil der FinTech Revolution sei.

Zu Beginn ihres Vortrages begrüßte Mag. Susanne Steidl die Anwesenden und zeigte sich geehrt von der Anzahl der Anwesenden sowie der Möglichkeit, an der Universität Innsbruck zu Gast zu sein. Ihr Vortrag begann mit einem kurzen Abriss der Geschichte des Zahlungswesens über die letzten 8000 Jahre bis ins Jahr 2030. Laut Steidl seien die User Journeys in Zukunft mehr im Fokus.

Heutzutage werden 15-20% aller Zahlungen elektronisch abgewickelt, davon nur ca. 8-10% komplett digital. Laut Steidl sei man erst am Anfang der Möglichkeiten des elektronischen Zahlungsverkehrs. Die sechs globalen Megatrends in diesem Bereich seien: Cashless World, Internet Technologies, Financial Inclusion, Artificial Intelligence, Borderless Payments und Frictionless Customer Experience.

Das Ziel der Wirecard AG sei es, verschiedene Zahlungsmöglichkeiten passend zum Anlass oder der Aktivität anzubieten. Zahlungen sollten sich der Situation anpassen, in der sich die Person befindet und nicht umgekehrt. Mit kurzen Videoclips illustrierte die Rednerin die Vorhaben und bereits laufende Aktivitäten der Wirecard AG, beispielsweise Zahlung durch Gesichtserkennung in einer KFC Filiale in China.

Elektronischen Zahlungsverkehr sieht Steidl dabei als eine Möglichkeit, die viele Geschäftsmodelle in Zukunft transformieren aber auch zerrütten kann. Die Wirecard AG sieht großes Potential für die User Journeys der Zukunft: Es sollen nicht nur große Unternehmen von den zukünftigen Möglichkeiten des elektronischen Zahlungsverkehrs profitieren sondern auch kleine Unternehmen.

(Die Tippfehler habe ich farblich markiert, sie sind original übernommen. Typisch BWLer und Bankser, können noch nicht mal einen Text fehlerfrei erstellen. Dxxxxxxxx.)

PS: Welche User Journeys meinte sie, die IN ZUKUNFT mehr im Fokus seien? Die Journeys von Jan Marsalek und von Christopher Bauer in ihre Prasserexile mit ihren Millionen/Milliarden?

[image]
Wirecard Vorständin und Österreicherin Susanne Steidl mit ihren beiden hochkriminellen österreichischen Kollegen Markus Braun und Jan Marsalek.

Ja, man weiss halt garnix...., gell Thomas?

Eine halbe Milliarde Vermögen von Vorständen der Wirecard AG eingefroren worden. (mTuL)

DT @, Freitag, 18.09.2020, 08:44 vor 32 Tagen @ DT 794 Views

bearbeitet von DT, Freitag, 18.09.2020, 08:51

https://www.it-times.de/news/wirecard-staatsanwaltschaft-friert-mehr-als-eine-halbe-mrd...

Immobilien in München, Kitzbühel, Wien etc.
Flowtex läßt grüßen. Der Schmieder hatte etliches an seine Frau transferiert.
Wieso passiert das nicht bei Ackermann, Leusder, Bellavite, Dirk Nonnenmacher (*), Gerhard Bruckermann, Jaschinski, etc.?


Wirecard: Staatsanwaltschaft friert mehr als eine halbe Mrd. Euro Privatvermögen von Ex-Managern ein

Montag, 7. September 2020 08:51

ASCHHEIM/MÜNCHEN (IT-Times) - Der gescheiterte Payment-Anbieter Wirecard muss zerschlagen werden, da dem Unternehmen mindestens 1,9 Mrd. Euro in den Kassen fehlen und ein hoher Schuldenberg angehäuft wurde.

