Der Goldjunge – Professor Christian Drosten

nereus @, Montag, 29.06.2020, 09:55 vor 8 Tagen 4258 Views

Bei Rubikon gibt es einen spannenden Artikel zum Hof-Virologen der deutschen Kaiserin.

Laut Auskunft der Charité hat Prof. Christian Drosten den SARS-CoV-2-Test im Auftrag der Charité in seiner Arbeitszeit entwickelt.
Die Urheberrechte liegen gemäß Technologietransferrichtlinie somit bei der Charité. Die Charité will eine mögliche Patent- oder sonstige Schutzfähigkeit noch nicht einmal geprüft haben, weil eine „gewinnorientierte Betrachtungsweise im Zusammenhang mit der Pandemie aus (ihrer) Sicht (...) nicht geboten“ sei.
Pikant hierbei: Drosten hat der Charité die abgeschlossene Entwicklung seines Tests, dessen Blaupause er blitzschnell bei der WHO einreichte, entgegen seiner Meldepflicht gemäß Arbeitnehmererfindungsgesetz gar nicht erst angezeigt.

Die Charité lässt entgegen ihres angeblich rein humanitären Ansatzes dann aber zu, dass andere, wie insbesondere die auf Initiative von Prof. Drosten „von Beginn an“ auf reiner Vertrauensbasis — ohne Verschwiegenheitspflicht oder Wettbewerbsverbot — in die Entwicklung des SARS-CoV-2-Tests eingebundene „kleine“ Berliner Firma TIB Molbiol Syntheselabor GmbH mit einem Jahresgewinn vor Corona von circa 7,3 Millionen Euro sich eine goldene Nase verdient.
Deren Geschäftsführer Olfert Landt lässt uns wissen, Prof. Drosten und er seien keine Busenfreunde, obgleich die beiden seit nunmehr 17 Jahren für jeden neuen Virus wie Vogelgrippe, Schweinegrippe, MERS, ZIKA et cetera immer als allererste mit einem neuen Test herausgekommen sind.

Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/der-goldjunge

Sollte der nette Herr Drosten tatsächlich noch ein paar andere Eisen im Feuer haben?

Ein eingespieltes Doppelpack: Prof. Drosten als wissenschaftliches Sprachrohr seiner renommierten Arbeitgeber Bernhard-Nocht-Institut und Charité, TIB Molbiol als eilfertige Produzentin der jeweiligen Drosten-Testkits.
Bei den SARS-CoV-2-Testkits durfte TIB Molbiol der Charité sogar „sendetechnische Unterstützung“ bei Auslieferungen an Empfängerlabore in Thailand, Vietnam, Hongkong leisten, die Prof. Drosten persönlich ausgewählt hatte, also als erste Firma auf der Welt den Drosten-Test kostenlos versenden, ein diagnostisches Goody Bag sozusagen mit einem Empfehlungsschreiben aus dem wissenschaftlichen Olymp.
Der Türöffner schlechthin.
Nachbestellungen, so darf man vermuten, erfolgen nicht bei Prof. Drosten sondern direkt bei TIB Molbiol.
Dadurch habe TIB Molbiol jedoch, wie die Charité sich beeilt zu versichern, „keinen Wettbewerbsvorteil in Anspruch nehmen können“.
Häh, noch nie was vom First-Mover-Vorteil gehört?
Geht da was zwischen Prof. Drosten, Charité und TIB Molbiol?

Das ist eine sehr berechtigte Frage.

Herr Prof. Drosten, ich habe ein paar Fragen!
..
Wow, wie schaffen Sie es nur, immer an vorderster Front bereit zu stehen, wenn ein neues Virus seinen Weg in die Reihen findet .. einen neuen Test aus Ihrer Geisteskanone herausschleudernd, der quasi über Nacht die zielgerichtete Identifizierung des neuen Feindes ermöglicht?!
Dies ist Ihnen ja nicht nur bei SARS und bei MERS gelungen ..
.. Warum ist hier nicht erwähnt, dass Sie die gleiche heroische Leistung schon viele weitere Male vollbracht haben?
Insgesamt mindestens sieben Mal — und das sind möglicherweise nur die einer breiteren Öffentlichkeit bekannten Erfolge!
All den nachstehenden Viren sind Sie mit ihren cleveren Tests seit 2003 immer als erster auf den Leib gerückt:
SARS-CoV (2003), Vogelgrippe (2005), Schweinegrippe (2009), Chikungunya Virus (2009), MERS (2012), ZIKA (2016), Gelbfieber Brasilien (2017) und SARS-CoV 2 (2020) (3).

