Hat die AfD mit einem Altersdurchschnitt > 60 denn eine Zukunft?

Plancius, Donnerstag, 22.02.2024, 15:34 (vor 92 Tagen) @ Olivia1598 Views

Die aktuelle Eintrittswelle in die AfD täuscht darüber hinweg, dass die politisch relevante Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren sehr schwach vertreten ist, gerade die Gruppe, die in Saft und Kraft steht, Dinge zu bewegen. Schließlich haben sie noch viele Jahre Lebenszeit vor sich und können die Früchte von selbst herbei geführten politischen Veränderungen noch genießen.

Letzte Woche war ich zum politischen Aschermitttwoch der AfD. Ich fand es erschreckend, wenn ich so in die Runde sah, dass der Altersdurchschnitt weit über 60 Jahre war. Ein paar junge Männer waren anwesend, die wohl vornehmlich wegen des Freibiers gekommen waren und um mal zu grölen. Aber auch hier die Altersgruppe zwischen 30 und 50 - absolute Ebbe.

Selbiges bei anderen politischen Veranstaltungen. Die Demos (Corona, Montagsspaziergänge, Frieden, ...) werden weitgehend von denen getragen, die über 55 Jahre alt sind und die DDR noch bewusst miterlebt haben. Spricht man mit politisch aktiven Menschen, so hört man oft, dass sich die eigenen Kinder, Brüder und Schwestern von ihnen wegen ihrer politischen Ansichten und Aktivitäten losgesagt haben. Die Familienmitglieder können nicht verstehen, warum man gegen das System BRD opponieren kann. Uns geht es hier doch gut im Vergleich mit den meisten Ländern dieser Welt.

Nur mal so am Rande bemerkt.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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