Steuereinnahmen

Sligo, Dienstag, 10.01.2017, 23:57 (vor 2746 Tagen) @ SevenSamurai3808 Views

Gibt es keinen wirtschaftlichen Zusammenbruch mit Millionen von
Hungertoten,


Wo soll ein wirtschaftlicher Zusammenbruch herkommen?

Die Börse steigt seit 2009 unaufhörlich, die Wirtschaft kommt immer
mehr in Schwung, jetzt wird Trump "America great again" machen, etc.

Die Zentralbanken werden einen Crash niemals mehr zulassen. Es hat 2009
funktioniert, warum soll es nicht weiter funktionieren?

Im Zweifelsfall wird Gold konfisziert, auf Haus und Boden eine
Zwangsanleihe ausgegeben.

Ich kann überhaupt nicht erkenne, wo ein wirtschaftlicher Zusammenbruch
herkommen soll.

Hallo 7Samurai,

da kommt nix. Lese gerade in meiner Heimatpostille zum Thema Steuereinnahmen, einem massgeblichen Indikator wirtschaftlicher Leistungskraft der im Hamsterrad aktiven. [[freude]]


Landkreis Rastatt (zds). Die Lohnsteuer liegt voraussichtlich mit drei Prozent im Plus, die Einkommenssteuer mit 8,9 Prozent, da freut sich nicht nur der Bundesfinanzminister.

Da bekommen auch die kommunalen Kämmerer mit Blick auf die kommende Jahresrechnung 2016 glänzende Augen, denn das spült auch ihnen Geld in die kommunale Kasse.

Dabei hatten sie schon 2015 wenig zu meckern. Beispiel Kreis Rastatt: 114,53 Millionen Euro stehen hier für 2015 als Anteil an der Einkommensteuer (inklusive Lohnsteuer) laut Statistischem Landesamt zu Buche. 0,38 Millionen Euro mehr als im Jahr davor.

Doch es gibt nicht nur die Einkommensteuer als kommunale Geldquelle und deswegen gilt: Nachdem die Steuerreinnahmen 2015 beim Statistischen Landesamt inzwischen amtlich erfasst sind, ist klar, dass der Geldzufluss im Kreis Rastatt um 41,009 Millionen Euro stieg. Da wurde bei den Betroffenen kräftig kassiert, denn sie sind ja die berühmten Steuerquellen, die sprudeln müssen. Unter dem Strich bezahlten sie rund 312,601 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben im Kreis.

Vater Staat und damit auch Onkel Kommune zapfen ihre Steuerquellen überall an: Wer arbeitet, füllt die kommunalen Kassen und wer konsumiert, füllt sie ebenso, egal woher er sein Einkommen bezieht, ob er Sprit kauft oder Brot oder ob er Miete zahlt. Irgendeine Steuerart greift immer. Manchmal auch zwei, drei nacheinander.

Der Gewerbetreibende beispielsweise wird gleich mehrfach zur Kasse gebeten
. Für seine Firma zahlt er Gewerbesteuer (wenn diese die Freigrenzen überschreitet): Die Gewerbesteuer brachte 2015 im Kreis Rastatt runde 152,01 Millionen Euro in die Kasse und machte damit schon 48,63 Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus. Freilich bleibt nicht die ganze Gewerbesteuer in der Kasse. Es gibt eine Gewerbesteuerumlage, die abzuführen ist, 2015 betrug sie 28,18 Millionen Euro (Vorjahr: 16,60 Millionen Euro) und über die freuen sich die Finanzminister.

Im Gegenzug bekommen die Kommunen aber Anteile an der Umsatz- und der Einkommensteuer, damit sie nicht darben müssen. Konkret sieht die Rechnung so aus: 28,18 Millionen Euro flossen ab. Aber allein aus der Einkommensteuer flossen im Gegenzug 114,53 Millionen Euro zu (Vorjahr: 114,15 Millionen Euro). Damit sorgen Arbeitnehmer und Selbstständige über die von ihnen bezahlten Steuern auf Lohn und Einkommen allein für weitere 36,64 Prozent der kommunalen Einnahmen.

Und über den kommunalen Anteil an der Umsatzsteuer kamen weitere 12,19 Millionen Euro (Vorjahr: 10,99 Millionen Euro) in die Kasse, macht 3,90 Prozent der Einnahmen. Die Grundsteuereinnahmen betrugen (A und B zusammengerechnet) 2015 im Kreis Rastatt 33,87 Millionen Euro (Vorjahr: 33,38 Millionen Euro) gleich 10,84 Prozent. Die Grundsteuer ist dabei so etwas wie eine kleine Vermögenssteuer, denn sie wird ohne Ansehen der Leistungsfähigkeit des Grundstücksbesitzers kassiert. Macht zusammen rund 312,601 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben im Kreis Rastatt.

Also alles im grünen Bereich - vorerst noch!

Gruss,
S.


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