Na ja, ganz so ist es aber nicht

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Samstag, 16.09.2023, 08:58 (vor 256 Tagen) @ Joe682464 Views

Das mit der Annäherung von Preisen in der Schweiz mit denen in Deutschland ist ziemlich übertrieben. Ich lebe jetzt seit einem halben Jahr in der Schweiz und pendele ab und zu nach Deutschland. Die Preise in der Schweiz sind nach wie vor um Einiges höher als in Deutschland, da sehe ich keine Annäherung.

Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs kosten in der Schweiz teils ein Vielfaches wie in Deutschland. Butter beispielsweise kostet in der Schweiz fast viermal so viel, wie in Deutschland, Sahne und Käse mindestens das Doppelte. Gemüse ist sehr teuer (habe gestern einen kleinen Brokkoli für 3,79 CHF gesehen), Fleisch ebenso.

Bekleidung kostet hier auch wesentlich mehr als Deutschland, der Hammer sind allerdings die Mieten, die, bezogen auf die Wohnfläche, hier nahezu viermal so hoch sind wie in Deutschland!

Auch die Krankenversicherung kostet ein Heidengeld, weil es keine Familienversicherung gibt. Jedes Familienmitglied muss separat versichert werden, eine Beteiligung des Arbeitgebers gibt es nicht. Zudem gibt es nur eine Grundsicherung, die noch nicht einmal die Zähne mit einschließt (müssen extra versichert werden) und mit einem Selbstbehalt versehen ist (kann gegen Zuzahlung gesenkt werden).

Das Leben in der Schweiz ist unglaublich teuer, man kann hier praktisch nur leben, wenn man einen gut bezahlten Vollzeitjob hat bzw. als Doppelverdiener-Paar (als Multimillionär geht's natürlich auch).

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"Eine Gesellschaft befindet sich im vorübergehenden oder finalen Verfall, wenn der gewöhnliche, gesunde Menschenverstand ungewöhnlich wird."

William Keith Chesterton


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