Der Wuschelkopf ist halt ein cleveres Kerlchen.
Wie clever wird man noch sehen.
Daher zurück zur Fa. TIB Molbiol, wo der Professor mit dem Nichtbusen-Freund erfolgreich zusammen arbeitet.

.. die Tempelhofer Firma machte in Vor-Corona-Zeiten bereits einen Umsatz von 16,5 Millionen Euro und mit ihren circa 40 Mitarbeitern einen Gewinn, man höre und staune, von etwa 7,3 Millionen Euro. Sie verfügt über thesaurierte, also einbehaltene Gewinne in der sensationellen Höhe von 55 Millionen Euro.
Die „kleine“ Firma war offenbar schon vor Corona eine echte Cash Cow!
Für 2020 rechnet Alleingesellschafter Olfert Landt nun mit einer Verzigfachung des Umsatzes (9), vorausgesetzt natürlich, die Corona-Welle schwappt noch etwas weiter vor sich hin.
..
Mit Olfert Landt arbeiten Sie, Herr Prof. Drosten, ja schon lange zusammen.
Nicht nur haben Sie jeden Ihrer Tests in den letzten 17 Jahren mit ihm gemeinsam entwickelt, Sie publizieren auch fleißig mit ihm, mindestens 11 gemeinsame Publikationen sind über die Jahre entstanden.
Es macht mich irgendwie traurig, dass Olfert Landt es trotz dieser langen und überaus erfolgreichen Zusammenarbeit als nötig erachtet, zu betonen, dass Sie keine Busenfreunde seien und dass er Anfang Januar 2020 nur zufällig in der Charité gewesen sei, als Sie gerade an der Entwicklung des SARS-CoV-2-Tests saßen

Nein, so ein Zufall aber auch. [[freude]]
Herr Drosten „bastelt“ etwas während seiner Arbeitszeit in der Charité zusammen und die berühmte Klinik spielt bei der Verwertung der Rechte keine Rolle.
Das kann man zumindest als sonderbar empfinden.
Vertraglich verbandelt scheint Drosten mit TIB Molbiol nicht zu sein, aber das der Herr Professor seit 17 Jahren regelmäßig in die Röhre schauen soll, wirkt auch nicht sonderlich glaubhaft.

Was läuft denn da eigentlich bei der Charité so? [[hae]]

Laut Bericht des Bundesrechnungshofes kann sie jährlich Krankenhausleistungen im Gegenwert von 100 bis 300 Millionen Euro gegenüber den Krankenkassen nicht abrechnen, weil ihre MitarbeiterInnen Behandlungsverläufe nicht korrekt dokumentieren und die Abrechnung von den Kassen daher nicht akzeptiert werden.
Stattdessen macht die Charité so komische Sachen wie Kostenträger erfinden und über Institute, die es gar nicht gibt, abrechnen.

Ach!
Man rechnet dort auch über Geister-Institute ab.
Ich würde mal sagen, es riecht zumindest etwas streng.

Wer noch mehr von diesen Dingen für die Humanität erfahren möchte, bitte hier entlang: https://www.rubikon.news/artikel/der-goldjunge


mfG
nereus

D hat damit richtig Glück gehabt.

Chris11, Montag, 29.06.2020, 14:13 vor 7 Tagen @ nereus 2095 Views

Wir haben Zum Glück Wissenschaftler, die auf Zack waren und rechtzeitig funktionsfähige Tests auf den Markt gebracht haben. Das Testmaterial wurde übrigens teils kostenlos von Roche abgegeben. Da haben einige kleinere Firmen in D viele Tausend Leben gerettet. Du kannst Dir ja die Situation in USA anschauen. Die US CDC hatte dort ein Monopol auf ihren Test mit drei Sequenzen, der nicht funktioniert hat und damit haben sie mindestens 4 Wochen verspielt. Im Bundesstaat New York und New Jersey haben sie nun über 1600 Tote pro Million Einwohner. Und das in einem Land mit dem teuersten Gesundheitsystem weiltweit mit ca. 20% vom GDP (Bruttosozialprodukt).

