Aus russischer Sicht: Der Wertewesten wird ggfs Falseflag Operationen ausführen, um eine Blockade zu rechtfertigen?

Joe68, Donnerstag, 20.01.2022, 13:51 (vor 127 Tagen) @ nereus1106 Views
bearbeitet von Joe68, Donnerstag, 20.01.2022, 13:58

Das stimmt mich nicht sehr positiv, denn die Transatlantiker wollen den Russen keine eigene Entwicklung zugestehen, und werden den Bären immer weiter in die Ecke treiben, bis er aufgibt oder zerrieben wird. So wie sie es mit Lukaschenko gemacht haben.

Welche Optionen hätte denn eine russische Führung? Eine rote Linie ziehen, z.B. schriftliche Garantien dass die Ukraine blockfrei bleibt und der Donbas weitgehende Autonomie? Die NATO ist aber nicht willens den Russen diese Garantien zu geben, dem Bären steht bald ein Schach-Zug bevor.

Das blöde ist, die Transatlantiker gewinnen beim nächsten Zug, egal was Russland macht. Ziehen sich die Russen zurück, rücken die Transatlantiker näher an dessen Grenzen. Greifen die Russen die Ukraine an, gibt es Sanktionen und die Transatlantiker können jeden Preis für die Gas-Belieferung verlangen, die Rüstungsbudgets werden massiv aufgestockt werden, es gibt einen weiteren Ass um die Fehlentwicklung im kapitalistischen Wertewesten für viele Monate zu vertuschen und die finalen Corona Zwangsmaßnahmen durchzusetzen.

Es fehlen die Tauben und Realisten in den USA/EU die hier ausgleichen, denn als verletzter Bär würde ich mit einem massiven Atomschlag gegen den Wertewesten setzen (da Russland, anders als während des kalten Krieges, dem Westen gnadenlos wirtschaftlich und konventionell militärisch unterlegen ist, da Russland vom Nordkap, Skandinavien, Ostseeraum, Ukraine, schwarzes Meer, Zentralasien auch nur annähernd abgesichert werden kann).

Es bleibt spannend.


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