Frau Schulze und die debitistischen Details.

nereus, Freitag, 05.08.2022, 07:40 (vor 62 Tagen) @ Ashitaka1861 Views

Was ist dat schön?

@Ashitaka schreibt, Geld kauft nur einmal und @Miesepeter reagiert darauf mit: Geld kauft nie, es bezahlt.

Meine Herren, was ist denn der Unterschied zwischen dem Kauf einer Ware und dem Bezahlen einer Ware?
Das Herausnehmen des Produkts aus dem Regal ist noch kein Kauf.
Wenn man es doch macht, aber nicht bezahlt, wäre es Diebstahl.

Was sagt das Wörterbuch zum Kaufen? etwas gegen Bezahlung erwerben
Und was meint man dort zum Bezahlen? für etwas den Gegenwert in Geld zahlen

Damit aber die Debatte höhere Weihen erfährt – alles andere wäre zu banal und dieses Forums nicht würdig, retourniert @Ashitaka:

Der Satz "Geld kauft nur einmal" beschreibt die debitistische Tatsache, dass mit allen bereits im System vorhandenen Geldsummen (d.h. ohne weitere geldpolitische Operationen/Kreditakte) nur noch Produktion vom Markt abgeräumt (verkonsumiert) wird, welche bereits in der Vergangenheit auf Basis dieser durch Kreditakt (=Kaufkraft) ermöglichten, sofortigen Fälligkeiten (Geldsummen) vorfinanziert werden konnte. Schließlich sehnt sich jeder nur dank der Abgabenforderung nach dieser sofortigen Fälligkeit (Geld).
Betrachten wir das Gesamtsystem, so bietet Geld nur zu einem einzigen Augenblick inflationär wirkende (damit produktionsausweitende) Kaufkraft. Alles was zeitlich darüber hinaus aus diesen Geldsummen folgt, sind deflationär wirkende Sogkräfte (Konsum, Kapitaldienst).
Das mittels Kreditakt bereits geschaffene Geld schafft im Gesamtsystem keine zusätzliche Nachfrage / Kaufkraft / Inflation. Für letzteres, da sind wir uns denke ich seit vielen Jahren einig, bedarf es zusätzlicher Neuverschuldung (d.h. neuen sofortigen Fälligkeiten) mittels der die Produktion aufrecht und vermehrt werden kann.

So, und nun wissen wir ganz genau, warum man zwischen Kaufen und Bezahlen unterscheiden muß, es gibt nämlich nur eine Kaufkraft und keine Bezahlkraft. [[zwinker]]

Konsum ist deflationär wirkender Sog (Entschuldung) und steht der inflationären Kaufkraft (Verschuldung) entgegen.

Wußten Sie das Frau Schulze?
Frau Schulze: Wie bitte?

Wußten Sie daß Ihr Geld im Portemonnaie gleichzeitig inflationär und deflationär wirkt?
Frau Schulze: Nein, aber das ist mir auch egal, so lange ich etwas damit kaufen und bezahlen kann.

Wie machen Sie denn das, kaufen und bezahlen – wann kaufen sie und wann bezahlen sie?
Frau Schulze: Rutschen sie mir doch den Buckel herunter .. [[freude]]

mfG
nereus


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