In D haben wir zur Zeit 108 Tote/Million, in dem „Musterland“ Schweden 523 Tote/Million Einwohner Quelle https://www.worldometers.info/coronavirus/

Was wir am nötigsten brauchen sind Erbsenzähler, die den paar übriggebliebene Menschen, die hier die Ärmel aufkrempeln, und etwas bewirken, Knüppel zwischen die Beine werfen.

Wie effektiv Behörden arbeiten, können wir an der Masken und Schutzausrüstungsproduktion in Deutschland ablesen. Das das nicht in der kompletten Katastrophe endete, haben wir nur der Chinesischen Regierung zu verdanken, die dort Corona zeitnah eindämmen konnte, sonst wären in D heute noch keine Masken angekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Manchmal sollten auch Erbsen gezählt werden.

nereus @, Montag, 29.06.2020, 15:35 vor 7 Tagen @ Chris11 1716 Views

Hallo Chris11!

Hier stellte man auch schon ein paar Fragen zum Thema.

B. Spezielle Fragen zu TIB Molbiol/Roche Diagnostics LightMix Modular SARS-CoV-2 (COVID19) für N-gene / RdRP-gene / E-gene:

1. Der hierzulande besonders häufig in den Medien genannte Test ist derjenige, der von der Berliner Firma TIB Molbiol bzw. von TIB Molbiol / Roche hergestellt und vertrieben wird. Wie ist in Deutschland der Anteil dieser Tests am Gesamtaufkommen der für die medizinische Diagnose verwendeten Tests?

2. Eine Online-Recherche ergab folgendes Bild:
- In der Auflistung von https://www.finddx.org/covid-19/pipelin… (aufgerufen am 06.04.2020) werden alle drei Teile dieses Test unter RUO (research use only) geführt.
- Im Beipackzettel zu den Test-Kits steht ganz oben „Instructions for life science research use only. Not tested for use in diagnostic procedures. For in vitro use only.“
- Im März erhielt die Firma Roche (Pressemitteilung vom 13.03.2020) für einen anderen Test (Cobas SARS-CoV-2-Test) durch die US-amerikanische FDA eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization / EUA), was auch in EU-Ländern, die die CE-Kennzeichnung anerkennen, den diagnostischen Einsatz erlaubt. Für TIB Molbiol/Roche Diagnostics LightMix Modular SARS-CoV-2 (COVID19) gibt es dagegen keine EUA und keine CE-Kennzeichnung.
- In Indien wurden nach Prüfung drei Tests vom ICMR zugelassen.
Das Testsystem TIB Molbiol/Roche Diagnostics LightMix Modular SARS-CoV-2 (COVID19) wurde bei diesem Verfahren geprüft, jedoch aufgrund geringer Konkordanz nicht zugelassen. https://www.expresshealthcare.in/covid1… (aufgerufen am 06.04.2020)

Ist es richtig, dass TIB Molbiol/Roche Diagnostics LightMix Modular SARS-CoV-2 (COVID19) in Deutschland keine Zulassung für die medizinische Diagnostik besitzt, aber trotzdem dafür verwendet wird?
Auf welcher wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlage geschieht dieser Einsatz, welche Stelle hat dies entschieden?

3. An der Testentwicklung war Prof. Dr. Drosten, der u.a. hinsichtlich der COVID19-Testung eine zentrale Beraterrolle für die Bundesregierung spielt, maßgeblich beteiligt.
Ist ausgeschlossen, dass hier ein Interessenskonflikt besteht?

Quelle: https://fragdenstaat.de/anfrage/bitte-um-beantwortung-von-fragen-zu-tests-auf-sars-cov-2/

Herr Landt, der Chef von TIB Molbiol hat auch selbst geantwortet, nur war der Fragesteller nicht ganz zufrieden.

Sehr geehrter Herr Landt,

vielen Dank, dass Sie sich hier Zeit nehmen zu antworten, obwohl Sie gemäß Pressespiegel aktuell sehr beschäftig sein müssen wegen dem vierfachen Umsatz Ihrer Test Kits in der Corona Pandemie.

