Die Ukrainer hier kündigen mehrheitlich auch immer innerhalb von 3 Monaten ihren Job - wenn sie denn mal einen annehmen

Plancius, Montag, 06.11.2023, 12:22 (vor 118 Tagen) @ Albrecht2669 Views

Die Ukrainer haben ja amtlich nach der letzten Statistik die geringste Beschäftigungsquote aller in Deutschland lebenden Migranten/Flüchtlinge/Ausländer. Nur etwas mehr als 20% der erwerbsfähigen Ukrainer gehen einer geregelten Arbeit nach.

Die Erwerbsquote ist so niedrig, obwohl sie von allen Einwanderergruppen unserer Kultur relativ nahe sind, in der Regel gut ausgebildet sind und auch sprachlich die geringsten Probleme bei der Integration in den Arbeitsalltag haben. Insbesondere die sprachliche Integration gestaltet sich vorteilhaft, weil in vielen Firmen Spätaussiedler aus der Ex-UdSSR arbeiten und die Ukrainer mit denen mitlaufen und von ihnen angelernt und eingewiesen werden.

Hier bei uns arbeiten die Ukrainer bzw. haben sie gearbeitet in einer Lebensmittelfabrik, wo 7 Tage in 3 Schichten gearbeitet wird. Sie werden entweder in der Verpackung oder an einer Maschine eingesetzt. Üblicherweise gibt es für diese Hilfstätigkeiten etwas mehr als Mindestlohn plus Schichtzulagen. 2 Ukrainer arbeiten zur Zeit noch in der Fabrik.

Ein Gartenfreund - Ex-Aussiedler aus Kirgisien - hat schon einige Ukrainer unter seinen Fittichen gehabt. Innerhalb von 3 Monaten kündigen sie wieder, weil ihnen der Lohn zu gering ist. Mit Bürgergeld bekommen sie mehr, brauchen nicht zuarbeiten, können Deutschkurse belegen und ihrem sonstigen kleinen Business nachgehen.

Die meisten deutschen Anlernkräfte bekommen auch nicht mehr Gehalt als die Ukrainer. Mindestlohn ist für viele Beschäftigte hier im strukturschwachen Nordosten das gängige Gehalt.

Warum gehen die meisten Deutschen in den unteren Gehaltsgruppen trotzdem arbeiten und beziehen kein Bürgergeld?

- Viele haben noch keine Karriere beim Sozialamt hinter sich. Für sie ist der Bezug von Sozialleistungen gleich bedeutend mit Armut. Und sie wollen nicht in Armut abgleiten.

- Bei den meisten Geringverdienern arbeiten beide Partner in Vollzeit und sie kommen so noch über die Runden.

- Wenn nur einer von beiden arbeitet, gibt es noch kein Geld vom Sozialamt.

- Viele Leute haben Erspartes oder ein Häuschen/eine Wohnung. Dieses Vermögen müssten sie zunächst verleben, ehe es Geld vom Sozialamt gibt.

So bleibt das Geld vom Staat denen vorbehalten, die aus dem Ausland zu uns kommen oder bereits seit Jahrzehnten eine Sozialhilfekarriere hinter sich haben. Ein geschlossener Club von Sozialstaatsadel also.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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