Basis-Informationen für das Thema dieses Fadens liefern die Tagesthemen vom 27. Oktober 2023 von Minute 06:47 bis 12:24 (Kommentar A. Bachmann inklusive):.

neptun, Samstag, 28.10.2023, 21:14 (vor 127 Tagen) @ neptun3072 Views
bearbeitet von neptun, Samstag, 28.10.2023, 21:23

Im Beitrag heißt es zur FFF-Bewegung unter anderem:

"Vor kurzem solidarisierte sich die Schwedin mit Palästinensern in Gaza und wurde dafür kritisiert. Noch mehr Empörung gab es, als vor zwei Tagen die Internationale Sektion von Fridays for Future nachlegte und Israel unter anderm Genozid vorwarf.

[ ... ] Manche Anhänger (der FFF-Bewegung, Anm. neptun) nehmen etwa pro-palästinensische Positionen ein und kritisieren Israel scharf. Mitte dieser Woche behauptet Fridays for Future International auf Instagramm, Medien würden Gehirnwäsche betreiben, um das Publikum auf Israels Seite zu ziehen. Ein weiterer Vorwurf: Israel verübe einen Genozid an Palästinensern, verhalte sich kolonialistisch.

Für den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland (Josef Schuster, Anm. neptun) so skandalös wie gefährlich: 'Über die Aussagen von Fridays for Future International bin ich entsetzt. Es ist wirklich purer Antisemitismus, der hier verbreitet wird, mit den Verschwörungsideologien, mit Schuldzuweisungen unberechtigter Art und Weise'.

Fridays for Future Deutschland distanziert sich vom Internationalen Account, steht allerdings trotz mehrfacher Anfrage nicht für ein Interview zur Verfügung. Die Pressestelle verweist auf Luisa Neubauers Rede auf einer Israel-Solidaritäts-Kundgebung vergangenen Sonntag:

'Wir verurteilen den Terror der Hamas. Wir stehen hier und wir sind entsetzt über den Antisemitismus weltweit und auch hier in Deutschland. Wir stehen hier und wir hören die Geschichten, die unerträglichen Geschichten von den Menschen, die gerade das Unsagbare erfahren'."

Soweit der eigentliche Beitrag. Den armseligen und verleumderischen (*) Kommentar des Andreas Bachmann vom Bayerischen Rundfunk möchte ich Euch nicht vorenthalten:

"How dare you - wie könnt ihr es wagen? Vor vier Jahren hat Greta Thunberg diesen Satz mit haßerfülltem Blick den mächtigsten Politikerinnen und Politikern der Welt vor den Latz geknallt. Damals ging's um's Klima.

Heute sge ich zu Fridays for Future International und ihrer Gallionsfigur Greta: 'How dare you - wie könnt ihr es wagen, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen! Wie könnt ihr es wagen, Israel als Apartheids-System zu bezeichnen, wie könnt ihr es wagen, von einem Genozid Israels gegen die Palästinenser zu sprechen.'

Ausgerechnet die Klimabewegung, die sich sonst immer auf die Wissenschaft beruft, kommt jetzt mit antisemitischen Schwurbeleien und Verschwörungstheorien a la Lügenpresse daher. Die Medien seien von imperialistischen Regierungen, die Israel unterstützten, bezahlt und beeinflußt und würden das Leid der Menschen in Gaza verschweigen. How dare you?

Ja, der deutsche Ableger von Fridays for Future hat sich distanziert von diesen antisemitischen Entgleisungen und hat wortreich erklärt, daß niemand für die ganze Bewegung sprechen könne, da Fridays for Future dezentral organisiert sei. Aber reicht das? Ich meine, nein. Es muß eine noch klarere Reaktion erfolgen.

Josef Schuster hat recht, wenn er die Umbenennung des deutschen Fridays for Future-Ablegers fordert. Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar, und wer glaubhaft solidarisch sein will mit Jüdinnen und Juden, der kann nicht mehr unter dem Fridays for Future-Label firmieren. Diese Marke ist maximal beschädigt, der Name ist für immer verbunden mit übelstem Antisemitismus. Luisa Neubauer und Co. sollten sich schnellstmöglich von Fridays for Future trennen und unter einem neuen Label neu anfangen, sonst müssen auch sie sich fragen lassen: 'How dare you?'"

(*) Armselig und verleumderisch deshalb, weil er die völlig berechtigte Kritik am Vorgehen Israels fast auschließlich auf eine - zudem gar nicht mal vorhandene - in-Frage-Stellung des Existenzrechtes Israels zu reduzieren versucht.

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