Globalismus, Great reset und Gier: sehr düstere und sehr interessante Hintergrundanalyse vom Anti Spiegel

JJB, Dresden, Samstag, 02.07.2022, 09:58 (vor 48 Tagen)3210 Views

https://www.anti-spiegel.ru/2022/der-neue-eiserne-vorhang-und-das-ende-des-wohlstandes-...

Das Ende der Globalisierung
Der neue Eiserne Vorhang und das Ende des Wohlstandes im Westen
Inzwischen liest man auch im Mainstream, was vor kurzem noch Verschwörungstheorie war: Die Epoche der Globalisierung ist vorbei, mit ihr wird auch die Ära des Wohlstands im Westen enden.
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26. Juni 2022 18:16 Uhr

Bevor wir auf die aktuellen Meldungen und Entwicklungen kommen, muss ein Missverständnis aus der Welt geräumt werden: Ja, die Globalisierung hat den Menschen im Westen einen gewissen Wohlstand gebracht, aber das waren nur die Krümel, denn den Kuchen haben die Großkonzerne bekommen. Die Globalisierung hat vor allem die westlichen Konzerne reich(er) gemacht. Dass die Globalisierung allerdings weltweit für Wohlstand gesorgt hätte, ist ein Legende – das Gegenteil war der Fall.
Die Fortsetzung der Kolonialpolitik

Die Globalisierung war die Fortsetzung der westlichen Kolonialpolitik mit anderen Mitteln. Die westlichen Konzerne sind durch die Globalisierung nur deshalb so reich und mächtig geworden, weil der Kern der Globalisierung die Ausbeutung von Ländern in anderen Teilen der Welt war. So haben sich westliche Konzerne billige Rohstoffe gesichert, was dazu geführt hat, dass in den Ländern, in denen die Rohstoffe abgebaut wurden, nur maximal 25 Prozent der Einnahmen verblieben sind, den Rest haben die westlichen Konzerne in ihre Taschen gesteckt.

Außerdem haben sie ihre industriell und oft staatlich subventioniert produzierten Waren in diese Länder exportiert, wogegen kein örtlicher Produzent konkurrenzfähig war. Und wenn ein kleiner Staat seine eigene Wirtschaft davor schützen wollte und Zölle eingeführt hat, wurde er mit einem Wirtschaftskrieg und Sanktionen überzogen. Das Credo war Freihandel, was toll klingt, aber in Wahrheit nichts anderes bedeutet, als dass die großen westlichen Konzerne auf Kosten regionaler Unternehmen weltweit Absatzmärkte erobern konnten.

Hinzu kommt, dass die Globalisierung furchtbar umweltschädlich ist, wenn man Waren dort produziert, wo es am billigsten ist und sie auf Schiffen um die ganze Welt schippert, anstatt Produktionsketten regional aufzubauen. Außerdem ist das gefährlich, wie wir seit 2020 wissen, denn die weltweiten Produktions- und Lieferketten brechen seitdem zusammen und die Folgen spürt jeder an den steigenden Preisen.

Wer sich jedoch gegen die Globalisierung gestellt, auf die Missstände hingewiesen und vor den Folgen gewarnt hat, wurde in den Medien niedergemacht. Als Trump, dessen Politik ich keineswegs in allem unterstütze, darauf gesetzt hat, Produktion aus dem Ausland zurück in die USA zu holen, wurde er medial geschlachtet. Heute sind seine Ideen plötzlich Mainstream. Präsident Biden hat nun die gleichen Ziele, aber niemand in Politik und Medien kommt auf die Idee, einzugestehen, dass Trump recht gehabt hat.

