Da stimme ich Dir voll zu, aber nun kommt das "aber"

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 07.08.2022, 12:31 (vor 58 Tagen) @ Dieter2663 Views

Ich gehöre auch zu denen, die mit Sicherheit auf nichts verzichten werden, was zu einem "normalen" Leben gehört (keine Übertreibungen). Dafür habe ich seit längerem vorgesorgt, zumal sich vieles ja schon früher abgezeichnet hat. Was ich nicht in meine Kalkulationen einbezogen habe, das ist die immense Verteuerung bei den Baumaterialien. Die Armiereisen, die ich brauche, - nur als Beispiel, - die kosten heute das Doppelte im Vergleich zum Jahr zuvor. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Aer ich will auf was anderes raus. Du hast einen riesigen Vorteil. Du bist beruflich kein Apotheker, oder IT-Fachmann, Du hast noch einen Beruf gewählt, der Dir ermöglicht, mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen und natürliche sowie logische Vorgänge zu bewerten, und Dich beizeiten danach zu richten.

Ich beziehe mich auf die Kommentare, die in diesem Faden zu lesen sind. Ich schreibe nur Dir, denn alle anderen Komentare sind lachhaft oder lächerlich. Wir beide können an dieser Situation nichts ändern, und auch die Kommentare der anderen sind dazu nicht in der Lage. Ich bezeichne sie als bedauernswert.

Es gibt nur eine Chance, und sie stellt sich in meinen Augen so dar:

Es tritt einer auf den Plan, der mehrere Dinge in sich vereinigt:

- Wissen, einschl. dessen was sich hinter den Kulissen abspielt
- politisches Geschick
- eine Rhetorik (und nicht "Mundwerk" zu sagen), das jeden mitreißt
- eine klare Strategie, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen
- eine übermittelte Überzeugung, dass er sich für das Volk einsetzt, und nicht für seine Hosentasche
- jemand mit einem Charisma, das jeden, vor allem auch die Frauen, überzeugt.

So jemand muss dann in einer Bewegung (keine Partei, vielleicht sowas wie APO) eine Schicht von mindestens 1/3 der Bevölkerung überzeugen. Der Rest geht dann von alleine. Weil sich der Deutsche naturgemäß der Bewegung anschließt, die ihm vespricht, auf der Siegerseite zu stehen.

Der Deutsche will nicht auf der Verliererseite stehen, und er ist zu bescheuert, um zu erkennen, was er seit 2015 bereits alles verloren hat.

Der Haken: Ich sehe niemanden am Horizont, der dafür in Frage kommt. Klar birgt das auch die Gefahr in sich, dass "dieser", der das in sich vereinigt, was ich beschrieben habe, nach einem euphorischen Erfolg das Volk wieder in eine Ideologie und einen Wahnsinn hineinführt, den die wenigsten vorher beurteilen könnne. Hatten wir ja schon mal alles, 1930 und dann 1933.

Aber, da da niemand dafür in Frage kommt, - wird wohl nichts anders ausbleiben, als das der Karren komplett an die Wand gefahren wird, damit danach wieder was Neues, was Besseres, entstehen kann. Klingt nach "Handtuch werfen", entspricht aber eher der Logik.


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