LiMux (Open Source in der Stadtverwaltung München) ist an korrupten Politikern gescheitert

mabraton, Dienstag, 26.09.2023, 10:48 (vor 203 Tagen) @ Naclador2328 Views
bearbeitet von mabraton, Dienstag, 26.09.2023, 10:51

Hallo Naclador,

Aus Wikipedia:
Bis Anfang 2012 hatte die Stadt München nach eigenen Angaben mit dem LiMux-Projekt etwa 25 % der Kosten gegenüber einer Windows-Installation eingespart,[3] des Weiteren hatte sich auch die Fehleranzahl verringert.[4] Eine veröffentlichte Vergleichsrechnung vom November 2012 gab eine Einsparung von mehr als 10 Mio. Euro gegenüber einer vergleichbaren Microsoft-Lösung an.[5] Im Dezember 2013 wurde die Umstellung erfolgreich abgeschlossen.[6] Neben den Kostenersparnissen von über 11 Millionen Euro konnte die Stadt auch mehr Freiheit in der Softwareauswahl gewinnen.[7]

2014 wurde eine Prüfung der gesamten IT-Infrastruktur eingeleitet, um festzustellen, welche Software die Kriterien der Stadt weitestgehend erfülle.[8] Auslöser war die E-Mail-Anbindung eines Smartphones.[9] Das LiMux-Projekt geriet in die Schlagzeilen, nachdem das Linux-basierte E-Mail-System der Stadt München ein komplettes Wochenende lang durch eine einzige E-Mail mit einer überlangen Betreff-Zeile lahmgelegt worden war.[10] Als Ursache für den Ausfall wird ein Fehler in der eingesetzten kommerziellen Spamschutzsoftware UCEPROTECT vermutet, was der Hersteller UCEPROTECT-Orga vehement dementierte.[11]

Ende November 2017 wurde vom Stadtrat beschlossen, das Projekt zu beenden und alle Rechner bis zum Jahr 2020 wieder auf Windows umzustellen.[12]
https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux

Soso, wegen eines überlangen Betreffs einer E-Mail hat man beschlossen, dass Open Source Software nicht zuverlässig ist. In der Support-Abteilung bei Microsoft liegen sie immer noch mit Lachkrämpfen auf dem Boden. [[lach]]

Was war der wirkliche Grund?
Wo ist die Deutschlandzentrale von Microsoft in Deutschland?
Richtig, in München.
Wie oben nachzulesen war LiMux eine Erfolgsgeschichte. Ausgerechnet in München.

Es passierte folgendes,
Linux in öffentlichen Verwaltungen sei nicht praktikabel, fehlerbehaftet und unsicher – in München räumte das Projekt Limux mit diesen Vorurteilen auf. Dann wurde Dieter Reiter (SPD) Oberbürgermeister, nicht mehr in einer rot-grünen, sondern einer rot-schwarzen Koalition. Er holte eine neue Microsoft-Zentrale nach München und prompt folgte auch die Rückkehr der Stadtverwaltung zu Windows. Er selbst bestreitet einen Zusammenhang, es ginge darum, die IT „schlagkräftiger und effektiver“ zu machen. War das nicht eigentlich das Argument gegen Windows?

Hier gehts weiter,
Wie Microsoft Europa kolonialisiert
Verwaltungen, Behörden, Regierungen: Alle setzen sie auf Microsoft Windows. Dass der US-Konzern dabei politisches Mitspracherecht gewinnt, Vertragsbedingungen diktiert und im Quellcode einige Überraschungen bereithält, wird gern ausgeblendet. Eine sehenswerte ARD-Reportage rollt das Thema auf.

Noch Fragen, Kienzle?

beste Grüße
mabraton


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