Ich will darauf jetzt nicht zu detailliert eingehen, eine ausführliche Beschreibung der wahren Auswirkungen der Globalisierung finden Sie hier. Ich wollte jetzt nur aufzeigen, dass die Globalisierung im Kern nichts anderes war, als ein Geschäftsmodell für die Großkonzerne auf Kosten der Menschen in aller Welt, denn die armen Länder wurden ausgebeutet und ihre Märkte erobert, während man den Menschen im Westen erzählt hat, sie müssten bei den Löhnen nun mit Indien und China konkurrieren, weil sonst die Produktion dorthin abwandert. Nicht die Menschen im Westen oder den armen Ländern haben von der Globalisierung profitiert, sondern die Großkonzerne und ihre wenigen Besitzer, also die Milliardäre und die Hedgefonds.
Der „Inselkapitalismus“

Am 9. Juni habe ich die Übersetzung eines russischen Analyse veröffentlicht, die die Überschrift „Die Insel Russland“ getragen hat. Darin hat der Autor erklärt, dass die wirtschaftlichen Maßnahmen des Westens, also vor allem die Sanktionen, nur ein Ziel haben: Die Wirtschaft des Westens vom Rest der Welt abzutrennen.

So erklärt sich der selbstmörderische Kurs der EU, sich von billigen russischen Energieträgern zu verabschieden, womit sie ihre eigene Wirtschaft schwer schädigt. So erklärt sich auch die immer schärfer werdende Rhetorik gegenüber China, von dem sich der Westen wohl ebenfalls – mit ähnlich schweren Schäden für die eigene Wirtschaft – abwenden wird.

Das westliche System ist auf Pump aufgebaut, die Staaten des Westens sind die am höchsten verschuldeten Staaten der Welt. Das System der Globalisierung funktioniert nur solange, wie die Welt weiterhin Dollar und Euro haben möchte, aber die enormen Staatschulden im Westen werden diese Währungen entwerten und das sehen wir an der gerade erst beginnenden Inflation im Westen. Wir sind Zeugen des Zusammenbruchs des westlichen Wirtschafts- und Finanzsystems und um nicht unterzugehen, versucht der Westen, sich von den Ländern abzukoppeln, die gesunde Finanzen haben. Der Westen will zu einer eigenen „Insel“ werden und sich von allen anderen abschotten. Nur so können die westlichen Eliten, also die westlichen Oligarchen, ihre Macht zumindest im Westen behalten, denn welche Macht hätten sie noch in der internationalen Konkurrenz, wenn ihr Geld, das die Basis ihrer Macht ist, immer wertloser wird?

Wenn ein russischer, noch dazu für den Kreml tätiger, Analyst etwas von der Entstehung eines „Inselkapitalismus“ schreibt, in dem diese Tendenz der westlichen Abschottung vom Rest der Welt (und umgekehrt) dargestellt wird, wird das gerne als russische Propaganda abgetan. Aber im Grunde hat er nur beschrieben, was auch westliche Experten immer offener erzählen und was man auch in deutschen Medien wie dem Spiegel inzwischen lesen kann.

Es geht bei dem Konflikt des Westens mit Russland und dem sicher weiter eskalierenden Konflikt des Westens mit China um einen Kampf der Systeme, denn diese Länder haben sich zwar gezwungenermaßen an die Regeln der Globalisierung angepasst, waren aber nie Befürworter der Globalisierung selbst, sie waren im Gegenteil Kritiker der Globalisierung. Der Grund ist einfach: Der Kern der Globalisierung ist die Zunahme von Macht und Reichtum der wenigen westlichen Oligarchen, denen die Konzerne gehören, die von Globalisierung profitieren.
Die Rolle der Oligarchen-Stiftungen

Um diese Macht auch gesellschaftlich durchzusetzen haben sie sich Stiftungen (NGOs) mit wohlklingenden Namen geschaffen, die der Öffentlichkeit die „Werte“ der Globalisierung gepredigt haben, die den Menschen mit schönen Worten Sand in die Augen streuen, damit die Menschen nicht sehen, dass es dabei nur um ihre Ausbeutung durch einige weniger Superreiche geht.

