Kampagne ist objektiv der größte Schwachsinn

Martin, Freitag, 06.01.2017, 13:02 (vor 2749 Tagen) @ Otto Lidenbrock3986 Views

Erst mal zur Klarstellung: Der Vergleich zu Diesel-Lkw gilt nur den Lkw neuester Generation, und es ist kein Wunder, da die Lkw viel größere Reinigungsanlagen herumschleppen können als ein Pkw.

Der NOx-Ausstoß bei Dieseln ist zwar ein Schwachpunkt gegenüber Benzinern, und Grenzwertüberschreitungen gegenüber Laborgrenzwerten! lesen sich dramatisch, vor allem, wenn man sich als Organisation oder Rechtsanwalt eine goldene Nase verdienen will, dass aber diese selbst nach Euro5 Norm zugelassenen Diesel für NOx-Überschreitungen in Städten verantwortlich sind, dafür fehlt jeder Nachweis.

Merkwürdig: Das Umweltbundesamt behauptet, dass der NOx-Ausstoß durch Verkehr von 1990 bis 2014 (alles vor Euro 6) deutlich zurückgegangen sei, in derselben Zeit hat sich aber der Pkw-Diesel-Anteil verdoppelt https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/luftschadstoff-emissionen-in-deutsch...
. Ähnliches gilt auch für Messungen in den Städten. Verantwortlich für die NOx-Werte werden vor allem Lkw alter Norm gemacht (man möge sich mal die städtischen Fuhrparks anschauen, da ist kein Geld für Neuanschaffungen).

Da kann man an Grenzwertüberschreitungen im Realbetrieb herummäkeln so viel man will, sie sind offensichtlich für die aktuelle Luftqualität weitgehend irrelevant. Hinzu kommt, dass die Schädlichkeit von NOx selbst bei der WHO (ursprüngliche Quelle für Grenzwert) auf wackeligen Füßen steht.

Auf der anderen Seite wird Feinstaub als kritischer gewertet, die Benzinmotoren mit Einspritzung sind hier aber schlechter als selbst die Euro5 Diesel. Man kann zuwarten, bis hier die nächste Sau durch das Dorf getrieben wird (Fahrverbot in Städten, und so).


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