Wirecard AG Hauptsitz Aschheim

Die Staatsanwaltschaft hat nun offenbar mehr als 500 Mio. Euro von ehemaligen Managern der Wirecard AG eingefroren, das berichtet die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Es soll sich insbesondere um das Vermögen des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Wirecard AG, Markus Braun, handeln. Die Staatsanwaltschaft München ist in diesem Fall bereits tätig geworden.

Allerdings reicht das eingefrorene Privatvermögen bei Weitem nicht aus, die fehlenden Mittel im Unternehmen Wirecard sowie auch den dadurch entstandenen Schaden bei Gläubigern zu decken.

Braun sitzt derzeit in Untersuchungshaft, nachdem er ein zweites Mal festgenommen wurde. Zuvor kam er gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von fünf Mio. Euro zunächst auf freien Fuß. Es besteht der Verdacht, dass Wirecard systematisch "ausgehöhlt" wurde.

Zum Vermögen von Braun zählen unter anderem mehrere Immobilien in München, Kitzbühel und Wien. Der Besitz wurde über die „MB Beteiligungsgesellschaft“ mit Sitz in München verwaltet, über die er auch Aktien-Transaktionen abwickelte.

Von der Maßnahme der Staatsanwaltschaft München ist zudem auch das ehemalige Vorstandsmitglied Jan Marsalek betroffen, der untergetaucht ist und in der Nähe von Moskau vermutet wird.


(*) https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/hsh-nordbank-dirk-jens-nonnenmacher-zahlt...

Video anschauen!

Dienstliche Übernahmen

Miesepeter @, Donnerstag, 17.09.2020, 12:50 vor 33 Tagen @ nereus 1556 Views

Einfach irre, was „da oben“ so abgeht und fast immer mit staatlichem Segen.
Doch wenn KPMG schon nach wenigen Tagen klar, das da etwas faul sei, stellt sich nochmals die Frage nach der Rolle von McKinsey.
Kein Mensch kann glauben, daß die nicht auch im Bilde waren.

Natürlich waren die im Bilde, und viele andere sicher auch: Erstens mag es zwar viele Vollpfosten in den Behörden, Aufsichtsräten, Korrospondenzbanken und Wirtschaftsprüfern geben, aber sicher nicht nur und ausschliesslich. Es gibt überall auch noch ein paar kompetente Mitarbeiter, und was hier passierte, konnte auch ein BWL-Student erahnen. Zudem wurden im englischen Sprachraum ja auch eindeutige Verdachtsmomente veröffentlicht, denen dann aber wundersamer Weise niemals nachgegangen wurde.

Es ist doch völlig klar, dass Wirecard ein Unternehmen aus dem Dunstkreis der Geheimdienste war. Guttenberg wurde wg Wirecard bei Merkel vorstellig, das sagt eigentlich schon alles. Es sollte nicht hingeschaut werden, und der ein oder andere fähige Mitarbeiter wird vermutlich einen Anruf mit entsprechenden Instruktionen bekommen haben.

Ein undurchsichtiges Vehikel wie Wirecard ist perfekt dafür geeignet, um Unternehmen wie die DB zu übernehmen und in (halb)staatliche Kontrolle zu bekommen. Beim Wirtschaftskrieg geht es nicht nur um Märkte, sondern natürlich auch um Assets und Weisungsbefugnisse.

Facebook, Google, DARPA-finanzierte Start-ups, Tesla, wer glaubt denn, dass da nicht staatliche Stellen aus dem Geheimdienstbereich mitentscheiden? Tesla, als absoluter Neuling im Automarkt wäre dazu in der Lage, die gesamte deutsche Autoindustrie aufzukaufen, womöglich noch im Aktientausch. Wenn geschichtslose Non-Entities mit zweifelhaften Geschäftsmodellen freien Zugang zu Millardensummen bekommen, eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten der Wirtschaftskriegsführung. Man muss halt nur ohne Geschäftsbasis an die Milliarden kommen. Das dürfte nur den wenigsten gelingen, und wem es gelingt, der hat sehr gute und tragfähige Verbindungen.

Gruss,
mp

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