Ich benutze das Wort „Oligarchen“ bewusst, denn ein Oligarch ist per Definition ein steinreicher Mensch, der mit seinem Geld die Politik beeinflusst. Und genau das tun Superreiche wie Bill Gates, George Soros und andere ja unbestritten, sie beeinflussen die Politik. Nur verkaufen „zivilgesellschaftliche Organisationen“ – das sind eben diese, von den Oligarchen eigens gegründeten Stiftungen – den Menschen das als etwas Positives.

Wenn das für Sie neu ist, finden Sie hier eine genaue Erklärung dafür, warum ich die angeblichen „Philanthropen“ als „Oligarchen“ bezeichne und ich habe erst vor kurzem eine 6-teilige Serie darüber geschrieben, wie sie die öffentliche Meinung in ihrem Sinne beeinflussen (Die sechs Teile finden Sie in dieser Reihenfolge hier, hier, hier, hier, hier und hier). Über das Thema habe ich mit „Abhängig beschäftigt“ ein eigenes Buch geschrieben, in dem das noch detaillierter erklärt wird.
Globalisten gegen Nationalstaaten

Genau deshalb stehen Russland, China und andere Staaten gegen die Ideen der Globalisierung, wie der Westen sie 30 Jahre lang propagiert und der Welt aufgezwungen hat: Der Kern des Systems ist die Entmachtung der Regierungen (also der Staaten) zu Gunsten einiger weniger Oligarchen. Im Westen ist das, wenn man sich anschaut, wie umfassend der politische Einfluss von Bill Gates oder George Soros und einiger weniger bekannter Oligarchen bereits ist, schon gelebte Realität.

Um diese offen zu Tage liegende Tatsache vor der Öffentlichkeit zu verbergen, wurden neue Begriffe erschaffen, so wird heute zum Beispiel die Wichtigkeit der „Stakeholder“ betont. So wird die Vermischung von „Wirtschaft und Zivilgesellschaft“ bezeichnet, die in Zukunft entscheiden soll, wie wir leben wollen. Kaum ein Leser der Mainstraem-Medien dürfte wissen, was „Stakeholder“ bedeutet, aber das Wort klingt modern und positiv. Die „Zivilgesellschaft“ sind dabei in der Praxis die Stiftungen der Oligarchen, die angeblich umsetzen, was die „Zivilgesellschaft“ möchte.

Mit Demokratie hat das nichts zu tun, denn es geht nicht um eine Form der Demokratie, bei der die Ideen zur weiteren Entwicklung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von den Menschen ausgehen, bei der demokratisch umgesetzt wird, was die Mehrheit der Menschen will. In der Praxis geben die Stiftungen die Themen und die Richtung vor. Die Menschen werden in dem Prozess nicht gefragt, sondern in die gewollte Richtung erzogen. Daher ist den Stiftungen zum Beispiel das Thema Bildung so wichtig, denn wenn sie beeinflussen können, was in Schulen und Universitäten gelehrt wird, beeinflussen sie, wie die kommenden Generationen denken.

Dagegen stehen Staaten wie China, Russland und viele andere, die der Meinung sind, die Macht im Staat sollte von der Regierung ausgehen, und nicht von der Wirtschaft oder einigen wenigen Oligarchen. Darum geht es im Kampf der Systeme, den wir gerade erleben. Und aus diesem Grund werden alle Regierungen, die dieser Meinung sind, vom Westen zu Feinden erklärt und als „Diktatoren“, „Autokraten“ und „Regime“ bezeichnet.
Es ging nie um Menschenrechte

Es geht in Wahrheit nicht darum, dass diese bösen Regierungen ihre Völker unterdrücken, es geht darum, dass diese Regierungen dem Machtanspruch der westlichen Oligarchen im Weg stehen und die Frechheit besitzen, die NGOs (also die Oligarchenstiftungen) in ihren Ländern zu verbieten.

