Folgen des Wiener Kongresses

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 16.05.2022, 13:19 (vor 44 Tagen) @ helmut-11086 Views

Es kann natürlich sein, dass hier unglückliche Formulierungen im Spiel sind. Gehen wir mal logisch vor. Kissinger macht eine Arbeit (weiß nicht welche, Diplomarbeit, oder Dissertation?) über den Wiener Kongress. Da fällt das Wort "seine Folgen". Die sind bekannt. Die Folgen waren die Neuordnung der Staaten in Europa nach der Niederlage Napoleons.

Die Folgen war Kongresspolen, wobei es sich im wesentlichen um das Herzogtum Warschau handelte, welches alsbald von Russland einverleibt wurde. Damit hörte Polen auf, als Unruhestifter in Europa zu existieren. Es brach eine 100jährige Zeit des Friedens in Europa aus. Nach WK I war wohl Bedarf da, einen ständigen Unruhestifter in Europa zu haben und Polen wurde wieder erschaffen.
Es wurde seiner Rolle mehr als gerecht. Nach WK II wurde aber Polen in den Warschauer Pankt eingegliedert und damit gezähmt. Daraufhin brach eine 70-jährige Zeit des Friedens in Europa aus. Jedoch der Warschauer Pakt zerfiel, was Putin für ein großes Unglück hält, und die Nato-Osterweiterung begann.

Und weiter heißt es, "er griff zu Beginn auf thermonukleare Waffen zurück". Da würde mich schon interessieren, welche Zuordnung der thermonuklearen Waffen er zu Metternich und Napoleon herausfand, insbesondere "zu Beginn".

Da fehlen offenbar ein paar Zeilen, die man sich als mitdenkender Leser also mitdenken muss.

Dass das Ganze dann "die langweilige Arbeit interessanter machte", liegt auf der Hand. Es kann ja dann nur eine Persiflage oder Polit-Satire sein.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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