Nur leider beantwortet nicht Ihrer Antwort den eigentlichen Kern der Fragestellung in Sachen Interessenkonflikt Zusammenarbeit Herr Christian Drosten mit TIB Molbiol / Olfert Landt. Es ist unstrittig, dass Herr Drosten die Bundesregierung beraten hat.
Die Test Kits von TIB Molbiol haben keine medizinische Zulassung in Deutschland, dennoch wird u.a. das Charité von TIB Molbiol beliefert. Deutschlandweit beliefert TIB Molbiol pro Woche 15.000 Test Kits wovon Millionen PCR Tests gemacht werden.
Wie haben Sie die Erlaubnis bekommen zum Beispiel das Charité zu beliefern?
Mit Ihrem Test Kits wurde u.a. ein PCR Test Corona an der Bundeskanzlerin Frau Merkel durchgeführt an der Charité.

Das parallel dazu befragte Gesundheitsministerium schweigt sich aus.

Wie anfällig Bundesministerien für besondere Geschäfte sind, haben wir bei Panzer-Uschi gesehen.
Warum dürfen dann solche Fragen nicht gestellt werden?

mfG
nereus

Regeln für 'research use only"

Martin @, Montag, 29.06.2020, 17:08 vor 7 Tagen @ nereus 1193 Views

Googeln nach MEDDEV. 2.14/2 rev.1

" ‘For research use only’ products do not have an intended medical purpose. When a medical purpose has been established based on sufficient and broadly agreed upon scientific, diagnostic and clinical evidence, then the product must comply with the requirements of the Directive before the manufacturer can place it on the market with an intended IVD use. "

So ettikettierte Produkte dürfen also nicht zu Diagnosezwecken eingesetzt werden. In dem MEDDEV-Dokument sind auch mögliche Einsatzsituationen gelistet. Genau genommen dürfen aus den Messergebnissen in diesem Fall keine medizinischen Aussagen abgeleitet werden, d.h. weder Therapien, noch medizinisches Risikomanagement durch Behörden.

Ob das mit "Glück" zu tun hat?

cassi @, Mitten in der EUdSSR, Montag, 29.06.2020, 16:58 vor 7 Tagen @ Chris11 1320 Views

Im Bundesstaat New York und New Jersey haben sie nun über 1600 Tote pro Million Einwohner. Und das in einem Land mit dem teuersten Gesundheitsystem weiltweit mit ca. 20% vom GDP (Bruttosozialprodukt).

In PA, MI und CA liegen die Zahlen bestimmt auch sehr hoch!

Rogan O’Handley
45 out of 50 Governors did *not* force COVID infected patients into nursing homes
But 5 did:
Cuomo (NY)
Wolf (PA)
Whitmer (MI)
Murphy (NJ)
Newsom (CA)
Nearly *half* of all COVID nursing home deaths were in these states
That’s not an accident
That’s systemic murder

https://twitter.com/DC_Draino/status/1275137156944728068

So kann man natürlich auch versuchen, Sand ins Getriebe zu streuen.[[wut]]

--
Gruß ©
"Dummheit ist ein menschliches Privileg" (Sigismund von Radecki)

Meldung zwischen Wetterbericht und Horoskop: WHO gesteht Irrtum bei Schweden-Bewertung

bolte @, Montag, 29.06.2020, 18:35 vor 7 Tagen @ nereus 1645 Views

(...)
Das hat Schwedens Chef-Epidemiologen Anders Tegnell furchtbar geärgert, wie n-tv.de berichtete. Er widersprach energisch: Es handle sich um einen totalen Irrtum. Man zähle in Schweden nur deshalb mehr Neuinfektionen, weil man die Anzahl der Tests sehr stark erhöht hätte. Die Anzahl der schweren Fälle gehe aber eindeutig zurück.

https://www.achgut.com/artikel/who_gesteht_irrtum_bei_schweden_bewertung

Covid-19 elegant unterlaufen (mB)

tradi @, Dienstag, 30.06.2020, 01:13 vor 7 Tagen @ nereus 1143 Views

Ich finde gerade keinen passenden Faden.
Das Bild ist es aber wert. Vielleicht kommt das ja auch noch.


[image]

--
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
(Thomas Jefferson)

Futterneid oder berechtigte Kritik?

nereus @, Dienstag, 30.06.2020, 08:43 vor 7 Tagen @ tradi 935 Views

Hallo tradi!

Wegen des "schönen" Bildes hänge ich diesen Beitrag jetzt hier an.

Die Berliner Charité mit ihrem Starvirologen Christian Drosten profitiert von der Regierungsnähe.
Bei einem 150-Millionen-Euro-Programm des Bundes ist sie zugleich Koordinatorin, hat einen Sitz im Steuerungsgremium und bekommt nun auch noch die meisten Führungsrollen bei den geförderten Projekten.
Unter Medizinern regt sich Widerstand.