Wenn man dieses Prinzip verstanden hat, dann erklärt sich auch die Liste der „Feindstaaten“, die der US-geführte Westen bekämpft. Ob Russland, China, Venezuela, Iran, der frühere Irak, das frühere Libyen, Syrien und so weiter: So unterschiedlich all diese Staaten aufgebaut sind, so unterschiedlich all ihre Regierungssysteme waren oder sind, sie hatten eines gemeinsam: Sie halten die westlichen Oligarchenstiftungen aus ihren Ländern fern, oder sie haben es versucht und wurden dafür vom Westen in die Steinzeit gebombt.

Dass der Grund dafür, dass der Westen diese Länder zu Feinden erklärt hat, dass es genau darum geht, zeigt das Beispiel der Golfmonarchien. Ginge es dem Westen um das, was die Oligarchenstiftungen der dummen Öffentlichkeit erzählen, also um Demokratie, Menschenrechte und so weiter, dann hätte der Westen massive Sanktionen gegen Saudi-Arabien und andere arabische Monarchien einführen müssen, denn die arabischen Monarchien sind von Demokratie und Menschenrechten weiter entfernt, als alle anderen Staaten der Welt. Dass LGBT-Leute dort öffentlich enthauptet werden, stört jedoch keine westliche Regierung, denn die arabischen Monarchien erlauben dem Westen den Zugriff auf ihre Bodenschätze und sind (zumindest noch) geopolitisch gehorsam.

Wer dem Westen gegenüber politisch gehorsam ist und die westlichen Konzerne in seinem Land schalten und walten lässt, der darf LGBT-Leute jeden Freitag auf öffentlichen Plätzen enthaupten. So einfach funktioniert Geopolitik, wenn man sie aus dem korrekten Blickwinkel betrachtet und sich nicht von den Parolen über angebliche Menschenrechte und Demokratie einlullen lässt.
Die westlichen Werte

Wenn man all dies weiß, dann weiß man auch, was die „westlichen Werte“ in Wahrheit sind. Es gibt keine „westliche Demokratie“ – die Staatsformen der „westlichen Demokratien“ sind vollkommen unterschiedlich. Sie reichen von Königreichen über Präsidialstaaten bis hin zu parlamentarischen Staatssystemen. Das einzige, was sie gemeinsam haben, ist die Macht der westlichen (vor allem US-amerikanischen) Oligarchen auf ihre politischen Prozesse und Entscheidungen.

Auch dafür hat man sich ein schönes Wort ausgedacht, das diese Tatsache ein wenig vernebeln soll. Es lautet „Lobbyismus“. Die Macht der Oligarchen, die sie über ihre NGOs und Lobbyisten ausüben, ist die Gemeinsamkeit der „westlichen Demokratien“ – das sind in Wahrheit die „westlichen Werte.“

Aber ich schweife ab. Kommen wir zurück zum Thema und dazu, dass die Globalisierung gescheitert ist und sich gerade in ihrem Rückzugsgefecht befindet. Es ist den Globalisten nicht gelungen, ihre Macht auf die Mehrheit der Staaten der Welt auszudehnen und ihr System des unbegrenzten Gelddruckens stößt an seine Grenzen. Um ihre Macht zumindest im Westen zu sichern, koppeln sie den Westen nun gezielt vom Rest der Welt ab.

Wie das neue System aussehen wird, das sie im Westen installieren werden, kann man nur ahnen. Aber es wird nur funktionieren, wenn der Westen sich vom Rest der Welt abschottet, so wie der „realexistierende Sozialismus“ sich abschotten musste, um (einige Jahrzehnte lang) zu überleben.

