Long covid oder nicht?

aliter, Sonntag, 12.11.2023, 11:05 (vor 112 Tagen) @ helmut-11671 Views

Am Anfang haben alle nichts gewusst und die Panik über die tödlichen Lungenfibrosen o.ä. geglaubt. Relativ schnell hat sogar das Ärzteblatt sich dazu durchgerungen, Covid als in erster Linie gefässbetreffend zu erkennen. Wer schon Covid hatte wird wohl bestätigen, dass die Symptome anders als bei sog. gripp. Infekten sind. Mal sehr schwer (wie bei meinem ersten Infekt) mal minimal wie beim den später aufgetreten. Typisch ist in der Tat der Verlust bzw. Einschränkung des Geruchssinnes. Ich habe einen HNO Arzt aufgesucht, der wenig Mut gemacht hat aber meinte das könne sich bessern, man müsses sozusagen üben. Der Geruchssinn ist i.A. nicht vollständig weg, sonst könnte man praktisch nichts schmecken, aber die Reduktion ist störend. Bei normalen grippalen Infekten früher mit Rhinitis war der Geruchssinn auch fast weg aber wenn die Nase wieder frei war dann wieder da, ein physiologischer Effekt, wenn die Geruchssensoren in den NNH zugeschleimt sind. Bei Covid ist das anders, ich vermute einen Autoimmunprozess.
Bei Älteren steht bei postcovid die Frage im Raum: normaler altersbedingter Abbauprozess, psychosomatische Störung oder somatisch?
Ich empfehle eine kardiologische Untersuchung mit Belastungsekg, das klärt recht schnell die echte Leistungsfähigkeit des Herzens, der Kardiologe macht immer eine Echo, ist recht sinnvoll. Als Raucher auf jedenfall Lungenfunktionsuntersuchung und aufhören. Beim Hausarzt sollte man den BB, Stoffwechsel (Zucker, Leberwerte, Nierenwerte, Cholesterine, Harnsäure, TSH und CRP ggf. D-Dimere ggf. PSA ) abklären lassen, dann hat man den basisgesundheitlichen Rundumschlag geklärt. Ob man den Vitaminstatus bestimmen lassen sollte ist finanzielles Privatvergnügen. Wenn die Werte alle im wesentlichen im Normbereich sind, dürfte man die Beschwerden als "Trainingsmangel" oder somatoform bezeichnen.


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