wann kommt die große Inflation?

Manuel H. @, Montag, 29.06.2020, 07:18 vor 5 Tagen 2380 Views

Dr. Vhristian Rieck entwirft eine Theorie dazu.

Zentralbankgeld entstehe durch die Hereinnahme von Werten gegen die Geld herausgegeben werde.

Natürlich nur über die Banken als „Mittler“

Diese Werte blieben nominal zum Ursprungskurs in der Bilanz, jedoch könnten sie am „freien Markt“ verfallen, weil es beispielsweise Staatsanleihen sind, die nichts „wert“ seien.

„Fachleute“, die das „entdecken“ spekulieren dann mit Leerverkäufen dagegen und schwupp sei die Währung nichts mehr „wert“.

Wo redet er Stuss? :-)

Hier zum Video (17 Minuten)

https://youtu.be/bokHl4zmbPg

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Deutschland das neue Troja?
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Der Autor erklärt sehr gut, dass ZB-Geld als temporärer Tausch Anleihe gegen Anleihe-Nominalwert entsteht

BerndBorchert @, Montag, 29.06.2020, 08:32 vor 5 Tagen @ Manuel H. 1244 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Montag, 29.06.2020, 08:50

Allerdings vergisst er die Offenmarkt-Geschäfte der ZB. Die EZB kauft z.B. auch Anleihen auf dem Markt zum Marktpreis, und sogar Aktien. Und "kaufen" heißt dabei: sie erfindet einfach dieses Geld und bezahlt damit.

Kann man eigentlich alle assets der ZB einsehen? nach meinem Stand sieht man nur die Bilanz und ein paar Unter-Summen, aber nicht die einzelnen Anleihen. Und die Offenmarkt-Geschäfte sind noch verdeckter, nach meinem Stand sogar ganz offiziell geheim. Die vom Autor vorgeschlagene faire Bilanz der ZB kann also nicht einmal von Experten angefertigt werden.

Außerdem ist seine Argumentation schwach, warum es einen nicht-linearen Effekt haben sollte, wenn die fair bewertete Bilanz der ZB ins Negative geht. Der Autor behauptet ja, dass die Inflation dann auf einmal extrem wird. Eine akzeptable Begründung für so einen "Ketchup Effekt" gibt er aber nicht.

Bernd Borchert

Gibt es ein besseres Wort für den Vortragenden eines eigenes Textes in einem Video als "Autor"? "Sprecher"? "Vortragender"? "Vlogger"?

Kaufen scheint nicht das Problem zu sein, sondern das Verkaufen.

heller @, Montag, 29.06.2020, 09:19 vor 5 Tagen @ BerndBorchert 1059 Views

Die EZB kauft z.B. auch Anleihen auf dem Markt zum Marktpreis, und sogar Aktien. Und "kaufen" heißt dabei: sie erfindet einfach dieses Geld und bezahlt damit.

Für mich als Nichtkenner sieht das so aus:
Das "Kaufen" ist vermutlich nicht das Problem.
Das Problem entsteht beim "Verkaufen":
Eine italienische Bank kann zwar der EZB oder einer anderen Zentralbank (auch einer regulären Bank?) einen Schrottwert noch gegen den Buchwert "übertragen" und ihre Habenseite bereinigen.
Spätestens beim Verkauf am offenen Markt gilt aber der Marktpreis.

Wenn es dann überhaupt noch einen gibt.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass "der Tresor mit den Besicherungswerten für die gigantischen Summen der Staatsanleihen" folgendes enthält:
Eine riesige Sammlung von Dankesschreiben: "Vielen Dank für die unbürokratische finanzielle Unterstützung in einer so schwierigen Lage. Anbei die 100000 Wirecard-Aktien für 99 Jahre. Sollten Sie in der Zwischenzeit einmal Hilfe benötigen, rufen Sie gerne bei meinem Verwalter an. Tel.: ....."
Und täglich kommen neue dazu.
Wehe, wenn es tatsächlich einmal zur Senkung von Staatsanleihen kommen sollte - das geht doch nur, wenn die Gegenparteien (die Dankesbriefschreiber) ihre Wirecard-Aktien wieder auslöst - gegen Zentralbankgeld. Und möglichst zu dem Wert, für den sie als Sicherheit damals verbucht wurden.

Oder versteh ich da was falsch?

Der Wert von „assets“

Manuel H. @, Montag, 29.06.2020, 09:35 vor 5 Tagen @ heller 896 Views

Darf ich erinnern?

Die Bundespost hatte sehr viele Liegenschaften in ihrer Bilanz, die Traumwerte repräsentierten, da sie alle in 1a Einkaufslagen waren.

Warum waren es 1a Einkaufslagen? Weil dort die Post war.

Schloss man die Post, war die 1a Lage natürlich weg und stattdessen hatte man asbestverseuchte Bauten, die für nix zu benutzen waren ausser abreissen in einer Lage, in der alle Einzelhändler aufgaben (weil die Post weg war)

Wert minus 0 mal x-tausend Standorte.

„Wert“ ist gaga.

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Nach meinem Stand sind die Repo-Geschäfte (Anleihe gegen ZB-Geld) und die Offenmarkt-Geschäfte völlig getrennt

BerndBorchert @, Montag, 29.06.2020, 09:49 vor 5 Tagen @ heller 778 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Montag, 29.06.2020, 09:55

Aus dem Grund, weil beim Repo-Geschäft (also das beschriebene Kerngeschäft der ZB) die in Zahlung genommene Anleihe individuell ist, und das Rückgeschäft (Preis und Termin) schon feststeht.

Nach meinem Stand muss diese Anleihe (Repo-Geschäft) eine Staatsanleihe sein und sollte (oder muss?) eine vom eigenen Land sein, bei der EZB also eine von einem Euro-Land.

Die am offenen Markt "gekauften" Anleihen und Aktien müssen auch dort wieder verkauft werden. Ein Kursverlust geht zu Lasten der ZB.

Bernd Borchert

Grüne deutsche Bundesanleihe im September, Schrott oder Futter für die €EZB€? (-)Zinsen?

bolte @, Montag, 29.06.2020, 15:00 vor 4 Tagen @ Manuel H. 610 Views

Die Bundesregierung will im September die erste ökologisch nachhaltige Bundesanleihe herausgeben. Geplant sei für 2020 ein Emissionsvolumen von 8 bis 12 Milliarden Euro, teilte die Finanzagentur des Bundes am Montag mit. Die Laufzeit der Wertpapiere solle zehn Jahre betragen. Die neue Anleihe fungiere quasi als "grüner Zwilling" zur konventionellen zehnjährigen Bundesanleihe.
https://www.handelsblatt.com/dpa/konjunktur/wirtschaft-handel-und-finanzen-erste-gruene...

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