Um von seinen Schwächen abzulenken, musste der „realexistierende Sozialismus“ strenge Zensur einführen, den Menschen das Reisen in „die andere Welt“ verbieten und so weiter. Und genau das erleben wir derzeit im Westen, wo die Zensur inflationär um sich greift, wo Andersdenkende vom Inlandsgeheimdienst überwacht werden, wo Menschen als Strafe für ihre abweichende Meinung nicht „nur“ Bankkonten gekündigt werden, sondern sie für ihre abweichende Meinung sogar mit Gefängnisstrafen bedroht werden. Diese Tendenzen werden sich im Westen noch weiter verstärken, während das Leben in den meisten anderen Ländern der Welt wie gewohnt weitergehen wird.
Das Ende des Wohlstandes im Westen

Westliche Politiker sagen es inzwischen ganz offen: Der Wohlstand, den die Menschen im Westen seit Jahrzehnten gewohnt sind, geht seinem Ende entgegen. Dass es sich dabei um einen Prozess handelt, den Kritiker des westlichen Wirtschafts- und Finanzsystems seit Jahren vorhersagen, wird verschwiegen. Stattdessen geben Politik und Medien anderen die Schuld für die Misere. Zuerst war Covid schuld, nun ist Putin schuld.

Nichts davon stimmt, alle Probleme, die sich zu der derzeitigen Krise kumuliert haben, sind hausgemacht. Die Lieferketten wurden nicht von Covid zerstört, sondern von den Lockdown-Maßnahmen der Regierungen. Die Inflation ist nicht Putins Schuld, sondern hat ihre Wurzeln in der exorbitanten Ausweitung der Geldmenge in der EU und den USA, wo – im Kampf gegen die hausgemachten Folgen der Lockdown-Maßnahmen – Billionen Euro und Dollar ohne existierenden Gegenwert in Umlauf gebracht wurden. Die Gaskrise ist nicht Putins Schuld, sie hat ihre Anfänge in der Freigabe des Börsenhandels mit Erdgas in der EU, wodurch Gas in Europa zu einem Spekulationsobjekt wurde, dessen Preis über ein halbes Jahr vor den Ereignissen in der Ukraine zu explodieren begann.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Zusammengenommen vernichten die Folgen der wirtschaftspolitischen Maßnahmen der westlichen Regierungen den ohnehin bescheidenden Wohlstand der Menschen im Westen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die westlichen Regierungen diese Maßnahmen auf Empfehlung ihrer Berater umgesetzt haben. Und wer sind diese Berater? Richtig: Die von den Oligarchenstiftungen und Konzernlobbyisten bezahlten Regierungsberater.

Im Ergebnis werden Sie, ja genau Sie, in nächster Zeit sehr viel ärmer werden. Über Gehaltserhöhungen wird man nur schwer reden können, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, weil ganze Wirtschaftsbereiche aus Energiemangel abgeschaltet werden müssen. Sie können sich schon glücklich schätzen, wenn Sie Ihren Job in den nächsten Jahren nicht verlieren.

Wenn Politiker also vom Ende des Wohlstandes redet, dann meinen die das vollkommen ernst.
Die vollendete Umverteilung

Um zu verstehen, warum die die Wirtschaft sehenden Auges an die Wand fahren, muss man verstehen, dass Geld (also Euro und Dollar) de facto bereits wertlos sind, denn sie wurden von den Zentralbanken aus dem Nichts geschaffen und der enormen Vergrößerung der Geldmenge steht kein reeller Gegenwert gegenüber. Jeder Grundschüler weiß, dass unbegrenztes Gelddrucken zu Inflation führt, was das Geld selbst wertlos macht. Daher interessieren sich die Oligarchen auch nicht mehr für Geld als solches, sondern für Eigentum.

Mit dem von den Zentralbanken seit der Finanzkrise 2008 aus dem Nichts geschaffenen Billionen sind die Oligarchen und die von ihnen kontrollierten Hedgefonds „einkaufen“ gegangen. Aktienfonds haben die größten Konzerne übernommen, Immobilienfonds haben die Wohn- und Geschäftsgebäude der Städte aufgekauft und so weiter. Wenn einem alles gehört, wird einem Geld plötzlich unwichtig.

