Das hat @Morpheus viel besser und viel debitistischer erklärt

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 08.08.2022, 22:31 (vor 116 Tagen) @ Fairlane1948 Views

Dort hatte er beschrieben, daß große Städte nur durch die Ressourcen aus dem direkten Umland gespeist werden können und ebenso hatte er dort die Hypothese aufgestellt, dass die Erhaltungskosten der Infrastruktur irgendwann nicht mehr aufgebracht werden können und diese Gebilde deshalb dem Untergang geweiht sind.

Neue Infrastruktur rechnet sich immer. Sei es eine neue Straße, neue Autobahn, welche die Verkehrsverbidungen erleichtert, die Wanderung von Arbeitern zu den Arbeitsplätzen verbessert (unvergessen BMW, die die Arbeiter zu Schichtbeginn von einem Werksbus auf Werkskosten von BMW aus dem Umland zusammenholen ließ), neue Stromleitung, höhere Transportkapazität, mehr Arbeitsplätze, Gasleitung usw. Das rechnet sich immer. Aber die Infrastruktur muss erhalten werden, kostet Geld usw. Woher soll dieses Geld kommen? Es fällt keine zusätzliche Produktion an, sondern lediglich das, was vorher schon da war. Deswegen wird meist geschludert oder irgendwas zusammengepfuscht. Manchmal, selten, entschließt man sich, die Infrastruktur tatsächlich zu verbessern, wie bspw. der 6-spurige Ausbau der A8 von Augsburg nach München. Ich bin mir sicher, dass hat sich bereits heute gerechnet, weil die Dauerstaus auf der A8 deutlich weniger geworden sind.
Aber meist wird die Infrastruktur nur mühsam holperwegig erhalten (@DT hat das oft geschildert anhand der verkommenen Infrastruktur in Wessiland im Vergleich zur neueren und besseren Infrastruktur in Ossiland und fast der gesamten EU.
Es fehlt einfach das Geld für die Erhaltung der Infrastruktur, weil keine zusätzlichen Produktionskapazitäten entstehen, sondern nur die vorhandenen erhalten werden. Das Geld für die Vorhandene Infrastruktur ist aber bereits ausgegeben, oder wie @Ashitaka meint, man kann eine €-Note nur einmal ausgeben. Deswegen ist es auch bei einem alten Haus meistens besser und kostenmäßig günstiger, es abzureißen und einen Neubau hinzustellen, als das alte renovierungsbedürftige Haus zu erhalten.

Aus diesem Grund fehlt lt. @Morpheus das Geld für die Renovierung immer und alle Großstädte und die an sie gebundenen Zivilisationen gehen daran zugrunde, dass diese Inrastruktur nicht erhalten werden kann.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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