Olivia, was ist denn mit dir los? Das, was du beschreibst, ist genial! So genial, dass es wahrscheinlich die Mehrheit des Forums nicht einmal begreift. Dabei zeigt es gut, wie es weitergeht.

Mephistopheles, Datschiburg, Samstag, 14.05.2022, 15:45 (vor 49 Tagen) @ Olivia3783 Views

Ich empfehle, wenn einer ein Sittengemälde unserer heutige Zeit haben möchte, dringend den Roman Satiricon von (Petron). Der Roman könnte als Sittengemälde genau so gut heute geschrieben sein.

Eigentlich ist der Verfasser unbekannt, das Werk wird ihm nur zugeschrieben und es hätte genau so gut in New York, Los Angeles, Paris, London, Tokio, Schanghai, Rio de Janeiro oder irgend einer anderen modernen Großstadt spielen können. Sämtliche Sittengesetze der klassischen Antike sind aufgehoben oder in ihr Gegenteil verkehrt. Respektiert wird nur der, der Geld hat, und das in Massen. Völlig egal, wie er dazu gekommen ist. Und die Soldaten, wobei es auch völlig egal ist, woher der Soldat stammt. Der komplette Nihilismus eben (den Nietzsche vorausgesehen hat).

Was war eigentlich das Bezeichnendste Kriterium des Imperium Romanum, des römischen Reiches? Exakt das, was du schreibst: Ab Gründung des Imperium Romanum waren die Römer überflüssig.

Was zählte, war Geld und militärische Macht. Der römische Bürger, und wenn er eine jahrhundertealte Familiengeschichte vorweisen konnte, hatte vor dem Soldaten zu kuschen. Moralisch sind alle völlig verwahrlost. Was zählt, sind, wie gesagt , Geld und Beziehungen und über die klassischen römischen Tugenden macht man sich lustig. Sie werden nicht einmal mehr erwähnt.

Das ist das, was du beschreibst als Bürgerkrieg der Regierungen gegen ihr Volk. Genau so war es damals in Rom und in China vor dem Untergang des Kaiserreiches und aller Hochkulturen. Man braucht die Autochtone, die das mal geschaffen haben, man braucht sie nicht mehr.

Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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