Warum haben westliche Staaten in den letzten Jahren denn Investitionen aus China und Russland behindert? Weil die westlichen Oligarchen keine Konkurrenz dabei haben wollten, das Eigentum im Westen praktisch vollständig zu übernehmen. Investitionen waren nur dann gut, wenn westliche Konzerne mit westlichem Geld Konzerne in anderen Ländern geschluckt haben. Investitionen waren aber furchtbar schlecht, wenn russische oder chinesische Konzerne im Westen einkaufen gehen wollten.

Daher kommt auch die vom Westen offensichtlich angestrebte „Inselbildung“ in der Weltwirtschaft. Wenn das Geld des Westens nicht mehr (oder zumindest immer weniger) gefragt ist, was nicht mehr zu verhindern ist, wird die Konkurrenzfähigkeit des Westens einbrechen. Die Frage ist nicht, ob das passiert, die Frage ist nur, wann es passiert.

Da unsere Oligarchen mit ihrem Geld und ihrer Macht darauf, wann das passiert, Einfluss nehmen können, werden sie selbstverständlich versuchen, das zu lenken. Sie wollen davon nicht überrascht werden, sie wollen darauf vorbereitet sein und von den Folgen profitieren. Und das kann man am besten erreichen, indem man den unvermeidbaren Zusammenbruch selbst herbeiführt und so den Zeitpunkt bestimmen und die Prozesse so gut wie möglich kontrollieren kann.
Great Reset

Für dieses Szenario gibt es den Begriff des Great Reset, den sich die Oligarchen selbst ausgedacht haben. Was genau nach dem Reset, also dem Neustart der Wirtschaft nach dem Zusammenbruch, folgen wird, können wir erahnen. Die Oligarchen formulieren dazu Parolen wie „Dir wird nichts gehören und Du wirst glücklich sein“

Genau darum geht es auch bei den SDG, den „Nachhaltigen Entwicklungszielen der UNO“ Die sollen bis 2030 umgesetzt werden und die westlichen Oligarchen finanzieren NGOs, die sich der Umsetzung der SDG verschrieben haben, mit vielen Milliarden Dollar.

Die SDG klingen furchtbar positiv und erstrebenswert wenn man sie liest. Schaut man sich aber die Unterpunkte der Unterpunkte der SDG an und die Programme, mit denen sie erreicht werden sollen, dann wird klar, dass es um die totale Kontrolle möglichst aller Menschen geht. Es führt zu weit, das hier zu erklären, denn alleine die zur Erreichung der SDGs entwickelte „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ der Bundesregierung hat 249 Seiten, das Thema ist wirklich sehr komplex. Ich habe dem Thema in meinem Buch „Inside Corona“ ein eigenes 14-seitiges Kapitel gewidmet, in dem ich das Thema trotzdem nur ganz oberflächlich anschneiden konnte.

Man kann in den Schriften der Bundesregierung über die schöne neue Welt beispielsweise lesen, dass Eigentum die Ausnahme sein wird. Man wird sich alles (Autos, siehe Carsharing, Wohnraum, etc.) teilen, weil das angeblich viel nachhaltiger ist. Warum erinnert das so frappierend an „Dir wird nichts gehören und Du wirst glücklich sein„?

In einem Papier des Bundesinnenministeriums zu dem Thema war schon 2017 nicht nur die Rede von der „Post-ownership society“ – also der Gesellschaft ohne Eigentum -, sondern auch von der „Post-voting society“ – also der Gesellschaft ohne Wahlen.
Die Abschaffung der Demokratie

In dem Papier ging es ganz offen um die Abschaffung der Demokratie und von Wahlen, was als erstrebenswert dargestellt wurde. Begründet wurde das damit, dass die Internetkonzerne aufgrund der Vernetzung aller Menschen (also der totalen Kontrolle der Menschen) ohnehin wüssten, was die Menschen wollen. Daher könne man sich Wahlen sparen. Wörtlich hieß es darin auf Seite 43:

„Da wir genau wissen, was Leute tun und möchten, gibt es weniger Bedarf an Wahlen, Mehrheitsfindungen oder Abstimmungen. Verhaltensbezogene Daten können Demokratie als das gesellschaftliche Feedbacksystem ersetzen“

Ja, Sie haben richtig gelesen: In einem Strategiepapier des Bundesinnenministeriums hat man sich offen für die Abschaffung der Demokratie ausgesprochen. Sie soll ersetzt werden durch ein „Feedbacksystem“, für das die Internetkonzerne zuständig sind. Die sollen in Zukunft entscheiden, was wir angeblich wollen.

