Entschuldige bitte: Füllmich ist kein kleines Kind, sondern Anwalt. Solche Dinge sollten ihm sehr geläufig sein. Sicherlich hat er sich verspekuliert, davon gehe ich aus. Der Weg zur Hölle....

Olivia, Sonntag, 25.09.2022, 12:02 (vor 123 Tagen) @ Martin1738 Views
bearbeitet von Olivia, Sonntag, 25.09.2022, 12:08

Als Anwalt sollte er einigermaßen einen Überblick über seine Finanzen haben und einschätzen können, was er finanziell schafft oder auch nicht.

WENN man eine Arbeit nicht unentgeldlich leisten kann, dann kommuniziert man das und sucht nach Lösungen oder hört auf. Man greift aber nicht in die "Kasse". Man kann auch einen Spendenaufruf speziell für die "Gehälter" der beim Ausschuß mitwirkenden Personen machen. TRANSPARENZ ist das Stichort. Kein Mensch will ihm Geld verwehren, das ihm zusteht. Aber niemand will, dass ein solcher Mensch "hintenherum" massive Geldmittel für Investitionen in sein Privateigentum verwendet, OHNE entsprechende Sicherheiten (Grundschuld) zu bieten UND das vorher mit den anderen Gründern (oder Mitverantwortlichen) durchzusprechen. "Unterschleif" ist auch so ein schönes Wort, das man dafür verwenden kann.

Deine Entschuldigungen wundern mich sehr. WENN von fremden Dritten Geldmittel für einen Ausschuß gespendet werden, dann gehen die Spender in der Regel davon aus, dass diese Geldmittel für den Auschußzweck verwendet werden. Offenbar hat sich Füllmich ja auch monatliche Rechnungen in Höhe von ca. € 20.000 genehmigt ohne das mit den anderen Gründern abzustimmen. Nur sein "Freund", der Buchhalter wußte davon.

Tut mir leid. Füllmich ist Anwalt und er sollte wissen, wie solche "Handlungen" einzuschätzen sind.
Was natürlich erneut die Frage nach dem JURISTISCHEN STATUS des Corona-Ausschusses aufwirft.

Ich kann nicht beurteilen, wieviel Zeit er in die Arbeit für den Corona-Ausschuß gesteckt hat. Kann er das nicht ehrenamtlich tun, dann hat er OFFEN zu kommunizieren, dass er von nun an seine Arbeitsstunde mit € XXXX zu verrechnen hat. Die anderen können dann entscheiden, ob sie seine "Dienstleistungen!" weiterhin in Anspruch nehmen wollen. Üblicherweise werden Anwaltshonorare so verhandelt.

Im Übrigen hatte er selbstverständlich von Beginn an eine "Nebenschiene" für sich selbst aufgebaut. Das waren die "Sammelklagen" die er mit "Geschädigten" durchführen wollte und von denen er sich offenbar extrem hohe Gewinne versprochen hatte. Und mit dieser Art "Speck" hat er offenbar auch eine ganze Reihe von "Mäusen" gefangen, die "mitgemacht" haben und auch dafür gezahlt haben.

Wie gesagt: DAS ist in Ordnung. Das kann jeder Anwalt tun. Diejenigen, die mitmachen, sind "selbst schuld", wenn sie sich nicht vorher ausreichend informieren. Füllmich hatte also durchaus für ein potentielles "Einkommen" gesorgt. Als seine "Berechnungen" nicht aufgingen und die Gelder nicht, wie gehofft, eintrudelten, da hat er offenbar auch in diesem Falle den "rechtsstaatlichen Bereich" entweder verlassen oder "seinen Bedürfnissen angepaßt". Auch da sind derzeit offenbar bereits die persönlichen Anwälte seiner Ex-Mandanten eingeschaltet.

