Geld kauft eben nur einmal!

Ashitaka, Donnerstag, 04.08.2022, 11:35 (vor 51 Tagen) @ Ostfriese2589 Views

Hallo Ostfriese,

Grundsätzlich ist zu verstehen, dass jede Überschuldung in die Deflation abgleitet - Dottore: "Jedes Abgaben-, ergo Macht- und Staatssystem ist per definitionem deflationär, da es immer zur Überschuldung führt (egal wo und wie verbucht)."

"Denn Geld kauft nur einmal!"

Der Geldsumme wohnt ein sich in Abhängigkeit der Kreditlaufzeiten im System zukünftig entfalten müssendes Deflationspotential inne. Kein Geld der Welt kommt ohne diesen schuldvertraglichen Rückführungszwang (Laufzeit) zur Welt. Die uns einzige Unbekannte ist dabei das sich in Echtzeit ständig verschiebende Mittel aller Laufzeiten und die sich daraus im Großen erst perspektivisch erschließende Amplitude als Augenblick der größtmöglichen Umkehr der Potentialentfaltung.

Deflationäre Phasen (Wellen) donnern genau deshalb völlig unerwartet auf uns nieder und lassen sich aufgrund unserer fehlenden Perspektive für diese Major-Zyklen streng genommen dann gar nicht auf real-/finanzwirtschaftliche Ursachen zurückführen. Weshalb die Politik global auch so viel Sand ins Getriebe streuen muss. Wenn wir uns nicht einmal Ursachen herleiten könnten, was würde das für Fragen aufwerfen?! Alles geht steil und von jetzt auf gleich knallt es so laut, dass in Aufbruchstimmung bzw. im Expansions-/Maximierungsdruck gefangene Menschen aus Fenstern springen. Jeder ahnt es nun, ob man nun auf die künstlichen Energielieferblockaden oder in Wahrheit nur hyperrealen Vorgänge im Ukraine-Konflikt blickt. Als nächstes dann eventuell negatives Paukenschlag-Theater in Taiwan.

Ich behaupte, wir stehen kurz vor dem ersten Schub. Ob man nun auf die Debt Payment Rates, die Elliott-Wellen-Analysen oder eigene Betrachtungen der Zyklen/Schwingungen im Phasenraum vertraut. Kurzfristige Steilanstiege als letzte Zuckungen nicht ausgeschlossen.

Das negative Entfaltungspotential im Großen und Kleinen ist seit 1929 nicht so groß gewesen. Ich hatte da ja vor einigen Monaten eine wie gespiegelt wirkende Vergleichsanalyse der EMA-Ableitungen gepostet. Wer ist auf solche Korrekturen vorbereitet?

Deshalb haben die Notenbanken in Verbindung mit der Politik die 'Finanzkrise' auch nicht sich selbst überlassen, sondern mit Billionen gegenzusteuern versucht. Ohne diese Maßnahmen wäre die deflationäre Depression (DeDe) schon am Ende der Nuller Jahre eingetreten. Das bedeutet auch, dass Inflationen immer macht- und staatsinduziert sind. Administrativ fixierte Preise verstärken den inflationären Prozess weiter. Überall, wo starke Anbieter, weitgehend ohne Konkurrenz arbeiten, werden wir jetzt Preisschübe nach oben beobachten - wohin wir auch sehen: Klassische Monopolpreisbildung.

Firmen mit starker Marktmacht versuchen noch einmal die Preise anzuheben. Das zieht Kaufkraft aus anderen Bereichen ab - bis auch dieses von Michael Radau zum ersten Vollsortiment-Biosupermarkt in Nordrhein-Westfalen geschaffenes Handelsunternehmen mit 700 Beschäftigten und 33 Filialen in das 'Schutzschirmverfahren' gelangt.

Exakt.

Der gegenwärtige Tanz auf dem Vulkan kann gutgehen - oder auch nicht: Es gibt keine Möglichkeit den weiteren Weg der praedeflationären Inflation zu bestimmen. Eine solche Phase wie heute haben wie bewusst noch nie erlebt - wir stochern letztendlich ziemlich unwissend im Nebel.

Wir können uns nur bedingt vorbereiten. Cash ist King! Das werden die Menschen erst wahrhaben, wenn der Umkehrpunkt im Großen durchlaufen wurde und die ersten Schübe ihre gewaltigen Preiskorrekturen am Finanz- und Immobilienmarkt mit sich bringen. Dass es so kommt steht außer Frage. Das Preis- und Zinsgefüge blockiert global die Auftragspotentiale der industriellen Schwergewichte, macht es den Konsumenten am kreditbasierten Anfang und Ende des Geld-/Machtkreislaufes unmöglich, die Angebote abzuräumen, zu finanzieren, weiter zu träumen.

Herzlichst,

Ashitaka

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