Flexibilität ist gefragt

EM-Financial, Deutschland, Samstag, 07.01.2017, 11:42 (vor 2748 Tagen) @ Oblomow4300 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 07.01.2017, 14:27

Hallo Oblomow,

Und dann fragen die mich, wo man wohl hingehen sollte. Kanada?

Kanada hat viel Fläche und Rohstoffe bei relativ wenig Einwohnern und durch die Nähe zu den USA wird man auch immer was verkaufen können. Zumal die Natur und das Klima dort wesentlich angenehmer sind als bspw. Australien. Der Kanada-Dollar ist gerade relativ tief, trotz schwachem Euro... Insofern kann man dorthin noch gerade so den Absprung schaffen.

Australien sowie Kanada haben zudem relativ großzügige Visa-Regelungen, auch für Touristen. Man könnte theoretisch 6 Monate abwechselnd in CA/AU leben, um sich bspw. nach Arbeit dort umzusehen.

Studieren kostet in Kanada aber sehr viel Geld. In Australien kenne ich mich nicht aus. Doch ich nehme an, dass dort auch sehr hohe Studiengebühren bestehen, die im Vergleich zur Leistung nicht unbedingt immer angemessen sind. Zumal man innerhalb der EU als Europäer (Finnland, Deutschland) auch relativ gute Studienmöglichkeiten hat und dafür keine bzw. geringere Gebühren bezahlen muss.

Ein fließend englischsprachiger Student aus der EU wird notfalls auch noch in CA/AU unterkommen und Du müsstest nicht das angelsächsische Bildungssystem alimentieren, wo Du ohnehin in Europa Steuern zahlst. Meines Wissens kommen auch viele US-Amerikaner nach Europa um zu studieren, weil die Unis hier keine "Ungleichbehandlung" wie in den USA haben, wo der Ausländer zahlen muss und der Inländer wenigstens einen Studienkredit und Stipendien bekommt.

Es ist zudem
schwer, die Buben gleichzeitig gegen die anschwappende Scheiße zu wappnen
und ins bekloppte operative Geschäft zu integrieren, z.B. die Schule.
Unfassbar, was da für Lehrer rumlaufen. Aber das ist ein anderes Thema.
Was soll man den Kleenen bloß raten?

Ja, das tut mir leid. Diese Zustände sind immer untragbarer. Wahrscheinlich wird es so schlimm, dass man Kinder wohl nur noch im Heimunterricht oder Kleingruppen unterrichten kann. Das ist meines Wissens aber nur in UK erlaubt und wird bspw. in Südländern der EU noch geduldet. In Deutschland hat man damit keine Chance.

Der beste Rat ist es, mindestens 2-3 Fremdsprachen frühzeitig zu lernen. (Spanisch, Russisch, Englisch) - Mandarin lassen wir mal wegen der hohen Schwierigkeitsstufe beiseite - dann steht dem Jungen die Welt offen und verbunden mit guter Ausbildung (Basis im Handwerk oder einem guten Ausbildungsberuf + Weiterbildung in BWL oder Naturwissenschaften) wird er sich immer zu helfen wissen.

Mein Vater lernte mir noch (ein wenig) das Bauhandwerk und konnte auch z.B. Autos reparieren (wovon ich leider nicht so viel mitgenommen habe). Im Notfall hilft das zumindest weiter, sich unabhängig von den "Dienstleistern" zu machen.

Mit meiner kleinen Erfahrung und unter Hilfe von Youtube-Videos könnte ich mir vorstellen, langsamer und laienhafter, ein Haus zu renovieren oder ein Holzhaus zu bauen.

Solches Können wird immer gefragter werden, zusätzlich zur beruflichen Qualifikation wo man heutzutage leider so spezialisiert ist, dass man keine ganzen Abläufe mehr kennt oder tätigt.

Mir hat es auch geholfen, dass meine Frau und ich prinzipiell nicht stark heimatlich verwurzelt sind. So konnte ich bisher schnell entscheiden, wenn sich eine Gelegenheit ergab, egal wo auf der Welt die sich auftut.

Gruß
EM-Financial


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