Das war dem Bundesinnenministerium dann wohl doch zu offen, weshalb das Papier inzwischen von der Seite gelöscht wurde. Aber im Internetarchiv ist es noch zu finden. Hier können Sie nachlesen, welche schöne neue Welt mit Hilfe der SDG umgesetzt werden soll.
Die Umsetzung läuft schon

Die Umsetzung aller Komponenten dieser schönen neuen Welt läuft im Westen schon. Dafür möchte ich nur ein paar der aktuellen Ereignisse als Beispiele anführen. In Norwegen wird die totale Kontrolle gerade in Form einer Regierungsdatenbank eingeführt, die Bezahldaten und Kassenbons zusammenführt. Damit weiß die norwegische Regierung ab sofort nicht nur, wer wann in welchem Geschäft für welche Summe eingekauft hat, sie weiß auch genau, wer was gekauft hat. Wer, also welcher Internetkonzern, diese Daten-Cloud hosten und damit Zugriff auf die Daten bekommen wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden, die Details finden Sie hier.

Großbritannien geht sogar noch weiter und will die Menschenrechte vollkommen neu in seine Gesetze schreiben. Ich habe darüber berichtet, den Artikel finden Sie hier. Jetzt will ich nur zitieren, welches Recht die Internetkonzerne demnach in Großbritannien bekommen sollen:

„Die Regierung setzt sich dafür ein, dass die größten Social-Media-Unternehmen die Nutzer vor Missbrauch und Schaden schützen und damit sicherstellen, dass jeder sein Recht auf freie Meinungsäußerung frei von Angst vor Missbrauch wahrnehmen kann.“

Nicht mehr der Staat und unabhängige Gerichte sollen über das Recht auf freie Meinungsäußerung wachen, sondern die Internetkonzerne.

Das große Ziel hinter all dem ist die digitale Identität eines jeden Menschen, also die totale Kontrolle über das Leben, über die „Identität“, eines jeden Menschen. Das haben sich Bill Gates und die Rockefeller Foundation als Ziel gesetzt und dazu ID2020 gegründet. Nach allem, was man weiß, wird ID2020 wahrscheinlich der Partner der EU-Kommission bei der Verwaltung der Daten der EU-Bürger.

Zumindest aber hat ID2020 für die WHO die Richtlinien dafür geschrieben, welche Daten in den digitalen Impfpässen gespeichert werden sollen. Und die EU-Kommission dürfte die „Empfehlungen“ der WHO, die Bill Gates hat schreiben lassen, eins zu eins übernehmen.

Diese wenigen Beispiele zeigen, dass es keineswegs Verschwörungstheorien sind, wenn vor dem Great Reset gewarnt wird. Die Ziele, die die Erfinder des Great Reset schon vor Jahren in Form der SDG definiert haben, werden derzeit – unbemerkt von der Öffentlichkeit – umgesetzt. Die Konzerne, allen voran die Internetkonzerne, übernehmen gerade die Macht im Westen, was auch erklärt, warum diese Konzerne in Russland, China und anderen Staaten verboten wurden. Die Internetkonzerne entscheiden demnächst in Großbritannien, was als freie Meinungsäußerung erlaubt ist und was nicht. Die Internetkonzerne wissen alles darüber, was jeder Norweger einkauft und sie herrschen über die Daten der Impfpässe aller EU-Bürger und noch vieles mehr.

