Es wird keine Warlords geben

Mephistopheles, Datschiburg, Dienstag, 09.08.2022, 19:44 (vor 115 Tagen) @ Wayne Schlegel1450 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Dienstag, 09.08.2022, 19:49

(oT)


und um ein paaar Jahre zu bleiben als friedenssichernde Maßnahme.

Weiß ich das etwa, wer seine Armee schneller im Lande und die bessere Low-Tec-Logistik hat?

Es wird jedenfalls auf Mega-Tonnen von Material und human power ankommen und Hilfsgüter von allem und weniger auf Präzisionswaffen.

Gruß Mephistopheles

PS: Also mal im Ernst, was habt ihr euch gedachte, was los ist, wenn das das west- und mitteleuropäische Stromnetz zusammenbricht und hierzulande nur noch Chaos herrscht? Meph.

... dann ist es in diesem Denk-Szenario WAHRSCHEINLICH doch schon nach wenigen Monaten nur ein Shithole mit geviertelter (?) Bevölkerung.

Schneller. Niemand überlebt 4 Monate ohne Infrastruktur. Die hier Lebenden werden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, also Autos, bis der Tank leer ist; dann auf Fahrrädern das vom Blackout betroffene Gebiet zu verlassen versuchen (Erinnert sich da nicht zufällig einer an die verlasenen Ruinenstädte?). Die meisten werden sich verfahren, aber einige werden es schaffen. Die grauenhaften Geschichten, die sie erzählen, ruft die Armee des Landes auf den Plan, das sie zuerst erreichen. Wenn die nicht schon sowieso durch die Satellitenbeobachtung im Großen und ganzen Bescheid wissen, was in dem Blackout-Land los ist. Also wird jedes Land, das davon erfährt, als erstes sein Militär in Marsch setzten. Es geht nämlich um künftige Einflussbereiche.

"Reüssieren" dabei eher die Besten und Ehrbarsten oder eher die Skrupellosesten unter ihresgleichen? Grassierende Seuchen unvorstellbaren Ausmasses, ethnischen Clans/Warlords hier und da zwischendrin, havarierten AKWs und Chemiegiftruinen? Abgebrannte Städte und Siedlungen, nicht "Arbeit macht frei" sondern "Laßt jede Hoffnung fahren". Dystopische, apokalyptische Erscheinungen könnten also durchaus denkbar sein.

Da reüssiert nix, weil Warlords können keine Infrastruktur erschaffen, höchstens die Bestehende umfunktionieren. Die ist aber soeben gerad ausgefallen.
Es wird also nur orientierungslose Instant- und Gelegenheitsbanditen geben, die von einer Armee, jeder Armee, sofort neutralisiert werden. Wo blieb denn die Organisation Werwolf?

Welche Macht von außerhalb, welches Militär sollte sich das antun wollen? "EU" ist mindestens auf 100 Jahre, vielleicht auf Millenien ausgeknockt.

Sarkophage bauen für Abermilliarden wie in Tscherno? Borwasser draufkippen wie in Fuku? Warlords und andere Bestien niedermachen? Wozu?

Selbst Dschingis Khan wäre da drumherum geritten.

Aus genau diesem Grund sind die Truppen Stalins und die Amerikaner sofort umgedreht, als sie das zerbombte Deutschland gesehen haben. [[ironie]]

Würden nicht eher Autokraten und robuste Demokratien drumherum das Shithole einzäunen, damit nicht Uneingeladene/Unnützliche rübermachen und den eigenen Machtbereich infiltrieren?

Fragen über Fragen.

Ich kann mir bei aller Fantasie nicht vorstellen, das man sowas mit Armeen einnehmen/haben/versorgen will, bin aber guten Argumenten zugänglich.

Mit Armeen nimmt man nie etwas ein, sondern es fällt einem zu. Das weiß man seit der Römerzeit und das sieht man gerade wieder in der Ukraine.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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