Quelle: http://www.corodok.de/profs-selbstbedienung-drosten/#more-1919

Widerstand? Wogegen genau?

Das Netzwerk soll die Unikliniken in Deutschland zusammenbringen, um bei einer künftigen Pandemie schnell und schlagkräftig reagieren zu können. Kritiker dagegen sehen vor allem eine Wirkung: Der mit wenig Regeln verbundene Riesenetat hat die Charité in eine Machtposition über die übrigen Unikliniken der Republik erhoben.
..
Einen aufwändigen Prozess mit Gutachtern, gewählten Auswahlgremien und Befangenheitsregeln wie bei der DFG gibt es beim Sonderetat allerdings nicht.
Das Netzwerk wird von der Charité koordiniert, ihr Manager Ralf Heyder (44) versendet die Rundschreiben. Klinikchef Kroemer sitzt mit zwei Ministerialen sowie Kollegen aus Köln, Heidelberg und Dresden in der „Nationalen Taskforce“" dem Steuerungsgremium.

Es schaut nach Effizienz aus, riecht aber nach Korruption.

Josef Pfeilschifter (65), Direktor des Instituts für Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Frankfurt und Vizepräsident des Deutschen Hochschulverbandes, sieht die Doppelrolle der Charité kritisch. „Es kann nicht sein, dass sich eine Einrichtung wie die Charité aufschwingt, einen Geldtopf mit Bundesmitteln aufzumachen, dann selbst maßgeblich mitentscheidet, wer was bekommt, und am Ende selbst die meisten Mittel für die eigenen Projekte erhält", sagt der Mediziner. „Das ist weder adäquat noch effizient."

Zumal die Charité mit ihren dubiosen Abrechnungspraktiken (siehe Artikel zuvor) seit längerem im Feuer steht.
Interessanterweise sorgt das nicht für Zurückhaltung oder verstärkter Kontrolle, sondern die Geldschleusen öffnen sich noch weiter.
Wie weit ist Berlin von Palermo entfernt?

Das Entsetzen über die von der Charité dominierte Ideen-und-Projekt-Auswahl ist unter Wissenschaftlern anderer Unikliniken weit verbreitet. Ein Virologe spricht von „einem Skandal", ein anderer von „Wissenschaft mit Interessenkonflikt".
Beide wollen anonym bleiben, um nicht dauerhaft in Berliner Ungnade zu fallen und deswegen von den Fördermitteln abgeschnitten zu werden…

So so, eine Prise Omertà ist auch noch dabei.

Daß Christian Drosten schon immer von öffentlichen Geldern profitierte, über deren Vergabe er mitentschied, wurde hier in mehreren Beiträgen dargestellt, z.B. in Sachen MERS.

So ein Loch im Staatssäckel, daß man selbst noch ein wenig aufschneiden kann, hat schon ein gewisses Etwas.
Vor allem weil man damit so viel Gutes tun kann. [[freude]]

Und wenn einmal Blut geleckt wurde, wird der Appetit immer größer.
Jetzt wird nach der Dissertation des Starvirologen gefahndet.

Wo ist die Dissertation?

In der Frankfurter UB findet man lediglich ein Inhaltsverzeichnis der Schrift.
Recht ungewöhnlich ist, daß sie nur im Lesesaal eingesehen werden kann. Dummerweise ist das einzige Exemplar für die nächsten Wochen ausgeliehen
Dumm auch deshalb, weil der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek für die Jahre 2000–2003 keinen Eintrag für Christian Drosten aufführt. Bei der DNB sind alle Hochschulschriften zu melden.
Vorerst scheint es deshalb schwierig, der Dissertation Verfahrensweisen und Kooperationspartner zu entnehmen. Denn auch Google kennt sie nicht.

Quelle: http://www.corodok.de/drosten-dissertation-verschluss/

Auch schwanken seine Angaben zur Promotion.
Einmal erfolgte diese im Jahr 2003, doch dann hat er selbst diese Arbeit ins Jahr 2000 vor verlegt.

Fazit: Das ist alles etwas neblig um den guten Herrn Professor, der wacker an der Seite der Kanzlerin die neue Pest bekämpft.
Ob es da wohl noch weitere Erbsen zu finden geben wird? [[hae]]

mfG
nereus

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