Die Staaten des Westens geben ihre Kompetenzen an genau die Konzerne ab, die den Oligarchen gehören und die Stiftungen der Oligarchen erzählen uns, warum das alles ganz toll ist. Und vielleicht gelingt die Gehirnwäsche sogar, denn als Zieldatum der SDG wurde das Jahr 2030 festgelegt.

Wie sehr man den Menschen im Westen das Gehirn in wenigen Jahren waschen kann, zeigt die LGBT- und Gender-Agenda. Noch vor zehn Jahren wäre dieser Unsinn, der heute Mainstream ist, undenkbar gewesen. In nur zehn Jahren wurde einem bedeutenden Teil der Bevölkerung das Gehirn so sehr gewaschen, dass sie es normal finden, wenn Männer sich zu Frauen erklären und anschließend bei Olympiaden bei den Damen antreten.

Daher ist nicht auszuschließen, dass die Oligarchen, die diese Themen setzen, es auch schaffen, dass die Menschen schon in acht Jahren Eigentum und Wahlen als veraltet und überholt ansehen. Dass gilt natürlich nicht für die Oligarchen selbst, denn davon dass denen „nichts gehört und sie glücklich sein“ werden, ist in den Schriften der SDG-Propagandisten nirgendwo die Rede.
Außerhalb der westlichen Medienblase

Ich lebe bekanntlich in Russland, wo man all diese Entwicklungen mit einer Mischung aus Entsetzen und Belustigung beobachtet. Wie unterschiedlich die Menschen außerhalb der westlichen Medienblase auf die Ereignisse in der Welt schauen, zeigt das Beispiel Greta Thunberg sehr exemplarisch auf.

Als der Greta-Hype im Westen begann, fragte mich ein russischer Freund danach, weil er davon bei der BBC gehört hatte. Er fragte mich wörtlich, ob die Menschen im Westen wirklich das Märchen glauben, dass irgendein Mädchen einen Schulaufsatz schreibt, sich dann mit einem Pappschild vor seine Schule stellt und ein paar Wochen später auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos empfangen wird? Als ich ihm antwortete, dass die Mehrheit der Menschen im Westen die Geschichte glauben, hat er nur ungläubig gelacht und sich darüber gewundert, dass die Menschen im Westen jedes Märchen glauben, das die Medien ihnen erzählen.

Und er hatte recht, denn die Greta-Geschichte, also die moderne Form des Märchens von Aschenputtel, hat außerhalb der westlichen Medienblase kaum jemand geglaubt. Die Greta-hörige Friday-Hüpferei hat sich im Wesentlichen auf europäische Länder und die USA beschränkt. Im Rest der Welt war Greta kein Thema, auch wenn die westlichen Medien versucht haben, sie zu einem weltweiten Phänomen zu machen.

Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, wie unterschiedlich die Menschen im Westen und im Rest der Welt ticken, denn während die Menschen im Westen im unerschütterlichen Glauben an ihre Medien jeden Unsinn glauben, den die Medien ihnen – übrigens mit freundlicher finanzieller Unterstützung der westlichen Oligarchen – erzählen, sind die Menschen außerhalb der westlichen Medienblase sehr viel kritischer.

Das dürfte der Grund dafür sein, dass der Westen sich nun vom Rest der Welt abkoppeln will, denn im Rest der Welt ist niemand scharf darauf, von westlichen Oligarchen regiert zu werden. Die Menschen in Afrika und Asien wissen aus der Kolonialzeit noch, was es bedeutet, vom Westen ausgepresst zu werden und die Russen haben die 1990er Jahre nicht vergessen, als sie von pro-westlichen Oligarchen beherrscht wurden.

Nun scheint es an der Zeit zu sein, dass die Menschen im Westen diese Erfahrung machen. Mir tut es in der Seele weh, diesen Prozess – Gott sei dank aus sicherer Entfernung – beobachten zu müssen.

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)


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