Ausrufen der Gas-Alarmstufe "Dann reißen wir die ganze Solarindustrie mit"

hörby, Montag, 27.06.2022, 17:30 (vor 49 Tagen)4457 Views

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Die GMB in Tschernitz stellt Solarglas her - als letzter Hersteller in Europa. Nach dem Ausrufen der Gas-Alarmstufe bereitet man hier einen Produktionsstopp vor. Das Unternehmen befürchtet eine Katastrophe - für die gesamte Branche.

https://www.rbb24.de/studiocottbus/politik/2022/06/gas-warnstufe-zwei-folgen-tschernitz...

Als am Donnerstagvormittag die Gas-Alarmstufe durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis90/Grüne) ausgerufen wird, greift Nico Succolowsky direkt zum Telefon. Er ist der Geschäftsführer der Glasmanufaktur Brandenburg (GMB) in Tschernitz (Spree-Neiße).

Sein Anruf geht an die Bundesnetzagentur, dort beruhigt man ihn zunächst. Der Gashahn werde nicht zugedreht, sagt man ihm. Aber die Kosten werden steigen, weil die abgeschlossenen Verträge nun durch die Anbieter gekündigt werden können. Allein das ist aber für ein Unternehmen wie GMB verheerend. Der Hersteller von Solarglas verbraucht 420.000 Kilowattstunden Gas täglich.

"Das Hauptthema, das wir bekommen, wird natürlich die Preisentwicklung sein, die jetzt am Markt höchstwahrscheinlich explodiert und unsere Herstellungskosten dementsprechend belastet", befürchtet der Geschäftsführer.
300 Arbeitsplätze bei Gasstopp gefährdet

Seit Februar sind die Kosten für Strom und Gas bereits um 120 Prozent gestiegen. Auf die Kunden umlegen lässt sich das in dieser Höhe nicht - die würden solche Preise nicht bezahlen. Er will keine Panik machen, erklärt Succolowksy, aber, von der Bundesnetzagentur habe er erfahren, dass er sich darauf vorbereiten solle, die Schmelzwanne im Ernstfall innerhalb von 30 Tagen herunterzufahren.

Das wäre eine Katastrophe, sagt Produktionsleiter Karsten Zeisig. Ist die Wanne kalt, dauert es 18 Monate, sie wieder anzufahren. "Wenn wir hier ablassen, fallen auch 300 Arbeitsplätze", sagt Zeisig.

Wir Po-litiker haben es gefunden, "Es regnet Geld vom Himmel" und das in unsere Taschen.

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Mfg.H.


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