Macht und Medien

Falkenauge, Dienstag, 10.01.2017, 10:44 (vor 2743 Tagen)3995 Views

Angesichts der fortgesetzten Fake-News-Kampagnen des entstehenden Wahrheitsministeriums und seiner medialen Lautsprecher gegen die wachsende alternative Öffentlichkeit des Internet ist es immer wieder wichtig, das grundlegende Prostitutionsverhältnis der Medien zu den Mächtigen ins Auge zu fassen.

Die Macht ist darauf angewiesen, dass sie durchgehend funktioniert. Sie funktioniert umso besser und reibungslose, je bereitwilliger die Untertanen den Willen der Herrschenden ausführen und ihr Leben danach einrichten. Diese Bereitwilligkeit kann in dem Maße erzeugt werden, als die Herrschenden Sinn und Notwendigkeit ihrer Vorhaben den Untertanen durch öffentliche Verlautbarungen und Erklärungen so nahe bringen, dass diese sie einsehen oder zumindest durch den Druck einer entstandenen „öffentlichen Meinung“ für sich keine andere Möglichkeit sehen und sich daher fügen. Diese „öffentliche Meinung“ kann nur durch dienstbare Journalisten hergestellt werden, aus deren möglichst flächendeckenden Informationen, Kommentaren und Diskussionen die Suggestion einer „öffentlichen Mehrheitsmeinung“ aufsteigt, die dem Willen der Herrschenden entspricht. Sie wird daher zu Recht „veröffentlichte Meinung“ genannt.

Um den demokratischen Schein zu wahren, erhalten die Medien offiziell den Rang einer unabhängigen Instanz, welche die drei klassischen Gewalten der Legislative, Exekutive und Judikative als vierte Gewalt zu kontrollieren habe. Abgesehen davon, dass die Unabhängigkeit der drei klassischen Gewalten durch das Parteiensystem, das alle drei durchdringt, längst nicht mehr besteht, ist auch eine unabhängige Presse als vierte Gewalt eine täuschende Fassade.

Dass nicht nur in Diktaturen, sondern auch in der „Demokratie“ die Medien, besonders natürlich die parteiverseuchten staatlichen Fernsehanstalten, Propaganda-Agenturen der herrschenden Politik sind, ist ja z.B. an der Syrien- und geradezu zum Krieg hetzenden Ukraine-„Berichterstattung“ für jedermann offensichtlich geworden. Elisabeth Noelle-Neumann machte schon früh darauf aufmerksam. Sie sagte einmal zu dem damaligen FAZ-Journalisten Udo Ulfkotte. „Was Sie heute in den Köpfen der Menschen finden, das ist oft gar nicht mehr die Realität, sondern eine von den Medien konstruierte, hergestellte Wirklichkeit.“
Sie wagte auszusprechen, was in Deutschland als Tabu galt: die systematische Beeinflussung und Steuerung von Menschenmassen durch eine kleine Minderheit der Journalisten.

Nun ist aber zum Verständnis des politischen Willens der Herrschenden die Erkenntnis wichtig, dass es nicht ihr originär eigener ist, dass sie nicht die wirklich Herrschenden sind. Abgesehen von der Einbindung Deutschlands in den Beinahe-Bundesstaat EU, der bereits ca. 80% der Gesetze des Bundestages vorgibt, sind nach der nüchternen Feststellung des US-Geostrategen Brzezinski Westeuropa und Mitteleuropa und damit auch die EU amerikanisches Protektorat, tributpflichtige Vasallenstaaten.

Vgl.: Der Journalismus als Herrschaftsinstrument


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