Nö, es dürfte in dem von Dir beschriebenen Blackout West-/Zentraleuropas Warlords geben, eher viele als wenige.

Wayne Schlegel, Dienstag, 09.08.2022, 21:21 (vor 115 Tagen) @ Mephistopheles1373 Views
bearbeitet von Wayne Schlegel, Dienstag, 09.08.2022, 21:45

"Reüssieren" dabei eher die Besten und Ehrbarsten oder eher die Skrupellosesten unter ihresgleichen? Grassierende Seuchen unvorstellbaren Ausmasses, ethnischen Clans/Warlords hier und da zwischendrin, havarierten AKWs und Chemiegiftruinen? Abgebrannte Städte und Siedlungen, nicht "Arbeit macht frei" sondern "Laßt jede Hoffnung fahren". Dystopische, apokalyptische Erscheinungen könnten also durchaus denkbar sein.


Da reüssiert nix, weil Warlords können keine Infrastruktur erschaffen, höchstens die Bestehende umfunktionieren. Die ist aber soeben gerad ausgefallen.

Warlords wird es viele geben, die müssen keine Infrastruktur erschaffen, weit gefehlt, die führen Existenz-, Massakrier- und Ausraubkämpfe in der ruinierten Infrastruktur. Machtbasierend auf Clanstrukturen. Mit- und gegeneinander. Kannst sie auch Clanchefs statt Warlords nennen, Haarspalterei braucht's nicht.

Es wird also nur orientierungslose Instant- und Gelegenheitsbanditen geben, die von einer Armee, jeder Armee, sofort neutralisiert werden. Wo blieb denn die Organisation Werwolf?

Nicht "nur" aber auch gibbet Freelancer und "unkommandierte" Marodeure und Banditen. Bis sie sich unterwerfen oder umkommen. Und jede Menge Opferzivilisten.

Welche Macht von außerhalb, welches Militär sollte sich das antun wollen? "EU" ist mindestens auf 100 Jahre, vielleicht auf Millenien ausgeknockt.

Sarkophage bauen für Abermilliarden wie in Tscherno? Borwasser draufkippen wie in Fuku? Warlords und andere Bestien niedermachen? Wozu?

Selbst Dschingis Khan wäre da drumherum geritten.


Aus genau diesem Grund sind die Truppen Stalins und die Amerikaner sofort umgedreht, als sie das zerbombte Deutschland gesehen haben.

Das haben sie ausreichend von oben betrachten können [[ironie]]. Ohne havarierte Nuklearanlagen und grassierende Seuchen konnten sie gefahrlos rein, brauchten also nicht sofort umzudrehe und konnten nachgucken, was noch zu gebrauchen war - Paperklipp.
Patton und Co. ließ man nicht machen, aber auch nicht Morgenthau, man wollte lieber was Langdauerndes. Sonst wäre es anders gelaufen. Meinste nicht?

Würden nicht eher Autokraten und robuste Demokratien drumherum das Shithole einzäunen, damit nicht Uneingeladene/Unnützliche rübermachen und den eigenen Machtbereich infiltrieren?

Fragen über Fragen.

Ich kann mir bei aller Fantasie nicht vorstellen, das man sowas mit Armeen einnehmen/haben/versorgen will, bin aber guten Argumenten zugänglich.


Mit Armeen nimmt man nie etwas ein, sondern es fällt einem zu. Das weiß man seit der Römerzeit und das sieht man gerade wieder in der Ukraine.

Gruß Mephistopheles

Einnehmen - zufallen, das verbuche ich unter Wortglauberei.


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