Last but not least: Mein Eindruck heute ist, dass der "Corona-Ausschuß" für Füllmich eine Art "Geschäftsmodell" war, das ihm zu Sammelklagen deutscher/internationaler Interessenten verhelfen sollte und von denen er sich beträchtliche Gewinne versprach. Hier die "Motivation" für den "erfolgreichen" Anwalt.

Auch das ist prinzipiell in Ordnung! Als Anwalt darf er das. Wenn aber die "Schiene", die er sich selbst privat aufgebaut hat, nicht läuft.... oder nicht so läuft, wie er sich das dachte, dann die "Zuwendungen" für den Corona-Ausschuß für seine Hypothek zu verwenden.... DAS ist vmtl. nicht mehr durch "Anwaltsrecht" gedeckt.

Wie gesagt: Eine Hypothek kann man nicht einfach "zwischendurch" ablösen. Entweder sie läuft gerade aus, was aber nicht sehr wahrscheinlich ist bei der bisher vorhandenen Zinssituation...... ODER... er konnte die fälligen Raten nicht mehr (oder nicht mehr pünktlich) zahlen und die Hypothek wurde fällig gestellt mit dem Hinweis auf Zwangsvollstreckung, wenn nicht fristgerecht gezahlt werden kann. Hypothetisch kann man sich natürlich auch vorstellen, dass er Strafzahlungen an die Bank vorgenommen hat, damit er die Hypothek ablösen kann. Alles in allem..... ein sehr halbseidenes Geschäft mit "fremdem" Geld.

Ich habe die Arbeit des Ausschusses geschätzt, weil sie etliche wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten, vor allen Dingen auch deutschsprachigen Publikum zur Verfügung stellte. Selbst habe ich sehr selten einmal eine Ausschußsitzung verfolgt. Da ich in der Regel die englischsprachige Presse und deren "alternative" Kanäle verfolge, waren mir die meisten der dort behandelten Themen bereits seit längerem bekannt. Wie gesagt, Füllmich hat diese Informationen einem breiteren Publikum zur Verfügung gestellt, denn ich denke, die treibende Kraft mit viel Energie war er! Er war auch der Einzige mit einem gekonnt professionellen Auftreten. Fischer machte eher den Eindruck eines "Blumenkindes" und ich fragte mich bisweilen, wie diese beiden zu einer Zusammenarbeit gekommen sind. Immerhin war es eine gute Zusammenarbeit Und vielleicht überrascht uns Frau Fischer in der nächsten Zeit ja noch, indem sie auf ihre Art und Weise diesen Ausschuß weiter tragen kann.

So ein Vorkommnis ist eine gravierende Sache für alle Ausschußmitglieder und auch für deren Gäste.

So etwas zu verniedlichen, das macht keinen Sinn.

Solche "Vereinigungen" wie der Corona-Ausschuß basieren auf VERTRAUEN. Sowohl auf Vertrauen untereinander als auch auf Vertrauen von seiten des "Publikums". Dieses Vertrauen wurde durch die Handlungen Füllmichs massiv untergraben.

Die anderen müssen jetzt sehen, dass sie die juristischen Strukturen ihres Corona-Ausschusses klären und öffentlich machen. Sie werden sehr transparent sein müssen, um das allgemeine Vertrauen zurück gewinnen zu können.

Was Füllmich betrifft: Entsetzlich. So etwas mag in den USA durchgehen und vergessen werden. Ich glaube jedoch nicht, dass das für den deutschsprachigen Raum zutrifft. Es ist also sehr sinnvoll, dass er in die USA zurück geht. Hoffen wir, dass er seine "Schulden" an den C-Ausschuß vorher noch zurückzahlen kann und dass das "Haus" nicht total überschuldet ist. Bei massiv sinkenden Immobilienpreisen kann das nämlich auch passieren...... und dieser Ausschuß besitzt keine Grundschuld, d.h. alle anderen werden VORHER bedient. Selbst wenn sie eine Grundschuld besäßen, dann würde alle anderen Grundschuldner, die vmtl. vorrangig wären, zuerst bedient.

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